danke für dein fb anne!
so und hier der letzte teil + kurzes Kommentar zum Schluss meiner seits
Er betrachtet sie lange. Prägte sich jeden ihrer Gesichtszüge ein, wie ihre Schulter langen Haare über ihr Gesicht fielen. Der friedliche Ausdruck auf ihrem Gesicht. Die Wölbung ihrer Brust, wie sie sich langsam hob und wieder senkte. Ihr Babybauch, der deutlich hervortrat. Immer wieder schoss ihm eine frage durch den Kopf - Warum war sie hier?
Er schüttelte die Gedanken ab und stand langsam auf. Vorsichtig, darauf bedacht sie nicht zu wecken ging er zum Sofa. Sachte schob er seine Arme unter ihren Körper und hob sie hoch. Sie murmelte leise und legte ihren Arm um seine Schulter, während er sie den Flur entlang in ihr Zimmer trug. So zaghaft wie er sie aufgehoben hatte, legte er sie auf das Bett, zog die Decke unter ihrem Körper weg und deckte sie zu. Leise ging er wieder zur Tür, er warf einen kurzen Blick zurück, bevor er das Zimmer verlieà und die Tür hinter sich zuzog.
Rory öffnete die Augen. Ihr Zimmer! Die Erleichterung darüber war die gleiche wie jeden Morgen, seit sechs Monaten, obwohl sie wusste das es nichts ausmachen würde wenn es nicht der Fall wäre, schlimmer konnte es nicht mehr werden.
Rory hatte mühe sich aus ihrem Bett zu erheben. Die niedrigen, französischen Betten waren definitiv nicht für Schwangere gemacht worden, soviel stand fest.
Sie rollte sich vorsichtig auf die Seite, dann zog sie die Beine an, so das ihre FüÃe nur wenige Zentimeter über dem Boden schwebten, schlieÃlich drückte sie sich mit Beiden Armen hoch, bis sie in sitzender Position wieder zur Ruhe kam und das war nur der leichte Teil. Rory seufzte. Sie war erst im sechsten Monat und kam kaum noch alleine aus dem Bett, was würde daraus erst in einem, in zwei, in drei Monaten werden?
Mit einer Hand griff Rory nach vorne, um sich an ihrem Nachttisch fest zuhalten. Mit der anderen drückte sie sich vom Bett ab. Einen kurzen Moment hatte sie angst das Gleichgewicht zu verlieren und wieder ins Bett zu fallen, aber mit etwas Konzentration schaffte sie es doch festen Stand zu bekommen.
Erst jetzt fiel ihr auf das sie immer noch die Kleider vom Vortag trug. War sie zu müde gewesen sie auszuziehen? Warum war sie überhaupt in ihrem Bett? Wieder entfuhr ein leiser Seufzer ihrer Kehle.
Jess, hatte sie ins Bett getragen... und weil er nicht... Damit hatte sie also auch die Erklärung für die Klamotten die sie trug.
Noch etwas schläfrig ging Rory zu ihrem Kleiderschrank, ohne groà zu überlegen zog sie eine ihrer bequemsten Hosen und ein weites T-Shirt aus einem der oberen Fächer. So schnell ihr Bauch es zulieÃ, zog sie sich um.
Und jetzt zuerst mal aufâs Klo! Ihre Blase drückte. Noch ein kleiner Nachteil einer Schwangerschaft, der wohl nur noch schlimmer werden konnte.
Nachdem sie sich im Bad einer kurzen Katzenwäsche unterzogen, ihre Haare gekämmt und zu einem Pferdeschwanz gebunden hatte, tapste sie in Richtung Wohnzimmer. Sie brauchte Kaffee, viel Kaffee, keinen Decaf! Ihre Vernunft hatte sich gerade verkrümelt.
In dem Moment in dem Sie die Wohnzimmer - Küchen - Kombi betrat, spürte sie wie das Vakuum zurück kam.
Er stand mit dem Rücken zu ihr und betrachtete das wacklige Bücherregal und sie Stand im Durchgang zum Flur, unfähig sich zu bewegen. Warum war er immer noch hier?
Sie merkte zu spät das er sich zu ihr umgedreht hatte und sie fragend beobachtete.
Sie spürte wie ihr die röte uns Gesicht stieg. âMorgenâ, presste sie hervor, bevor sie sich aus ihrer Erstarrung löste und auf die kleine Küchenzeile zustolperte.
âMorgenâ, erwiderte er nach kurzem zögern. Sie musste ihn nicht ansehen um zu wissen, das er sie mit seinem typischen schiefen Grinsen musterte, sie spürte es.
Nach dem sie sich etwas von dem ersten Schock erholt hatte drehte sie sich zu ihm um âWo...?â Noch bevor sie fertig sprechen konnte deutete er mit einer Kopfbewegung zur Couch. Sie nickte. Sie drehte sich wieder zur Kaffeemaschine. Fertiger Kaffee! Rory atmete tief durch. Jess hatte sie schon laufen lassen. Sie musste nur noch eine Tasse aus dem Schrank holen.
Als sie sich Kaffe eingeschenkt hatte wendete sich wieder zu Jess, ohne zu wissen auf was das alles hinaus laufen würde.
âRoryâ, fing Jess unsicher an â... willst du mir vielleicht erzählen was passiert...â Sie lächelte ihn träge an âNicht viel.â Sie lachte bitter auf, als sie sah wie sein Blick unwillkürlich auf ihren Bauch fiel âNichts, nur das ich es versaut hab!â Bei diesen Worten spürte sie wie der Kloà in ihrem Hals, dem sie am Vortag nicht viel Beachtung geschenkt hatte zurückkam und... Sie konnte ihn nicht halten.
Reflexartig legte sie sich an Hand auf den Mund, nicht gewillt den Schluchzer hinaus zu lassen. Sie spürte wie sie anfing zu zittern. Oh nein, nein, nein, nein, nicht vor Jess. Sie würde nicht vor Jess zusammen brechen... Die Kaffeetasse rutschte ihr aus der Hand und zerbrach mit einem knall auf dem Boden.
Das Zittern wurde stärker, Tränen fanden den Weg zu ihren Augen, die Schluchzer waren nicht mehr zu unterdrücken. Langsam lieà Rory sich zu der zerbrochenen Tasse auf den Boden sinken und fing an die Scherben aufzusammeln. Kaum fähig klar auszumachen, wo eine lag. Da ein düsterer Tränen Schleier ihren Blick vernebelte.
âRory...â Sie spürte wie Jess sich neben sie kniete und tröstend seinen Arm um ihre Schultern legte. âRory, hey... Beruhig dich!â Rorys Schluchzen wurde noch lauter als sie ihren Kopf gegen Jess Schulter lehnte. Er drückte sie mit dem einem Arm an sich, während er sie mit dem anderen stütze und ihr half aufzustehen.
Rory klammerte sich an ihm fest, während er sie zum Sofa führte. Vorsichtig drückte er sie nach unten und setzte sich neben sie, ohne sie auch nur für den Bruchteil einer Sekunde loszulassen. âIch hab alles ruiniert!â, presste sie unter Tränen hervor. Tröstend strich er ihr durch die Haare âRory...â âNein!â Sie richtete sich auf und schaute ihm direkt in die Augen âRede nicht mit mir, als würde ich lügen, alles nur falsch interpretieren!â Jess nahm seinen Arm von Rorys Schultern âOk, dann erzähl mir was passiert ist!â Wieder lachte Rory sarkastisch auf âUnd wo soll ich anfangen?â Er zuckte mit den Schultern. Rory schüttelte traurig ihren Kopf âDu würdest es eh nicht verstehen!â Jess schaute Rory vielsagend an âVergiss nicht mit wem du hier redest!â
Rory lachte kurz, nicht sarkastisch, einfach nur ein kurzes leises lachen. Die Tränen waren schon wieder vergessen. Hormone!
Sie atmete tief durch âIch hab Yale vor einderthalb Jahren verlassen. Meine Mum und ich... Wir haben uns deswegen gestritten. Wir haben seitdem nicht mehr miteinander geredet...â
Rory erzählte, sie erzählte alles. Es war gut endlich mal mit jemandem sprechen zu können der sie kannte, der die Menschen kannte von denen sie sprach. Jemandem der wusste wie viel diese Menschen ihr bedeutet haben, immer noch bedeuten.
Als sie fertig war, schwieg er. Es war nicht das unangenehme Vakuum - Schweigen. Es war ein angenehmes, verständnisvolles schweigen...
âUnd sie weià nicht das sie GroÃmutter wird?â
Rory schüttelte den Kopf. âDenkst du nicht sie sollte es wissen?â Rory zuckte mit den Schulter, unfähig eine Antwort zugeben.
Jess atmete tief ein, legte die Worte zurecht die ihm im Kopf herumgeisterten. âDu solltest zu ihr gehen. Mit ihr reden. Sie... um Unterstützung bitten.â Bei diesen Worten zuckte Rory zusammen. Unterstützung? Nie im Leben. Jess bemerkte wie Rory sich innerlich dagegen aufbäumte âHast du dich in den letzten Wochen schon mal hier umgesehen?â Rory nickte resigniert. âDu hast nichts was ein Kind braucht, du arbeitest zehn Stunden, fünf Tage die Woche und du kannst davon gerade mal das bezahlen was du zum Leben brauchst. Wie willst du ein Baby finanzieren?â Jess seufzte âRory, du bist stark. Du bist einer der stärksten Menschen die ich kenne. Ich weià das du es irgendwie schaffen würdest, aber nicht ohne mehr zu leiden als du verkraften kannst. Willst du das? Willst du so ein Leben für dich und dein Baby?â Rory schaute in die andere Richtung, zu den Fenstern, durch die eine strahlende Wintersonne in die kleine Wohnung schien. Es würde bestimmt bald zum ersten Mal schneien.
SchlieÃlich schüttelte sie den Kopf âNein, das ist... Das ist nicht was ich will!â Sie richtete ihren Blick hilfesuchend auf Jess âAber wie...â Jess lächelte aufmunternd. Ein echtes, aufrichtiges lächeln, eins von der Sorte die Rory bei ihm nur sehr selten gesehen hatte âIch hab schon seit längerem darüber nach gedacht Luke mal wieder zu besuchen. Wir könnten zusammen zu deiner Mum gehen!â Rory lächelte erst unsicher. Jess sah das es sie einiges kostete den Mut aufzubringen, aber schlieÃlich schien sie ihre Entscheidung getroffen zu haben.
Rory lehnte sich ein Stück vor âDankeâ, flüsterte sie dicht neben seinem Ohr, bevor sie ihm einen Kuss auf die Wange hauchte. âDanke!â, sagte sie Nocheinmahl etwas lauter, während sie aufstand und sich auf den Weg in ihr Zimmer machte um ein paar Sachen zusammen zupacken.
Während sie ein paar Klamotten in eine groÃe Reisetasche schmiss, lächelte sie glücklich vor sich hin. Ungläubig, das ausgerechnet... Sie lachte leise. Vielleicht war doch nicht alles so schlimm, vielleicht hatten die vergangenen Jahre auch etwas gutes, vielleicht hatten diese vergangenen Jahre sie an einen Punkt gebracht an dem sie glücklich werden konnte. Wirklich glücklich, nicht nur erfolgreich, sondern glücklich, mit dem Jungen den sie immer noch...
Ende
So, wie schon bei
Late Excuses ein halbwegs offenes Ende.
Rory's Gedanken zum Schluss - Es ist euch überlassen wie viel ihr da rein interpretiert. Ihr könnt sie ernst nehmen oder auf die Hormone schieben.
Wie es weiter geht weià ich nicht und ich mache mir auch keine groÃen Gedanken darüber.
Ich hoffe euch hat die Story gefallen. Auch wenn der ein oder andere evtl. auf eine R/D oder R/L Story gehofft hatte, aber es gibt eine Sache die sich nie ändern wird solange ich GG Fan bin und zwar die tatsache das ich bin Kopf, Herz und Seele immer ein Literati sein werde.
Und das sollte den Nacroleptics und Sophies (bezeichnung am FanForum für R/L) unter euch eine "Warnung" sein bei meinen Storys nie zu sehr auf etwas anderes als Literati zu hoffen.
groÃe Worte zu später Stunde

ich leide eindeutig unter schlafmangel...