29.06.2005, 20:33
6. Dreams and a Friday Night Dinner
Jess war wieder in die Bar gegangen.
Zum Teil weil es ihm dort gefiel.
Es war diese Art von Bar, wo niemand nach dem Ausweis fragte, aber trotzdem nicht zu viele dunkle Gestalten rumhingen.
Zum Teil kam er aber auch wieder, weil er dieses Mädchen einfach nicht aus dem Kopf bekam.
Sie hatte ihn schwer beeindruckt.
Es war jetzt 3 Tage her, dass sie ihn angesprochen hatte, und er hatte sogar von ihr geträumt.
Das letzte Mal, dass er von einer anderen als Rory geträumt hatte, war noch bevor er nach Stars Hollow kam.
Er hatte sich wieder an die Bar gesetzt, und nachdem er sich ein Bier bestellt hatte, drehte er sich mit dem Rücken zum Tresen und sein Blick schweifte durch die Bar.
Doch sie war nicht da. Naja, wiese sollte sie auch ausgerechnet heute da sein.
Als er sich wieder umdrehte um sich sein Bier zu nehmen, sprach der Barkeeper ihn an.
âHey, du bist nicht zufällig Jess, oder?â
âDoch, bin ich, wieso?â
âHier, das hat mir Celia vorgestern gegeben.â
Er hielt Jess einen Zettel entgegen.
âIch sollte es dem âsüÃen Kerl, mit den braunen Haaren, und wunderschönen Augenâ geben.â
Der Barkeeper sah Jess ein wenig verlegen an.
âNicht, dass ich dich süà finde, keine Angst, aber du bist der erste Kerl den ich in den letzten Tagen gesehen habe, der Celia interessieren könnte.â
âDu kennst Celia?â, fragte Jess während er las, was auf dem Zettel stand.
Ruf mich mal an, und darunter ihre Nummer.
âJa, sie war in letzter Zeit öfter hier, auÃerdem ist sie meine Cousine. Aber seit gestern hat sie einen Job, und nicht mehr soviel Zeit um herzukommen.â
âAchso, ja, ähmâ Er wusste nicht mehr was er jetzt noch in der Bar sollte. âDann werde ich auch mal wieder.â
Jess leerte sein Glas mit einem Zug.
âEine Frage noch..?â
âPaul.â
âEine Frage noch Paul. Wo arbeitet sie denn?â
âUnten, am Strand, in einem kleinen Imbiss.â
Oh nein, könnte das wirklich sein?
Ich war gestern nicht bei der Arbeit, und Jimmy hat ja schon öfter gesagt, dass er noch mehr Hilfe braucht.
Aber das wäre ein viel zu groÃer Zufall.
SchlieÃlich ist das ja nicht der einzige Imbiss am Strand.
Aber es wäre möglich...
In Gedanken versunken verlieà Jess die Bar, den Zettel immer noch fest umklammert.
*Hartford*
Rory und Lorelai standen vor der Tür, doch keiner wollte klingeln.
âIch will da nicht rein. Sie werden mich schon wieder fragen ob ich einen Freund habe, oder meine Mutter wird es schon wissen, ich denke sowieso immer sie kann in meinen Kopf sehen und meine Gedanken lesen. Und dann werde ich Luke nächsten Freitag mitbringen müssen und dann wird er nie wieder ein Wort mit mir reden. Lass uns lieber nach Rom fliegen, dort können wir uns den Löwen zum Fraà vorwerfen, das wäre doch viel lustiger, los komm schon!â
Lorelai zog Rory am Arm und wollte Richtung Auto gehen.
Doch da wurde die Tür schon geöffnet, und Emily höchstpersönlich stand im Eingang.
âLorelai, wo willst du denn hin?â
âAch, hallo Mum. Ich⦠ich habe meine Tasche im Auto vergessen.â
âDu hast deine Tasche in der Handâ, erwiderte Emily kühl.
âOh, da ist sie ja. Danke, dass du sie gefunden hast!â, sagte Lorelai gespielt erleichtert. âLos komm jetzt, sie hat uns gesehen, und je eher wir drin sind, sind wir auch wieder drauÃen!â, flüsterte Lorelai ihrer Tochter zu.
âDas habe ich gehört!â, rief Emily, die schon ins Wohnzimmer vorgegangen war.
âMistâ, schimpfte Lorelai, während sie dem neuen Dienstmädchen ihre Jacke gab.
Als sie gerade mit dem Essen begannen hatten, begann Richard etwas zu verkünden. âEmily und ich haben beschlossen, nächste Woche Freitag eine kleine Party zu veranstalten, anstatt unseres Abendessens.â
âAus welchem Anlass?â, fragte Rory, während sie ihr Gemüse auf dem Teller hin und herschob.
âNaja, unsere Enkelin geht nach Yale, das reicht doch als Anlass. Wir haben viele alte Yale-Freunde eingeladen. Und du wirst ja bestimmt in deiner ersten Woche auch jede Menge nette Leute in Yale kennen lernen, die natürlich auch alle eingeladen sind.â
Lorelai wollte am liebsten einen kleinen Freudentanz veranstalten, denn das Freitag-Abendessen würde ausfallen.
Doch dann ergriff Emily das Wort: âDu wirst auch kommen Lorelai, nur weil wir nicht alleine sein werden, hast du trotzdem hier zu erscheinen. Meinetwegen kannst du auch jemanden mitbringen, oder über deinen Balkon abhauen. Wer weià wie viele Wege du aus diesem Haus heraus kennst, ohne dass man es bemerktâ, sagte Emily sarkastisch.
Oh, es sind eine ganze Menge.
Lorelai grinste verschmitzt.
âAlso, die Party beginnt um 19 Uhr, ihr erscheint beide, Lorelai keine Widerrede, und jetzt wünsche ich noch einen Guten Appetit!â
Damit war für Emily das Gespräch beendet, und auch die anderen sagten nichts mehr dazu.
Na das kann ja heiter werdenâ¦
Nach dem Abendessen wollten die beiden eigentlich sofort nach hause, da es recht spät geworden war, doch als sie bemerkten, dass Luke noch geöffnet hatte, beschlossen sie, doch noch einen kleinen Abstecher zu ihm zu machen.
âHey Luke!â, rief Rory ihm zu und ging Richtung Tresen.
Ihre Mutter, die kurz darauf hineinkam tat es ihr gleich.
âHey Rory!â, begrüÃte er sie âUnd hallo mein Schatz!â
Er schaute Lorelai glücklich an, und beugte sich dann nach vorne um ihr einen Kuss zu geben.
âSchaahaatz?,â Lorelai sah Luke mit groÃen Augen an.
âIst es für Kaffee nicht schon ein wenig spät?â, fragte Luke mit ernster Miene.
âWas denkst du dir, für Kaffee ist es nie zu spät!â Lorelai war zutiefst empört.
Doch dann konnte Luke sich das Grinsen nicht mehr verkneifen.
âHey, ärger mich nicht so wenn es um Kaffee geht!â
Nun musste auch Lorelai grinsen.
Rory, die sich die Turtelei der beiden nicht länger ansehen wollte, war unbemerkt hinter die Theke gegangen, hatte sich einen Kaffee eingeschenkt und sich dann wieder neben ihre Mum gesetzt.
âHey, kannst du zaubern?â
Lorelai starrte mit einem erstaunten Blick den Kaffee an.
âNein, leider nicht, und warten kann ich auch nicht.â
âSchade, dass du nicht zaubern kannst. Sonst hätte ich dir für Halloween ein âBezaubernde Jeannieâ-Kostüm nähen können. Du hättest richtig süà darin ausgesehen!â
Luke, der Lorelai gerade eine Tasse mit frischem, dampfendem Kaffe hinstellte musste schmunzeln. Er fand es einfach immer wieder toll, wie die beiden sich verstanden und gegenseitig necken konnten.
Sie ist so schön, dass es schon fast weh tut sie anzusehen.
Ich kann einfach nicht glauben, dass sie mit mir zusammen ist.
âHey Luke, alles ok?â Rory bewegte ihre Hand vor Lukeâs Gesicht auf und ab. Er zuckte kurz zusammen. âHm, was, tut mir leid, ich habe gerade nicht zugehört.â
âDas habe ich gemerkt. Naja, ich wollte dir eigentlich nur sagen, dass ich jetzt nach hause gehe. Es ist schon spät, und ich habe bis Montag noch eine ganze Menge zu tun.â, meinte Rory.
âJa ok, bis morgen dann!â, Luke war es peinlich, dass er so in seinen Tagtraum versunken gewesen war.
Rory stand schon in der Tür als sie sich noch kurz umdrehte. âÃhm, Mum komm mal bitte kurz!â
âKlar SüÃe, was gibtâs denn?â, fragte Lorelai ihre Tochter.
âNaja, ich wollte dich nur fragen, ob du heute Nacht hier bleiben willst.â
âWieso fragst du? Möchtest du dass ich noch nach Hause komme?â
âAch, nein, das nicht, aber ich würde morgen gerne mal mit dir reden. Also könntest du vor dem Frühstück noch mal kurz nachhause kommen?â
âJa, klar, kein Problem!â
âOk, ich hab dich lieb Mum!â
âIch hab dich doch auch lieb, meine kleine!â
Rory umarmte ihre Mutter noch kurz, und verlieà dann das Diner.
Lorelai sah ihr verwundert hinterher.
Was ist nur los mit ihr?
*Rory*
Langsam hielt sie es nicht mehr aus.
Sie fühlte sich noch nicht einmal mehr im Diner wohl, und das nur weil sie so vieles dort an Jess erinnerte.
Die Theke, hinter der er so oft gestanden hatte (wenn auch nicht immer freiwillig).
Der Vorhang, zur Treppe nach oben, die sie so oft zusammen raufgegangen waren.
Der Tisch, an dem sie immer zusammen gegessen hatten, und an dem sie ihm auch schon Nachhilfe gegeben hatte.
Sie hatte es einfach nicht mehr ausgehalten dort zu sein.
Und sie musste dringend mit ihrer Mum über alles reden.
Ãber Jess, über Dean, darüber wie sie sich fühlte, einfach alles.
Natürlich könnte sie auch noch mal mit Lane reden, aber das war einfach nicht dasselbe. Zwischen Rory und ihrer Mutter, war eine viel stärkere Verbindung, als sie jemals zwischen zwei anderen Menschen sein könnte.
Mutter und Tochter, beste Freundinnen.
Rory seufzte kurz, als sie die Tür aufschloss, und langsam hineinging.
Bald bin ich von allem abgelenkt.
Ãbermorgen ziehe ich nach Yale und dort werde ich soviel zu tun haben, dass ich gar keine Zeit mehr habe meine Gedanken zu verschwenden.
Denn er ist es nicht wert an ihn zu denken.
Nicht mehr.
Doch das alles war gar nicht so einfach.
Als Rory sich ins Bett legte, und nach einem Buch greifen wollte, um noch ein wenig zu lesen, hatte sie nach und nach nur Bücher in den Händen, die er entweder auch gelesen hatte, oder zu denen sie ihn immer wieder überreden wollte.
Nichts konnte sie ablenken, und so beschloss Rory, zu schlafen, um sich in ihre Träume zu flüchten und nicht ans Aufwachen zu denken.
Natürlich würden auch ihre Träume von Jess handeln, aber immerhin war er in ihrem Träumen immer da, immer bei ihr, und so konnte sie, wenigstens im Schlaf, endlich glücklich sein.
Jess war wieder in die Bar gegangen.
Zum Teil weil es ihm dort gefiel.
Es war diese Art von Bar, wo niemand nach dem Ausweis fragte, aber trotzdem nicht zu viele dunkle Gestalten rumhingen.
Zum Teil kam er aber auch wieder, weil er dieses Mädchen einfach nicht aus dem Kopf bekam.
Sie hatte ihn schwer beeindruckt.
Es war jetzt 3 Tage her, dass sie ihn angesprochen hatte, und er hatte sogar von ihr geträumt.
Das letzte Mal, dass er von einer anderen als Rory geträumt hatte, war noch bevor er nach Stars Hollow kam.
Er hatte sich wieder an die Bar gesetzt, und nachdem er sich ein Bier bestellt hatte, drehte er sich mit dem Rücken zum Tresen und sein Blick schweifte durch die Bar.
Doch sie war nicht da. Naja, wiese sollte sie auch ausgerechnet heute da sein.
Als er sich wieder umdrehte um sich sein Bier zu nehmen, sprach der Barkeeper ihn an.
âHey, du bist nicht zufällig Jess, oder?â
âDoch, bin ich, wieso?â
âHier, das hat mir Celia vorgestern gegeben.â
Er hielt Jess einen Zettel entgegen.
âIch sollte es dem âsüÃen Kerl, mit den braunen Haaren, und wunderschönen Augenâ geben.â
Der Barkeeper sah Jess ein wenig verlegen an.
âNicht, dass ich dich süà finde, keine Angst, aber du bist der erste Kerl den ich in den letzten Tagen gesehen habe, der Celia interessieren könnte.â
âDu kennst Celia?â, fragte Jess während er las, was auf dem Zettel stand.
Ruf mich mal an, und darunter ihre Nummer.
âJa, sie war in letzter Zeit öfter hier, auÃerdem ist sie meine Cousine. Aber seit gestern hat sie einen Job, und nicht mehr soviel Zeit um herzukommen.â
âAchso, ja, ähmâ Er wusste nicht mehr was er jetzt noch in der Bar sollte. âDann werde ich auch mal wieder.â
Jess leerte sein Glas mit einem Zug.
âEine Frage noch..?â
âPaul.â
âEine Frage noch Paul. Wo arbeitet sie denn?â
âUnten, am Strand, in einem kleinen Imbiss.â
Oh nein, könnte das wirklich sein?
Ich war gestern nicht bei der Arbeit, und Jimmy hat ja schon öfter gesagt, dass er noch mehr Hilfe braucht.
Aber das wäre ein viel zu groÃer Zufall.
SchlieÃlich ist das ja nicht der einzige Imbiss am Strand.
Aber es wäre möglich...
In Gedanken versunken verlieà Jess die Bar, den Zettel immer noch fest umklammert.
*Hartford*
Rory und Lorelai standen vor der Tür, doch keiner wollte klingeln.
âIch will da nicht rein. Sie werden mich schon wieder fragen ob ich einen Freund habe, oder meine Mutter wird es schon wissen, ich denke sowieso immer sie kann in meinen Kopf sehen und meine Gedanken lesen. Und dann werde ich Luke nächsten Freitag mitbringen müssen und dann wird er nie wieder ein Wort mit mir reden. Lass uns lieber nach Rom fliegen, dort können wir uns den Löwen zum Fraà vorwerfen, das wäre doch viel lustiger, los komm schon!â
Lorelai zog Rory am Arm und wollte Richtung Auto gehen.
Doch da wurde die Tür schon geöffnet, und Emily höchstpersönlich stand im Eingang.
âLorelai, wo willst du denn hin?â
âAch, hallo Mum. Ich⦠ich habe meine Tasche im Auto vergessen.â
âDu hast deine Tasche in der Handâ, erwiderte Emily kühl.
âOh, da ist sie ja. Danke, dass du sie gefunden hast!â, sagte Lorelai gespielt erleichtert. âLos komm jetzt, sie hat uns gesehen, und je eher wir drin sind, sind wir auch wieder drauÃen!â, flüsterte Lorelai ihrer Tochter zu.
âDas habe ich gehört!â, rief Emily, die schon ins Wohnzimmer vorgegangen war.
âMistâ, schimpfte Lorelai, während sie dem neuen Dienstmädchen ihre Jacke gab.
Als sie gerade mit dem Essen begannen hatten, begann Richard etwas zu verkünden. âEmily und ich haben beschlossen, nächste Woche Freitag eine kleine Party zu veranstalten, anstatt unseres Abendessens.â
âAus welchem Anlass?â, fragte Rory, während sie ihr Gemüse auf dem Teller hin und herschob.
âNaja, unsere Enkelin geht nach Yale, das reicht doch als Anlass. Wir haben viele alte Yale-Freunde eingeladen. Und du wirst ja bestimmt in deiner ersten Woche auch jede Menge nette Leute in Yale kennen lernen, die natürlich auch alle eingeladen sind.â
Lorelai wollte am liebsten einen kleinen Freudentanz veranstalten, denn das Freitag-Abendessen würde ausfallen.
Doch dann ergriff Emily das Wort: âDu wirst auch kommen Lorelai, nur weil wir nicht alleine sein werden, hast du trotzdem hier zu erscheinen. Meinetwegen kannst du auch jemanden mitbringen, oder über deinen Balkon abhauen. Wer weià wie viele Wege du aus diesem Haus heraus kennst, ohne dass man es bemerktâ, sagte Emily sarkastisch.
Oh, es sind eine ganze Menge.
Lorelai grinste verschmitzt.
âAlso, die Party beginnt um 19 Uhr, ihr erscheint beide, Lorelai keine Widerrede, und jetzt wünsche ich noch einen Guten Appetit!â
Damit war für Emily das Gespräch beendet, und auch die anderen sagten nichts mehr dazu.
Na das kann ja heiter werdenâ¦
Nach dem Abendessen wollten die beiden eigentlich sofort nach hause, da es recht spät geworden war, doch als sie bemerkten, dass Luke noch geöffnet hatte, beschlossen sie, doch noch einen kleinen Abstecher zu ihm zu machen.
âHey Luke!â, rief Rory ihm zu und ging Richtung Tresen.
Ihre Mutter, die kurz darauf hineinkam tat es ihr gleich.
âHey Rory!â, begrüÃte er sie âUnd hallo mein Schatz!â
Er schaute Lorelai glücklich an, und beugte sich dann nach vorne um ihr einen Kuss zu geben.
âSchaahaatz?,â Lorelai sah Luke mit groÃen Augen an.
âIst es für Kaffee nicht schon ein wenig spät?â, fragte Luke mit ernster Miene.
âWas denkst du dir, für Kaffee ist es nie zu spät!â Lorelai war zutiefst empört.
Doch dann konnte Luke sich das Grinsen nicht mehr verkneifen.
âHey, ärger mich nicht so wenn es um Kaffee geht!â
Nun musste auch Lorelai grinsen.
Rory, die sich die Turtelei der beiden nicht länger ansehen wollte, war unbemerkt hinter die Theke gegangen, hatte sich einen Kaffee eingeschenkt und sich dann wieder neben ihre Mum gesetzt.
âHey, kannst du zaubern?â
Lorelai starrte mit einem erstaunten Blick den Kaffee an.
âNein, leider nicht, und warten kann ich auch nicht.â
âSchade, dass du nicht zaubern kannst. Sonst hätte ich dir für Halloween ein âBezaubernde Jeannieâ-Kostüm nähen können. Du hättest richtig süà darin ausgesehen!â
Luke, der Lorelai gerade eine Tasse mit frischem, dampfendem Kaffe hinstellte musste schmunzeln. Er fand es einfach immer wieder toll, wie die beiden sich verstanden und gegenseitig necken konnten.
Sie ist so schön, dass es schon fast weh tut sie anzusehen.
Ich kann einfach nicht glauben, dass sie mit mir zusammen ist.
âHey Luke, alles ok?â Rory bewegte ihre Hand vor Lukeâs Gesicht auf und ab. Er zuckte kurz zusammen. âHm, was, tut mir leid, ich habe gerade nicht zugehört.â
âDas habe ich gemerkt. Naja, ich wollte dir eigentlich nur sagen, dass ich jetzt nach hause gehe. Es ist schon spät, und ich habe bis Montag noch eine ganze Menge zu tun.â, meinte Rory.
âJa ok, bis morgen dann!â, Luke war es peinlich, dass er so in seinen Tagtraum versunken gewesen war.
Rory stand schon in der Tür als sie sich noch kurz umdrehte. âÃhm, Mum komm mal bitte kurz!â
âKlar SüÃe, was gibtâs denn?â, fragte Lorelai ihre Tochter.
âNaja, ich wollte dich nur fragen, ob du heute Nacht hier bleiben willst.â
âWieso fragst du? Möchtest du dass ich noch nach Hause komme?â
âAch, nein, das nicht, aber ich würde morgen gerne mal mit dir reden. Also könntest du vor dem Frühstück noch mal kurz nachhause kommen?â
âJa, klar, kein Problem!â
âOk, ich hab dich lieb Mum!â
âIch hab dich doch auch lieb, meine kleine!â
Rory umarmte ihre Mutter noch kurz, und verlieà dann das Diner.
Lorelai sah ihr verwundert hinterher.
Was ist nur los mit ihr?
*Rory*
Langsam hielt sie es nicht mehr aus.
Sie fühlte sich noch nicht einmal mehr im Diner wohl, und das nur weil sie so vieles dort an Jess erinnerte.
Die Theke, hinter der er so oft gestanden hatte (wenn auch nicht immer freiwillig).
Der Vorhang, zur Treppe nach oben, die sie so oft zusammen raufgegangen waren.
Der Tisch, an dem sie immer zusammen gegessen hatten, und an dem sie ihm auch schon Nachhilfe gegeben hatte.
Sie hatte es einfach nicht mehr ausgehalten dort zu sein.
Und sie musste dringend mit ihrer Mum über alles reden.
Ãber Jess, über Dean, darüber wie sie sich fühlte, einfach alles.
Natürlich könnte sie auch noch mal mit Lane reden, aber das war einfach nicht dasselbe. Zwischen Rory und ihrer Mutter, war eine viel stärkere Verbindung, als sie jemals zwischen zwei anderen Menschen sein könnte.
Mutter und Tochter, beste Freundinnen.
Rory seufzte kurz, als sie die Tür aufschloss, und langsam hineinging.
Bald bin ich von allem abgelenkt.
Ãbermorgen ziehe ich nach Yale und dort werde ich soviel zu tun haben, dass ich gar keine Zeit mehr habe meine Gedanken zu verschwenden.
Denn er ist es nicht wert an ihn zu denken.
Nicht mehr.
Doch das alles war gar nicht so einfach.
Als Rory sich ins Bett legte, und nach einem Buch greifen wollte, um noch ein wenig zu lesen, hatte sie nach und nach nur Bücher in den Händen, die er entweder auch gelesen hatte, oder zu denen sie ihn immer wieder überreden wollte.
Nichts konnte sie ablenken, und so beschloss Rory, zu schlafen, um sich in ihre Träume zu flüchten und nicht ans Aufwachen zu denken.
Natürlich würden auch ihre Träume von Jess handeln, aber immerhin war er in ihrem Träumen immer da, immer bei ihr, und so konnte sie, wenigstens im Schlaf, endlich glücklich sein.