17.06.2006, 11:06
Trotz das nur Franny FB gegeben hat (Danke übrigens :knuddel: ) stell ich den nächsten Teil jetzt rein und werde zukünftig den neuen Teil immer am Samstag on stellen!
So
Es war der sonnigste Samstagmorgen seit langem. Die Vögel zwitscherten und auch im Hause der Gilmores war schon Leben eingekehrt. Lorelai war sehr aufgeregt, schlieÃlich war heute ihr Junggesellinnen-Abschied. Auch Rory war schon wach. "Das gestern war einfach traumhaft", sagte Rory an Lorelai gewandt. Lorelai nickte. Rory hatte ihr gleich, nachdem sie gestern Abend nach Hause kam, völlig aufgeregt von den Ereignissen erzählt. Eine Doppelhochzeit war genau das, was Rory sich wünschte. "Mum, hast du eigentlich noch einmal mit Dad gesprochen, nach eurem Streit?", fragte Rory ihre Mutter etwas besorgt. "Mehr als guten Morgen und Nacht war nicht drin. Ich werde aber heute mit ihm sprechen", versprach Lorelai ihrer Tochter.
Und da war auch schon die Gelegenheit. Chris kam in Boxershorts verschlafen zur Küche hinein. "Morgen", brachte er knapp heraus. Er nickte Rory nur kurz zu, Lorelais Blick mied er. Rory konnte sich nicht mehr zurückhalten "Dad, ich werde Dean heiraten, es wird eine Doppelhochzeit geben!" Rory war so glücklich. Chris umarmte seine Tochter "Das ist ja wunderbar", entgegnete er ehrlich und stolz auf seine Tochter. Einerseits freute Chris sich, dass Rory heiratete, anderseits schreckte er bei dem Begriff Doppelhochzeit zurück. Seit dem Streit mit Lorelai hatte er nicht mehr mit ihr gesprochen. Rory stahl sich unbemerkt aus der Küche, sie wollte, dass ihre Mum und ihr Dad sich aussprachen. "So Rory heiratet und was ist mit uns?", fragte Chris ratlos mit dem Kopf zu Lorelai geneigt. Sie antwortete sofort: "Natürlich heiraten wir auch. Ich liebe dich doch und da kann sich kein Luke der Welt zwischen uns stellen" Christopher war froh über diese Antwort. "Komm lass uns den blöden Streit von letztens vergessen, schlieÃlich heiraten wir in zwei Tagen und heute haben wir noch die Junggesellenabschied-Partys vor uns" Lorelai stimmte Chris zu. Sie war sehr froh, dass Chris ihr vergab. Lorelai konnte es noch immer nicht fassen, sie würde in vier Tagen den Mann den sie liebte heiraten, doch sie würde einen anderen Mann verletzen.
"Komm Mum, es ist schon acht. Unsere Gäste erwarten uns sicher schon", drängte Rory ihre Mum, denn mit Pünktlichkeit hatte es Lorelai nicht gerade. "Jaja, Hauptsache ich bin vorm Traualtar pünktlich", gab sie zurück. Lorelai und Rory hatten viele ihrer Freundinnen eingeladen: Lane, Paris, Miss Patty, Sookie, nicht zu vergessen Emily, die sich mehr oder wenige selber eingeladen hatte und natürlich viele mehr. Lorelai und Rory malten sich während der Fahrt nach Hartford, wo die Party stattfinden sollte, aus, was ihre Freunde wohl organisiert hätten. "Ich wette, Sookie wollte uns eine Torte wo ein Stripper rauskommt organisieren, aber Emily wusste das sicher zu verhindern." Lorelai freute sich richtig. Sie war ein richtiger Party Mensch und brauchte das ab und zu. Rory hingegen hätte sich heute lieber mit ihrem Zukünftigen ein paar schlechte Filme angeschaut, doch der Junggesellinnen-Abschied war Tradition. SchlieÃlich erklärte Rory sich nach langem Betteln und Bestechen ihrer Mutter dazu bereit, heute alles mit sich machen zu lassen. Als sie ankamen, war nichts und niemand zu sehen, im Haus war kein Licht an, auch keine Autos standen vor dem Haus. "Ach sicher wird gleich das Licht angehen und wir werden auf einem Elefanten ins Haus reiten.", witzelte Lorelai. Rory ging vor zur Tür und sah, dass an der Türklinke ein groÃer gelber Umschlag klebte. Rory öffnete den Umschlag, nun kam auch Lorelai hinzu. Rory las laut vor: "Kommt mit dem Roller, der hinter dem Haus steht, zum Club Diction, dort erwarten wir euch." Rory verdrehte die Augen, sie hatte keine Lust auf irgendein kindisches Versteckspiel. Das war Rorys Problem, sie konnte nicht entspannen, sie sah immer alles zu ernst. Ihre Welt besteht nur aus lernen und anderen helfen. Lane meinte oft, dass das ist der Grund sei, warum sie so gut zu Dean passe, und nicht zu Jess, der gefährlich, ja sogar explosiv war und alles ausprobierte. Manchmal vermisste Rory diese Zeit mit Jess, doch letztendlich war sie froh, jemanden wie Dean zum Freund, und bald auch zum Mann zu haben. Jess und sie konnten nicht einfach nur Freunde sein, dazu waren sie viel zu verschieden, doch vielleicht war es gerade das, was ihre Beziehung so besonders machte. Sie ergänzten sich einander perfekt. Lorelai riss ihre Tochter aus den Gedanken "Komm schon. Aber ich fahre.", neckte Lorelai sie. Rory demonstrierte: "Oh nein, auf keinen Fall lass ich dich fahren, ich weià noch, wie du mal einen ganzen Tag mit Lukes Wagen rückwärts durch die Stadt gefahren bist, nur weil du den Vorwärtsgang nicht reinbekommen hast." "Wenigstens bin ich keine Hirschmörderin.", gab Lorelai lachend zurück. Rory wusste genau, was ihre Mutter meinte. Als Rory einmal nach Chilton fahren wollte ist ihr ein Hirsch ins Auto gerannt, doch Rory konnte nichts dafür. "Er war noch am leben." SchlieÃlich einigten sich die beiden durch Klick, Klack, Kluck spielen, dass Rory fahren würde. Die beiden stiegen auf den Roller. Rory kam relativ gut zurecht und fuhr schlieÃlich so schnell es ging. Es war nicht weit bis zu dem besagten Club. Rory meinte es seien ungefähr fünf Meilen. Sie fuhr immer schneller, schlieÃlich übertrat sie die gesetzliche Höchstgeschwindigkeit. "Oh nein, die Polizei!" Rory bekam Panik, Lorelai hingegen sah das locker. Ein Polizeiwagen fuhr vor ihnen mit der Aufschrift "Bitte folgen". Sie waren doch schon fast da, warum musste das ausgerechnet jetzt passieren? Rory und Lorelai stiegen ab und der Polizeiofficer stieg aus seinem Wagen aus. "Der ist aber heiÃ." flüsterte Lorelai ihrer Tochter zu "Mum!" gab Rory entsetzt zurück. Sie konnte nicht fassen, dass ihre Mum in so einer Situation ruhig blieb und sogar noch Witze riss.
Rory rechnete mit dem Schlimmsten, doch als sie sah, dass sie genau vor dem Partyclub Diction standen war ihr alles klar. Trotzdem spielte sie mit, schlieÃlich hatte sie das ihrer Mutter versprochen und sie wollte Lorelai auch nicht enttäuschen "Sie sind zu schnell gefahren.", fing der Officer an. Rory blieb stumm. Lorelai meldete sich aufgeweckt zu Wort. "Ja und was machen wir jetzt?" "Erstmal möchte ich ihre Fahrerlaubnis sehen und dann möchte ich sie..." er stockte. "Gilmore" gab Rory zurück. "Sie, Miss Gilmore und ihre Schwester bitten mir bitte hier hinein zu folgen, um alles zu regeln." Lorelai lachte laut. Schwestern, oft hielten die Leute die beiden für Schwestern. Lorelai verbesserte den Polizist aber nicht, sie fand das amüsant.
Schweigend folgten sie ihm. Dann, ohne Vorwarnung (Rory wusste natürlich, was jetzt kommt) strippte der Officer vor Lorelai und Rory und führte sie weiter in den Club. "Wow. Emily hat’s doch nicht geschafft!",jubelte Lorelai los. All ihre Freunde waren da, von Lane über Sookie bis Miss Patty. Beide strahlten übers ganze Gesicht, auch Rory, die immer mehr gefallen an dem feucht fröhlichen Vergnügen fand.
Auch bei Chris´ und Deans Jungessellen Abschied ging es heià her. Sie feierten mit Jackson, Kyle, Richard und ein paar anderen im Poolhaus der Gilmores. "Call" verkündete Richard laut, mit einer Zigarre im Mund. Die Männer pokerten. Alle spielten mit. Für Dean sah es nicht gut aus, Chris jedoch steigerte sich immer mehr in das Spiel hinein, bis er schlieÃlich mit Richard im Finale stand. Die beiden waren schon leicht angetrunken. "Na dann zeig mal was du kannst, alter Mann." sagte Christopher im Spaà zu Richard. "Mich hat noch nie jemand einen alten Mann genannt. Na warte nur Christopher, ich werde dir den letzten Cent aus der Tasche ziehen.", gab Rorys Grandpa lachend zurück. Rory konnte sich gar nicht vorstellen, dass ihr Grandpa so ein Partylöwe war, sonst war er eher ruhig und sehr gebildet. Auch Dean hatte seinen SpaÃ. Er, Jackson und Kyle veranstalteten Trinkspiele. Dean hatte keine Glückssträhne, doch das störte ihn nicht, schlieÃlich heiÃt es ja: Wer Pech im Spiel hat, hat Glück in der Liebe. Darauf appellierte Dean. "Ich ruf nur einmal kurz Rory an und sehe was sie so macht." Jackson widersprach ihm aber sofort. "Junge, das ist dein Jungesellenabschied, da rufst du nicht deine Zukünftige an." SchlieÃlich willigte Dean ein und wand sich Chris zu. "Hast du nun gewonnen?" fragte Dean ihn. Er und Chris verstanden sich blendend. Manchmal waren sie wie Brüder, die durch dick und dünn gingen. "Nein, aber du weiÃt ja: Wer Pech im Spiel hat...", lallte Chris. "...hat Glück in der Liebe." beendete Dean den Satz für ihn. Chris war schon betrunken, Dean hingegen hatte gerade einmal ein Bier getrunken.
Es war schon spät, vier Uhr in der Nacht. "Chris, ich glaube wir sollten langsam gehen, es ist schon spät.", forderte Dean Chris auf. Chris wehrte sich erst dagegen, doch dann lieà er sich halb schlafend in das Haus der Gilmores tragen.
Es war ein trüber Tag in Stars Hollow. Es regnete schon am Morgen ununterbrochen. Die Blätter der Bäume bewegten sich sanft im kühlen Wind. Alles war saftgrün, die Wiesen, sowie die Blätter der Bäume, als auch all die anderen Blumen. Es hatte lange nicht mehr geregnet in Stars Hollow, die Bewohner der Kleinstadt waren sehr froh über diesen lang ersehnten Regen. Ãberall liefen die Leute vor Glück auf die StraÃe, Taylor organisierte "Das ultimative Regenfest" und auch in Lukes Diner war Hochbetrieb. Nur im Hause von Lorelai und Rory Gilmore herrschte Stille. Das einzige was sich dort bewegte war der tropfende Wasserhahn. Luke sollte ihn schon seit Monaten reparieren, doch nach der Trennung von Lorelai geriet dies ganz in Vergessenheit. Es war schon zehn Uhr am Morgen, als sich endlich etwas tat. Rory wachte langsam und sanft vom Vogelgezwitscher auf. Sie gähnte laut und ausgiebig. Es dauerte noch eine Weile, bis sie schlieÃlich aufstand und sich eine Dusche gönnte. Rory erinnerte sich nur wage an die gestrige Nacht. Sie und Lorelai kamen erst spät nach Hause und fielen dann todmüde ins Bett. Rory hatte einen Kater, den ersten Kater ihres Lebens. Langsam steuerte sie auf die Küche zu um eine Aspirin Tablette einzunehmen. "Morgen Rory." Rory erschrak fürchterlich, als ihre Mutter sie plötzlich ansprach. Sie zuckte kurz zusammen und entgenete dann schlieÃlich müde: "Ich hab einen Kater." "Der erste Kater deines Lebens!", verkündete Lorelai stolz. Ihr ging es einigermaÃen gut, sie war solche Partys schlieÃlich gewöhnt. "Früstück bei Luke?", fragte Rory ihre Mutter. "Rory, du weiÃt, Luke und ich...", entgenete Lorelai ihr zögernd. "Klar doch, das versteh ich, dann eben nicht." Rory war etwas enttäuscht, doch sie konnte ihre Mutter verstehen. Ihr fehlten die Besuche bei Luke, das tolle Frühstück und der beste Kaffee von ganz Connetticut. Doch es half nichts, da musste sie nun einmal durch.
Im Laufe des Tages ging es den Beiden immer besser. Doch sie einigten sich erst einmal darauf, heute zu Hause zu bleiben. „Na Schatz, was wollen wir machen? Einen Film anschauen?“ „Ja, Willy Wonka und die Schokoladenfabrik haben wir lange nicht mehr gesehen“ gab Rory zurück. Lorelai war einverstanden und machte sich auf den Weg zur Videothek. Rory wusste nicht was sie tun sollte. SchlieÃlich entschloss sie sich dazu, einmal ihren Schrank zu durchstöbern und überflüssiges auszusortieren. Sie sortierte alte Kleidungstücke aus und legte einige auf die Seite. Dann entdeckte sie ihre alte Chilton Uniform. Sie hatte es nie leicht in Chilton, sie hatte keine Freunde. Nur einen lästigen Verehrer namens Tristan und eine Klassenkameradin, die sie hasste. Doch das hatte sich im Laufe ihrer Schulzeit dort geändert. Sie hatte in Chilton eine Freundin fürs Leben gefunden. Paris Geller. Nach einigen Anfangsschwierigkeiten freundeten sie sich schlieÃlich an und wurden gute Freundinnen. Rory dachte maschmal, dass Paris und Jess gut zusammenpassen würden. Beide waren sehr intelligent und sarkastisch. Rory stöberte noch eine Weile in ihrem Schrank, doch dann fiel Rory etwas ein, der Test. Sie musste noch den Schwangerschaftstest machen. Bei dem Gedanken an diesen Test wurde es Rory ganz mulmig zumute. Sie hatte ihn einige Wochen lang vergessen, doch als sie jetzt an ihn dachte, schlug ihr Herz höher. Eigentlich hatte sie keine Anzeichen für eine Schwangerschaft entdeckt, doch bei einigen kam das eben später, dachte Rory. Sie holte den Test aus ihrer Schublade und begab sich ins Bad. Rory hatte Angst. Sie las sich die Gebrauchsanweisung durch und führte alles so aus, wie beschrieben. Jetzt musste sie nur noch fünf Minuten warten. Das waren wahrscheinlich die schlimmsten fünf Minuten ihres Lebens. Diese Ungewissheit. Es war soweit. Würde sich das kleine Feld blau oder rot färben, würde sie ein Kind erwarten oder nicht? Rory fühlte sich hilflos. Sie wusste nicht, ob sich das Feld blau oder rot färben sollte. Es war der Augenblick gekommen, der Augenblick, der ihre Zukunft in der Hand hatte. Rory neigte langsam ihren Kopf nach unten und schaute gespannt auf den Test …
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Es war der sonnigste Samstagmorgen seit langem. Die Vögel zwitscherten und auch im Hause der Gilmores war schon Leben eingekehrt. Lorelai war sehr aufgeregt, schlieÃlich war heute ihr Junggesellinnen-Abschied. Auch Rory war schon wach. "Das gestern war einfach traumhaft", sagte Rory an Lorelai gewandt. Lorelai nickte. Rory hatte ihr gleich, nachdem sie gestern Abend nach Hause kam, völlig aufgeregt von den Ereignissen erzählt. Eine Doppelhochzeit war genau das, was Rory sich wünschte. "Mum, hast du eigentlich noch einmal mit Dad gesprochen, nach eurem Streit?", fragte Rory ihre Mutter etwas besorgt. "Mehr als guten Morgen und Nacht war nicht drin. Ich werde aber heute mit ihm sprechen", versprach Lorelai ihrer Tochter.
Und da war auch schon die Gelegenheit. Chris kam in Boxershorts verschlafen zur Küche hinein. "Morgen", brachte er knapp heraus. Er nickte Rory nur kurz zu, Lorelais Blick mied er. Rory konnte sich nicht mehr zurückhalten "Dad, ich werde Dean heiraten, es wird eine Doppelhochzeit geben!" Rory war so glücklich. Chris umarmte seine Tochter "Das ist ja wunderbar", entgegnete er ehrlich und stolz auf seine Tochter. Einerseits freute Chris sich, dass Rory heiratete, anderseits schreckte er bei dem Begriff Doppelhochzeit zurück. Seit dem Streit mit Lorelai hatte er nicht mehr mit ihr gesprochen. Rory stahl sich unbemerkt aus der Küche, sie wollte, dass ihre Mum und ihr Dad sich aussprachen. "So Rory heiratet und was ist mit uns?", fragte Chris ratlos mit dem Kopf zu Lorelai geneigt. Sie antwortete sofort: "Natürlich heiraten wir auch. Ich liebe dich doch und da kann sich kein Luke der Welt zwischen uns stellen" Christopher war froh über diese Antwort. "Komm lass uns den blöden Streit von letztens vergessen, schlieÃlich heiraten wir in zwei Tagen und heute haben wir noch die Junggesellenabschied-Partys vor uns" Lorelai stimmte Chris zu. Sie war sehr froh, dass Chris ihr vergab. Lorelai konnte es noch immer nicht fassen, sie würde in vier Tagen den Mann den sie liebte heiraten, doch sie würde einen anderen Mann verletzen.
"Komm Mum, es ist schon acht. Unsere Gäste erwarten uns sicher schon", drängte Rory ihre Mum, denn mit Pünktlichkeit hatte es Lorelai nicht gerade. "Jaja, Hauptsache ich bin vorm Traualtar pünktlich", gab sie zurück. Lorelai und Rory hatten viele ihrer Freundinnen eingeladen: Lane, Paris, Miss Patty, Sookie, nicht zu vergessen Emily, die sich mehr oder wenige selber eingeladen hatte und natürlich viele mehr. Lorelai und Rory malten sich während der Fahrt nach Hartford, wo die Party stattfinden sollte, aus, was ihre Freunde wohl organisiert hätten. "Ich wette, Sookie wollte uns eine Torte wo ein Stripper rauskommt organisieren, aber Emily wusste das sicher zu verhindern." Lorelai freute sich richtig. Sie war ein richtiger Party Mensch und brauchte das ab und zu. Rory hingegen hätte sich heute lieber mit ihrem Zukünftigen ein paar schlechte Filme angeschaut, doch der Junggesellinnen-Abschied war Tradition. SchlieÃlich erklärte Rory sich nach langem Betteln und Bestechen ihrer Mutter dazu bereit, heute alles mit sich machen zu lassen. Als sie ankamen, war nichts und niemand zu sehen, im Haus war kein Licht an, auch keine Autos standen vor dem Haus. "Ach sicher wird gleich das Licht angehen und wir werden auf einem Elefanten ins Haus reiten.", witzelte Lorelai. Rory ging vor zur Tür und sah, dass an der Türklinke ein groÃer gelber Umschlag klebte. Rory öffnete den Umschlag, nun kam auch Lorelai hinzu. Rory las laut vor: "Kommt mit dem Roller, der hinter dem Haus steht, zum Club Diction, dort erwarten wir euch." Rory verdrehte die Augen, sie hatte keine Lust auf irgendein kindisches Versteckspiel. Das war Rorys Problem, sie konnte nicht entspannen, sie sah immer alles zu ernst. Ihre Welt besteht nur aus lernen und anderen helfen. Lane meinte oft, dass das ist der Grund sei, warum sie so gut zu Dean passe, und nicht zu Jess, der gefährlich, ja sogar explosiv war und alles ausprobierte. Manchmal vermisste Rory diese Zeit mit Jess, doch letztendlich war sie froh, jemanden wie Dean zum Freund, und bald auch zum Mann zu haben. Jess und sie konnten nicht einfach nur Freunde sein, dazu waren sie viel zu verschieden, doch vielleicht war es gerade das, was ihre Beziehung so besonders machte. Sie ergänzten sich einander perfekt. Lorelai riss ihre Tochter aus den Gedanken "Komm schon. Aber ich fahre.", neckte Lorelai sie. Rory demonstrierte: "Oh nein, auf keinen Fall lass ich dich fahren, ich weià noch, wie du mal einen ganzen Tag mit Lukes Wagen rückwärts durch die Stadt gefahren bist, nur weil du den Vorwärtsgang nicht reinbekommen hast." "Wenigstens bin ich keine Hirschmörderin.", gab Lorelai lachend zurück. Rory wusste genau, was ihre Mutter meinte. Als Rory einmal nach Chilton fahren wollte ist ihr ein Hirsch ins Auto gerannt, doch Rory konnte nichts dafür. "Er war noch am leben." SchlieÃlich einigten sich die beiden durch Klick, Klack, Kluck spielen, dass Rory fahren würde. Die beiden stiegen auf den Roller. Rory kam relativ gut zurecht und fuhr schlieÃlich so schnell es ging. Es war nicht weit bis zu dem besagten Club. Rory meinte es seien ungefähr fünf Meilen. Sie fuhr immer schneller, schlieÃlich übertrat sie die gesetzliche Höchstgeschwindigkeit. "Oh nein, die Polizei!" Rory bekam Panik, Lorelai hingegen sah das locker. Ein Polizeiwagen fuhr vor ihnen mit der Aufschrift "Bitte folgen". Sie waren doch schon fast da, warum musste das ausgerechnet jetzt passieren? Rory und Lorelai stiegen ab und der Polizeiofficer stieg aus seinem Wagen aus. "Der ist aber heiÃ." flüsterte Lorelai ihrer Tochter zu "Mum!" gab Rory entsetzt zurück. Sie konnte nicht fassen, dass ihre Mum in so einer Situation ruhig blieb und sogar noch Witze riss.
Rory rechnete mit dem Schlimmsten, doch als sie sah, dass sie genau vor dem Partyclub Diction standen war ihr alles klar. Trotzdem spielte sie mit, schlieÃlich hatte sie das ihrer Mutter versprochen und sie wollte Lorelai auch nicht enttäuschen "Sie sind zu schnell gefahren.", fing der Officer an. Rory blieb stumm. Lorelai meldete sich aufgeweckt zu Wort. "Ja und was machen wir jetzt?" "Erstmal möchte ich ihre Fahrerlaubnis sehen und dann möchte ich sie..." er stockte. "Gilmore" gab Rory zurück. "Sie, Miss Gilmore und ihre Schwester bitten mir bitte hier hinein zu folgen, um alles zu regeln." Lorelai lachte laut. Schwestern, oft hielten die Leute die beiden für Schwestern. Lorelai verbesserte den Polizist aber nicht, sie fand das amüsant.
Schweigend folgten sie ihm. Dann, ohne Vorwarnung (Rory wusste natürlich, was jetzt kommt) strippte der Officer vor Lorelai und Rory und führte sie weiter in den Club. "Wow. Emily hat’s doch nicht geschafft!",jubelte Lorelai los. All ihre Freunde waren da, von Lane über Sookie bis Miss Patty. Beide strahlten übers ganze Gesicht, auch Rory, die immer mehr gefallen an dem feucht fröhlichen Vergnügen fand.
Auch bei Chris´ und Deans Jungessellen Abschied ging es heià her. Sie feierten mit Jackson, Kyle, Richard und ein paar anderen im Poolhaus der Gilmores. "Call" verkündete Richard laut, mit einer Zigarre im Mund. Die Männer pokerten. Alle spielten mit. Für Dean sah es nicht gut aus, Chris jedoch steigerte sich immer mehr in das Spiel hinein, bis er schlieÃlich mit Richard im Finale stand. Die beiden waren schon leicht angetrunken. "Na dann zeig mal was du kannst, alter Mann." sagte Christopher im Spaà zu Richard. "Mich hat noch nie jemand einen alten Mann genannt. Na warte nur Christopher, ich werde dir den letzten Cent aus der Tasche ziehen.", gab Rorys Grandpa lachend zurück. Rory konnte sich gar nicht vorstellen, dass ihr Grandpa so ein Partylöwe war, sonst war er eher ruhig und sehr gebildet. Auch Dean hatte seinen SpaÃ. Er, Jackson und Kyle veranstalteten Trinkspiele. Dean hatte keine Glückssträhne, doch das störte ihn nicht, schlieÃlich heiÃt es ja: Wer Pech im Spiel hat, hat Glück in der Liebe. Darauf appellierte Dean. "Ich ruf nur einmal kurz Rory an und sehe was sie so macht." Jackson widersprach ihm aber sofort. "Junge, das ist dein Jungesellenabschied, da rufst du nicht deine Zukünftige an." SchlieÃlich willigte Dean ein und wand sich Chris zu. "Hast du nun gewonnen?" fragte Dean ihn. Er und Chris verstanden sich blendend. Manchmal waren sie wie Brüder, die durch dick und dünn gingen. "Nein, aber du weiÃt ja: Wer Pech im Spiel hat...", lallte Chris. "...hat Glück in der Liebe." beendete Dean den Satz für ihn. Chris war schon betrunken, Dean hingegen hatte gerade einmal ein Bier getrunken.
Es war schon spät, vier Uhr in der Nacht. "Chris, ich glaube wir sollten langsam gehen, es ist schon spät.", forderte Dean Chris auf. Chris wehrte sich erst dagegen, doch dann lieà er sich halb schlafend in das Haus der Gilmores tragen.
Es war ein trüber Tag in Stars Hollow. Es regnete schon am Morgen ununterbrochen. Die Blätter der Bäume bewegten sich sanft im kühlen Wind. Alles war saftgrün, die Wiesen, sowie die Blätter der Bäume, als auch all die anderen Blumen. Es hatte lange nicht mehr geregnet in Stars Hollow, die Bewohner der Kleinstadt waren sehr froh über diesen lang ersehnten Regen. Ãberall liefen die Leute vor Glück auf die StraÃe, Taylor organisierte "Das ultimative Regenfest" und auch in Lukes Diner war Hochbetrieb. Nur im Hause von Lorelai und Rory Gilmore herrschte Stille. Das einzige was sich dort bewegte war der tropfende Wasserhahn. Luke sollte ihn schon seit Monaten reparieren, doch nach der Trennung von Lorelai geriet dies ganz in Vergessenheit. Es war schon zehn Uhr am Morgen, als sich endlich etwas tat. Rory wachte langsam und sanft vom Vogelgezwitscher auf. Sie gähnte laut und ausgiebig. Es dauerte noch eine Weile, bis sie schlieÃlich aufstand und sich eine Dusche gönnte. Rory erinnerte sich nur wage an die gestrige Nacht. Sie und Lorelai kamen erst spät nach Hause und fielen dann todmüde ins Bett. Rory hatte einen Kater, den ersten Kater ihres Lebens. Langsam steuerte sie auf die Küche zu um eine Aspirin Tablette einzunehmen. "Morgen Rory." Rory erschrak fürchterlich, als ihre Mutter sie plötzlich ansprach. Sie zuckte kurz zusammen und entgenete dann schlieÃlich müde: "Ich hab einen Kater." "Der erste Kater deines Lebens!", verkündete Lorelai stolz. Ihr ging es einigermaÃen gut, sie war solche Partys schlieÃlich gewöhnt. "Früstück bei Luke?", fragte Rory ihre Mutter. "Rory, du weiÃt, Luke und ich...", entgenete Lorelai ihr zögernd. "Klar doch, das versteh ich, dann eben nicht." Rory war etwas enttäuscht, doch sie konnte ihre Mutter verstehen. Ihr fehlten die Besuche bei Luke, das tolle Frühstück und der beste Kaffee von ganz Connetticut. Doch es half nichts, da musste sie nun einmal durch.
Im Laufe des Tages ging es den Beiden immer besser. Doch sie einigten sich erst einmal darauf, heute zu Hause zu bleiben. „Na Schatz, was wollen wir machen? Einen Film anschauen?“ „Ja, Willy Wonka und die Schokoladenfabrik haben wir lange nicht mehr gesehen“ gab Rory zurück. Lorelai war einverstanden und machte sich auf den Weg zur Videothek. Rory wusste nicht was sie tun sollte. SchlieÃlich entschloss sie sich dazu, einmal ihren Schrank zu durchstöbern und überflüssiges auszusortieren. Sie sortierte alte Kleidungstücke aus und legte einige auf die Seite. Dann entdeckte sie ihre alte Chilton Uniform. Sie hatte es nie leicht in Chilton, sie hatte keine Freunde. Nur einen lästigen Verehrer namens Tristan und eine Klassenkameradin, die sie hasste. Doch das hatte sich im Laufe ihrer Schulzeit dort geändert. Sie hatte in Chilton eine Freundin fürs Leben gefunden. Paris Geller. Nach einigen Anfangsschwierigkeiten freundeten sie sich schlieÃlich an und wurden gute Freundinnen. Rory dachte maschmal, dass Paris und Jess gut zusammenpassen würden. Beide waren sehr intelligent und sarkastisch. Rory stöberte noch eine Weile in ihrem Schrank, doch dann fiel Rory etwas ein, der Test. Sie musste noch den Schwangerschaftstest machen. Bei dem Gedanken an diesen Test wurde es Rory ganz mulmig zumute. Sie hatte ihn einige Wochen lang vergessen, doch als sie jetzt an ihn dachte, schlug ihr Herz höher. Eigentlich hatte sie keine Anzeichen für eine Schwangerschaft entdeckt, doch bei einigen kam das eben später, dachte Rory. Sie holte den Test aus ihrer Schublade und begab sich ins Bad. Rory hatte Angst. Sie las sich die Gebrauchsanweisung durch und führte alles so aus, wie beschrieben. Jetzt musste sie nur noch fünf Minuten warten. Das waren wahrscheinlich die schlimmsten fünf Minuten ihres Lebens. Diese Ungewissheit. Es war soweit. Würde sich das kleine Feld blau oder rot färben, würde sie ein Kind erwarten oder nicht? Rory fühlte sich hilflos. Sie wusste nicht, ob sich das Feld blau oder rot färben sollte. Es war der Augenblick gekommen, der Augenblick, der ihre Zukunft in der Hand hatte. Rory neigte langsam ihren Kopf nach unten und schaute gespannt auf den Test …
Do you know the feeling of making someone happy?
How does it feel?
Relieving, good, great, fantastic, wonderful, more than wonderful. Alright.
How does it feel?
Relieving, good, great, fantastic, wonderful, more than wonderful. Alright.