05.06.2006, 20:46
Izzie schrieb:Doch ich frag mich immer wieder, warum hat Rory das getan?Das kommt noch, versprochen.
Kaddi schrieb:wow!!!einfach nur wow!!*hut ab nehm**tausend mal verbeug*Wow, eine neue Leserin! Wie schön!
du kannst echt soooo super schreiben!!die geschichte is zwar soooo tarurig aber einfach nur umwerfend*umfall*!!!!
ich musste beim lesen soo heulen!!!!konnt an manchen stellen vor lauter tränen den text gar nich mehr sehen!!*cry*
du bist echt super!!!
lg kaddi
Also, neues Kapitel!
Heute gewidmet an Colorblind.
Kapitel 12
Vorsichtig öffnete Luke die Tür zu seinem Appartement über dem Diner und betrat leise seine so genannte Küche. Seit zwei Wochen war Lorelai nun bei ihm und wie jeden Morgen starrte sie gedankenverloren aus dem Fenster. Er hatte ihr Frühstück heute gar nicht erst gemacht, denn er wusste, dass sie es sowieso nicht essen würde. Jeden Morgen in den letzten zwei Wochen hatte er ihr entweder Pancakes, Muffins oder irgendeines ihrer anderen Lieblingsgerichte gebracht und jedes Mal hatte sie sich geweigert oder das Ganze dann in sich hinein gequält und sich danach sofort im Badezimmer übergeben. Was er ihr auf Rorys Beerdigung gesagt hatte, stimmte zwar, doch wusste er deshalb noch lange nicht, wie er ihr jetzt noch helfen konnte. Sie lieà niemanden an sich heran seit sie vor Rorys Grab zusammen gebrochen war.
âAlso, am besten fang ich am Anfang an, nicht wahr?â
Luke stand neben Lorelai und sie lehnte sich an seinen schwarz gekleideten Körper. Er spürte, wie sie den Drang verspürte wegzurennen. Genau das war es, was sie wollte; wegrennen vor der Wahrheit, vor der Zukunft, vor der Vergangenheit.
Seufzend drehte Lorelai sich um. Sie wusste, dass Luke hinter ihr stand; auch wenn er sich bemüht hatte keinen Laut von sich zu geben, hatte sie doch gemerkt, wie er hereingekommen war. Jeden Morgen merkte sie, wie er sich leise hereinschlich um ihr Frühstück zu bringen. Und jeden verdammten Morgen stellte sich ihr die Frage, ob er es ernst gemeint hatte. Vielleicht hatte er das ja nur gesagt, damit sie weiter sprach oder damit sie dort endlich fertig wurden. Intuitiv schüttelte sie ihren Kopf, um sich diesen Gedanken wieder aus dem Kopf zu schlagen. So etwas würde er nie tun; das wusste sie und doch hatte sich der Gedanke in ihrem Gehirn fest verankert. Er hat Rory wie seine eigene Tochter geliebt. Du hast es doch selbst gehört. Sie war sich sicher, dass Luke nie etwas Derartiges sagen würde, nur damit er endlich gehen konnte. Wie hatte sie auch nur eine Sekunde daran denken können, dass Luke zu so etwas fähig wäre?
âKein Frühstück heute?â Ihre Stimme war rau und heiser. Er starrte sie mit leeren Augen an; Augen, die ihr sagten, dass er wusste, dass sie es sowieso nicht essen würde.
âNein. Aber vielleicht⦠vielleicht⦠Siehst du, ich dachte, wir könnten heute kurz bei dir zu Hause vorbeifahren.â Er sah einen Moment lang in ihre kalten, starren Augen bevor er fortfuhr. Er hatte keine Reaktion von ihr erwartet, aber es tat trotzdem weh sie so gefühlstaub zu sehen.
âIch will ja gar nicht, dass du dort bleibst, um Gottes willen, nein. Das will ich dir gar nicht zumuten, ich will nur, dass du mitkommst, wenn ich dir ein paar neue Sachen hole.â Obwohl sie nicht widersprach, hatte immer das Gefühl, das er sich rechtfertigen musste. Er wollte doch nur, dass es ihr besser ging, jedoch schien es manchmal so, als ob Lorelai gar nicht mehr unter ihnen verweilte. Sie zog sich stundenlang in ihre eigene kleine Welt zurück; eine Welt, in der Rory allem Anschein nach noch lebte, denn manchmal konnte man sie lächeln sehen, wenn ihre Augen wieder einmal nur ihre leere Seele widerspiegelten. Apathisch nickte sie leicht mit dem Kopf. Wenn er sie darum bat, dann würde sie nicht nein sagen. Ihr war von Anfang an bewusst gewesen, dass sie irgendwann wieder zurück musste und womöglich war jetzt der richtige Augenblick gekommen. Es war fast drei Wochen her, seitdem sie Rory gefunden hatte und ihr war klar, dass sie nicht einfach in der Zeit stehen bleiben konnte.
Sie legte einen Strauà Sonnenblumen auf den Sarg und daneben einen weiteren Strauà mit roten Rosen. In jedem Strauà befanden sich 17 Blumen, die das Alter Rorys repräsentierten. Weinend brach Lorelai zusammen, als der Sarg in die Graböffnung heruntergelassen wurde. Während der Sarg hinuntergelassen wurde, verabschiedete sich jeder noch einmal von Rory mit einem Handkuss und einer Sonnenblume. Lorelai lag nun endgültig am Boden; kaum einer schien noch etwas anderes zu sehen, als Lorelai, wie sie schluchzend in sich zusammenfiel. Luke hob sie sachte auf und während alle anderen immer noch am Grab ihre Blumen zu Rorys Sarg hinunterwarfen brachte er sie in sein Appartement. Mit beinahe ritterlichen Schritten trug er Lorelai in Richtung Diner; seine sonst so starken Arme versagten beinahe. Nicht wegen ihrem Gewicht, denn sie war leichter als eine Elfe, sondern wegen der Trauer, die ihn übermannte. Er kam in seinem Appartement an und legte Lorelai wie eine Göttin auf seinem Bett ab. Fürsorglich strich er ihre groÃen dunklen Locken aus ihrem Gesicht, während sie unter seiner Obhut einschlief.
âDann lass uns am besten gleich fahren. Cesar schafft es auch mal eine Stunde ohne mich.â Wieder nickte sie mit gleichgültigem Blick. Vorsichtig nahm er ihre Hand; er sah sie fragend an, ob er es denn auch tun durfte; ihre Antwort kam prompt; ihre Hand schloss sich um die seine und lieà sie nicht wieder los.
TBC?
Wenn mich jeder mögen würde, dann wäre ich Käsekuchen!


