02.08.2008, 11:05
wieso steht kein Mensch auf Brad pitt
naja ich tus

@TheGilmoreWay: danke für dein FB
freut mich, dass es dir gefällt .. und das es auch so "witzig" rüber kommt, wie es sein sollte 
@Jule: danke
Bin froh, dass es recht gut ankommt 
So hier, das zweite Kapitel
02 Die Jägerin
„Lassen Sie mich endlich runter.“, schreie ich so laut es mir meine Stimme erlaubt. Ganz genau, Sie haben mich richtig verstanden. Robert hält mich noch immer in seinen starken, überaus muskulösen Armen und rennt wie ein Wahnsinniger durch die Stadt.
„Verdammt noch mal Rob!“, schreie ich erneut in der Hoffnung, er würde mich endlich runter lassen. Doch Pustekuchen. Er rennt immer weiter. Er rennt und rennt und rennt, ohne die anderen Leute zu beachten, die uns argwöhnig anstarren und uns mit ihren fragenden Blicken verfolgen. Ganz richtig! Wie würden Sie reagieren, wenn plötzlich ein wildgewordener Vampir wie verrückt mit einem kreischenden Mädchen auf den Armen an Ihnen vorbei rennt? Also ich weià wie ich reagieren würde: ich würde die beiden für vollkommen durchgeknallt halten. Mal ganz abgesehen davon, dass ich natürlich nicht wüsste, dass es sich bei dem Mann um einen Vampir handelt. Immerhin hat er kein Schild auf der Stirn auf dem steht: Seht mich an, ich bin ein Vampir.
Schreiend wende ich mich auf seinen Armen hin und her und versuche mich irgendwie aus seinen festen Griff zu befreien. Er läuft so schnell dass ich kaum mitbekomme, wo genau wir uns gerade befinden.
Doch plötzlich merke ich, wie er sein Tempo verringert und immer mehr zum Stillstand kommt. Wie festgefroren bleibt er stehen. Verärgert lasse ich meinen Blick schweifen und stelle fest, dass wir uns auf dem städtischen Friedhof befinden. Hat der Kerl einen Schaden? Was denkt der eigentlich, wer er ist? Der hat vielleicht Nerven!
„Könnten Sie mich jetzt bitte runter lassen?“, frage ich wütend und springe aus seinen Armen. Ich stelle mich aufrecht hin und funkle ihn wütend an.
„Was zum Teufel sollte das denn bitte?“ Ein Gefühl von Wut steigt in mir auf. Am liebsten wäre ich ihm gegenüber getreten und hätte ihm paar gescheuert. Mit der flachen Hand mitten ins Gesicht, so dass es auch richtig schön weh tut. Nur würde es ihm überhaupt weh tun? Wenn er wirklich ein Vampir ist – wie ich vermute – würde er wahrscheinlich noch nicht mein ein Kitzeln spüren. Vielleicht sollte ich diesen Gedanken schnell aus meinem Kopf verbannen und abwarten, was er mir zu sagen hat.
„Du wolltest es ja nicht anders.“, warf er ein und zog seinen schwarzen langen Mantel glatt, in dem er übrigens unheimlich gut aus sieht. Meine Güte, sieht dieser Mann fantastisch aus in seinem dunkelblauen, enganliegenden Pullover, seiner perfekt anliegenden Jeans – so wie es sich jede Frau wünscht – und seinem schwarzen Mantel, den ich gerade eben schon einmal erwähnt habe. Doch ich darf mich nicht davon beeindrucken lassen. Immerhin hat er mich gerade entführt. Ach du meine Güte, dass ist mir noch gar nicht in den Sinn gekommen. Ich bin tatsächlich Opfer einer Entführung geworden. Erst habe ich meinem Tod geradezu ins Auge blicken müssen und jetzt stehe ich hier auf einem Friedhof in den hungrigen Fängen eines Vampirs. Wie ich bereits schon sagte, schlimmer kann der Tag nicht mehr werden.
„Habe ich Sie etwa darum gebeten, mich auf Ihre Arme zu schleudern und hierher zu bringen?“ Da ist er schon wieder, mein Sarkasmus. Was soll ich sagen, manche Situationen schreien einfach geradezu danach.
„So in etwa.“, erwidert er mit einem frechen Grinsen, dass seine wunderschönen vollen Lippen umspielt. Ich kann nicht glauben, dass ihm wirklich nicht besseres einfällt. Dieser Kerl hat sie doch nicht mehr alle. Wahrscheinlich ist er wirklich ein durchgeknallter Irrer, der gerade erst aus einer geschlossenen Anstalt ausgebrochen ist und bereits in mehr als zehn Staaten der USA gesucht wird.
„Du wolltest nicht freiwillig mit mir kommen.“, fügt er lächelnd hinzu.
Ich muss zugeben, es passiert mir nicht oft, dass ich nicht weià was ich sagen soll, aber genau jetzt ist es soweit. Dieser Kerl hat mir völlig die Sprache verschlagen. Er ist einfach unfassbar. Unfassbar bescheuert und verrückt!
„Also musste ich dich dazu zwingen, mich zu begleiten.“
Ich stoÃe ein gehässiges Lachen aus.
„Und warum zum Teufel mussten Sie mich hierher bringen? Wissen Sie überhaupt wer ich bin?“, entgegne ich wütend.
„Nicht ganz.“
„Was heiÃt nicht ganz? Ich bin Kristen, Kristen Stewart.“
„Ein wirklich hübscher Name.“, erwidert er mit einem Lächeln.
„Und er sagt Ihnen gar nichts?“
Robert schüttelt den Kopf. „Ich bin ein angehender Hollywoodstar und stehe kurz vor meiner Karriere als Schauspielerin.“
Robert beginnt zu lachen. Hab ich was verpasst? Was bitte ist so lustig daran, wenn man gerade die nächste Julia Roberts entführt hat?
„Ich sollte Sie hinter Gitter bringen lassen.“, schnaube ich wütend und verschränke beleidigt die Arme vor meiner Brust.
„Falls du es vergisst, ich habe dir eben noch deinen Hintern gerettet.“
Ich hasse es, wenn Männer immer so oberflächlich sind. Mag sein, dass er auch meinen Hintern gerettet hat, aber eigentlich war es mein Leben, das er gerettet hat.
„Mein Leben! Du hast mein Leben gerettet.“, widerspreche ich wütend. Und es spielt keine Rolle, dass mein Hintern zu meinem Leben dazu gehört. Darüber bin ich mir selbst mehr als bewusst. Denn was soll ich sagen: ich liebe meinen Hintern. Doch das erlaubt diesem nichtsnutzigen Kerl noch lange nicht, ständig darauf anzuspielen.
Robert beginnt zu grinsen. Ich kann mir vorstellen, wie sehr er sich über mich amüsiert.
Ãber mich und meinen Wutanfall, den ich gerade versuche irgendwie zu überspielen. Leider ohne groÃen Erfolg.
„Mach nicht so einen Aufstand Liebes!“, beginnt Robert mit fester Stimme. „Sei froh, dass du noch am Leben bist. Ohne mich, würdest du jetzt in den Armen dieses Vampirs liegen und dich zerfleischen lassen.“ Seine Stimme wird wütend. Okay, vielleicht sollte ich mich ein kleines bisschen zurückhalten und nicht länger so auf ihm herumhacken. Wer weiÃ, auf welche Ideen ich ihn sonst noch bringe.
„Wie du meinst.“, erwidere ich trocken und entschlieÃe mich dazu, das förmliche Sie beiseite zu schieben. Wieder lasse ich meinen Blick durch die Gegend schweifen und schaue mir die vielen alten Grabsteine an, die mir – ungelogen – Gänsehaut bereiten. Normalerweise vermeide ich es immer, hier durch zu laufen aber jetzt befand ich mich mitten drin.
„Himmel noch mal, was ist denn bloà los mit dir?“, schreit Robert plötzlich. Ruckartig dreht er sich zu mir um und zuckt unwissend mit den Schultern. Habe ich irgendetwas nicht mitbekommen?
„Entschuldige bitte, aber was ist denn jetzt los?“, fragte ich verwundert und schaue ihm dabei zu, wie er wütend auf und ab läuft.
„Wieso müsst ihr Frauen immer so kompliziert sein?“ Er bleibt stehen und schaut mich mit seinem prüfenden Blick an. Was erwartet er denn von mir? Möchte er jetzt etwa, dass ich ihm sämtliche Geheimnisse von uns Frauen verrate und ihn darüber aufkläre, wie wir ticken? Dann wäre ich ja morgen noch nicht fertig, selbst wenn ich die ganze Nacht reden würde. Er scheint an ziemlichen Stimmungsschwankungen zu leiden. Vielleicht liegt das daran, dass er ein Geschöpf der Nacht ist. Vielleicht hat er einfach noch nicht gelernt damit umzugehen. Womöglich sollte ich ihn einfach fragen.
Seine Augen beginnen zu glühen. Meine Güte, egal wie attraktiv er auch ist, kann er einem ganz schön Angst einjagen.
„Was heiÃt denn bitte kompliziert? Du hast mich doch hierher geschleppt ohne mir einen erdenklich sinnvollen Grund dafür zu nennen. Also sag mir bitte, wer hier nun kompliziert ist?“
Es mag sein, dass ich mich gerade verhört habe, aber falls ich mich doch noch auf meinen Hörsinn verlassen kann, hat Robert gerade ein überaus lautes, kaum zu überhörendes Knurrgeräusch von sich gegeben. Oh mein Gott, er macht mir wirklich Angst.
„Wer bist du und warum zum Teufel hast du mich hierher gezerrt?“, frage ich in der Hoffnung, endlich eine Antwort zu erlangen. Eine Antwort, die sich auch wirklich auf meine Frage hin bezieht. Das ist typisch Mann, immer wieder müssen sie vom Thema ablenken. Vielleicht kann ich ihn verklagen. Ich könnte eine Menge Geld absahnen.
„Du wurdest gerufen.“, gibt er mir lediglich zur Antwort, was mir allerdings alles andere als nützlich erscheint. Was bitte meint er damit? Ich stoÃe einen lauten Seufzer aus. Warum haben Männer die Angewohnheit, sich immer so undeutlich auszudrücken? Können sie nicht einfach sagen was Sache ist? Nein, sie müssen immer um den heiÃen Brei herum reden, aber wir Frauen sind es, die von ihnen als kompliziert bezeichnet werden. Das ich nicht lache.
„Gerufen? Von wem? Halte mich für total bescheuert, aber ich habe nicht gehört, dass jemand nach mir gerufen hat.“
Wieder höre ich ein lautes Knurren, dass seine Kehle hinaufkriecht.
„Was soll dieses blöde Knurren? Du bist doch kein Hund!“, schieÃt es plötzlich aus mir hinaus. Ich kann es schon nicht leiden, wenn einer dieser blöden Köter vor mir steht und mich anbellt und anknurrt. Ich will nicht behaupten, dass ich Tiere nicht mag, doch Hunde habe ich schon immer als überaus nervig empfunden. Kurz gesagt: Robert geht mir mit seinem Knurren tierisch auf die Nerven.
Robert mustert mich mit einem eindringlichen Blick.
„Um auf deine Frage zurückzukommen.“, beginnt er und funkelt mich wütend an. „Natürlich konntest du nicht hören, wie man dich gerufen hat Dummerchen. So wie du drauf bist, würdest du wahrscheinlich noch nicht einmal kapieren was hier gerade vor sich geht, wenn man dir einen Zettel auf die Stirn kleben würde, wo alles drauf steht.“
Er ist ziemlich wütend. Ãberaus wütend um es genau zu beschreiben und ich muss zugeben, es gefällt mir.
„Naja, wenn der Zettel an meiner Stirn kleben würde, könnte ich es ja unmöglich lesen, oder nicht?“ Ich muss unwillkürlich grinsen, als ich seinen noch wütendenderen Gesichtsausdruck bemerke. Und was sollte eigentlich das Dummerchen? Sehe ich etwa aus wie ein kleines, dummes Blondchen? Nein, ganz sicher nicht.
„Kannst du deinen blöde Sarkasmus mal zur Seite schieben und zuhören, was ich dir wichtiges zu sagen habe? Ob du es nun glaubst oder nicht, es hängt eine Menge von dir ab.“
Fragend schaue ich in seine Richtung und versuche mir irgendeinen Reim aus seinen Worten zu machen, doch leider werde ich daraus noch immer nicht schlau. Was nur daran liegt, dass Robert es einfach nicht auf die Reihe bekommt, endlich den Mund aufzumachen und das zu sagen, was er mir sagen möchte.
„Also los, meine Ohren gehören ganz dir.“, erwidere ich, lehne mich gegen einen der Grabsteine und verschränke die Arme vor meiner Brust. Stillschweigend schaue ich Robert an, der mir wütend gegenüber steht.
„Du sagtest du kennst Buffy, richtig?“
„Du meinst die Fernsehserie?“, frage ich verwundert nach.
„Genau.“ Ich nicke stumm.
„Du bist sie!“
Ich schlucke fest. Hab ich mich da gerade verhört? Was zum Teufel meint er damit, ich sei Buffy. Langsam bestätigt sich meine Vermutung immer mehr, dass ich mich gerade alleine mit einem Psychokiller auf einem Friedhof befinde.
Herzlichen Glückwunsch Kristen!, denke ich mir. Es liegt einfach in meiner Natur, solche Dinge wie ein Magnet anzuziehen. Egal was ich auch versuche, ich kann nichts daran ändern. Oder sollte ich vielleicht lieber sagen: ich konnte nichts daran ändern? Wer weià ob ich diese Nacht noch überlebe.
„Was meinst du damit ich bin sie? Ich bin doch nicht Buffy, oder sehe ich etwa aus wie Sarah Michelle Gellar? Eine wirklich nette Person im übrigen!“, frage ich noch immer total verwundert.
Genervt fährt er sich mit der flachen Hand durch sein wunderschön strahlend braunes Haar.
„Es hat keinen Sinn. Es kann nicht sein, dass du diejenige welche bist. Denen muss ein Fehler unterlaufen sein.“, schimpft er leise vor sich hin.
Was hatte er gerade gesagt? Wovon bitteschön sprach er? Diesmal entfuhr mir ein leichtes Knurren aus der Kehle.
„Wie wäre es wenn du mir einfach erklärst, worüber du dich so aufregst?“, frage ich und versuche mich einigermaÃen zu beherrschen und meine Wut zu unterdrücken.
Er seufzt laut. „Gut okay, versuchen wir es noch einmal.“, höre ich ihn sagen. Langsam wendet er sich erneut zu mir und sieht mich mit seinen unwiderstehlich schönen Augen an.
„Du bist die Auserwählte.“, sprudelt es plötzlich aus ihm hervor.
Okay, vielleicht halten Sie mich jetzt für total verblödet, aber was genau meint er damit? Ich bin die Auserwählte? Die Auserwählte für was? Dafür, mein Leben an seiner Seite zu verbringen? Ehrlich gesagt bin ich total verwirrt. Doch dann trifft es mich wie ein Schlag.
„Ich bin die Jägerin?“, frage ich leise. Ein Schock durchfährt mich. Ich kann nicht glauben, was er mir gerade verkündet hat. Das kann doch nicht sein; das darf nicht sein. Es ist einfach unmöglich das es so etwas wie die Jägerin gibt. Es gibt nur eine, und die läuft jeden Mittwoch um viertel nach acht im Fernsehen. Ich kann nicht die Jägerin sein. Ich bin ein ganz normales Mädchen. Ein Mädchen, das unmittelbar vor ihrem achtzehnten Lebensjahr steht und kurz davor ist, ein riesen Hollywoodstar zu werden. Ach du meine Güte, was wird meine Mom nur sagen, wenn sie davon erfährt?
Plötzlich wird mir heià und eiskalt zugleich. Alles um mich herum verdunkelt sich. Robs Stimme hallt wie ein Echo in meinem Kopf wider. Ich verliere das Gleichgewicht und kann mich nicht mehr auf den Beinen halten.

naja ich tus


@TheGilmoreWay: danke für dein FB


@Jule: danke


So hier, das zweite Kapitel
02 Die Jägerin
„Lassen Sie mich endlich runter.“, schreie ich so laut es mir meine Stimme erlaubt. Ganz genau, Sie haben mich richtig verstanden. Robert hält mich noch immer in seinen starken, überaus muskulösen Armen und rennt wie ein Wahnsinniger durch die Stadt.
„Verdammt noch mal Rob!“, schreie ich erneut in der Hoffnung, er würde mich endlich runter lassen. Doch Pustekuchen. Er rennt immer weiter. Er rennt und rennt und rennt, ohne die anderen Leute zu beachten, die uns argwöhnig anstarren und uns mit ihren fragenden Blicken verfolgen. Ganz richtig! Wie würden Sie reagieren, wenn plötzlich ein wildgewordener Vampir wie verrückt mit einem kreischenden Mädchen auf den Armen an Ihnen vorbei rennt? Also ich weià wie ich reagieren würde: ich würde die beiden für vollkommen durchgeknallt halten. Mal ganz abgesehen davon, dass ich natürlich nicht wüsste, dass es sich bei dem Mann um einen Vampir handelt. Immerhin hat er kein Schild auf der Stirn auf dem steht: Seht mich an, ich bin ein Vampir.
Schreiend wende ich mich auf seinen Armen hin und her und versuche mich irgendwie aus seinen festen Griff zu befreien. Er läuft so schnell dass ich kaum mitbekomme, wo genau wir uns gerade befinden.
Doch plötzlich merke ich, wie er sein Tempo verringert und immer mehr zum Stillstand kommt. Wie festgefroren bleibt er stehen. Verärgert lasse ich meinen Blick schweifen und stelle fest, dass wir uns auf dem städtischen Friedhof befinden. Hat der Kerl einen Schaden? Was denkt der eigentlich, wer er ist? Der hat vielleicht Nerven!
„Könnten Sie mich jetzt bitte runter lassen?“, frage ich wütend und springe aus seinen Armen. Ich stelle mich aufrecht hin und funkle ihn wütend an.
„Was zum Teufel sollte das denn bitte?“ Ein Gefühl von Wut steigt in mir auf. Am liebsten wäre ich ihm gegenüber getreten und hätte ihm paar gescheuert. Mit der flachen Hand mitten ins Gesicht, so dass es auch richtig schön weh tut. Nur würde es ihm überhaupt weh tun? Wenn er wirklich ein Vampir ist – wie ich vermute – würde er wahrscheinlich noch nicht mein ein Kitzeln spüren. Vielleicht sollte ich diesen Gedanken schnell aus meinem Kopf verbannen und abwarten, was er mir zu sagen hat.
„Du wolltest es ja nicht anders.“, warf er ein und zog seinen schwarzen langen Mantel glatt, in dem er übrigens unheimlich gut aus sieht. Meine Güte, sieht dieser Mann fantastisch aus in seinem dunkelblauen, enganliegenden Pullover, seiner perfekt anliegenden Jeans – so wie es sich jede Frau wünscht – und seinem schwarzen Mantel, den ich gerade eben schon einmal erwähnt habe. Doch ich darf mich nicht davon beeindrucken lassen. Immerhin hat er mich gerade entführt. Ach du meine Güte, dass ist mir noch gar nicht in den Sinn gekommen. Ich bin tatsächlich Opfer einer Entführung geworden. Erst habe ich meinem Tod geradezu ins Auge blicken müssen und jetzt stehe ich hier auf einem Friedhof in den hungrigen Fängen eines Vampirs. Wie ich bereits schon sagte, schlimmer kann der Tag nicht mehr werden.
„Habe ich Sie etwa darum gebeten, mich auf Ihre Arme zu schleudern und hierher zu bringen?“ Da ist er schon wieder, mein Sarkasmus. Was soll ich sagen, manche Situationen schreien einfach geradezu danach.
„So in etwa.“, erwidert er mit einem frechen Grinsen, dass seine wunderschönen vollen Lippen umspielt. Ich kann nicht glauben, dass ihm wirklich nicht besseres einfällt. Dieser Kerl hat sie doch nicht mehr alle. Wahrscheinlich ist er wirklich ein durchgeknallter Irrer, der gerade erst aus einer geschlossenen Anstalt ausgebrochen ist und bereits in mehr als zehn Staaten der USA gesucht wird.
„Du wolltest nicht freiwillig mit mir kommen.“, fügt er lächelnd hinzu.
Ich muss zugeben, es passiert mir nicht oft, dass ich nicht weià was ich sagen soll, aber genau jetzt ist es soweit. Dieser Kerl hat mir völlig die Sprache verschlagen. Er ist einfach unfassbar. Unfassbar bescheuert und verrückt!
„Also musste ich dich dazu zwingen, mich zu begleiten.“
Ich stoÃe ein gehässiges Lachen aus.
„Und warum zum Teufel mussten Sie mich hierher bringen? Wissen Sie überhaupt wer ich bin?“, entgegne ich wütend.
„Nicht ganz.“
„Was heiÃt nicht ganz? Ich bin Kristen, Kristen Stewart.“
„Ein wirklich hübscher Name.“, erwidert er mit einem Lächeln.
„Und er sagt Ihnen gar nichts?“
Robert schüttelt den Kopf. „Ich bin ein angehender Hollywoodstar und stehe kurz vor meiner Karriere als Schauspielerin.“
Robert beginnt zu lachen. Hab ich was verpasst? Was bitte ist so lustig daran, wenn man gerade die nächste Julia Roberts entführt hat?
„Ich sollte Sie hinter Gitter bringen lassen.“, schnaube ich wütend und verschränke beleidigt die Arme vor meiner Brust.
„Falls du es vergisst, ich habe dir eben noch deinen Hintern gerettet.“
Ich hasse es, wenn Männer immer so oberflächlich sind. Mag sein, dass er auch meinen Hintern gerettet hat, aber eigentlich war es mein Leben, das er gerettet hat.
„Mein Leben! Du hast mein Leben gerettet.“, widerspreche ich wütend. Und es spielt keine Rolle, dass mein Hintern zu meinem Leben dazu gehört. Darüber bin ich mir selbst mehr als bewusst. Denn was soll ich sagen: ich liebe meinen Hintern. Doch das erlaubt diesem nichtsnutzigen Kerl noch lange nicht, ständig darauf anzuspielen.
Robert beginnt zu grinsen. Ich kann mir vorstellen, wie sehr er sich über mich amüsiert.
Ãber mich und meinen Wutanfall, den ich gerade versuche irgendwie zu überspielen. Leider ohne groÃen Erfolg.
„Mach nicht so einen Aufstand Liebes!“, beginnt Robert mit fester Stimme. „Sei froh, dass du noch am Leben bist. Ohne mich, würdest du jetzt in den Armen dieses Vampirs liegen und dich zerfleischen lassen.“ Seine Stimme wird wütend. Okay, vielleicht sollte ich mich ein kleines bisschen zurückhalten und nicht länger so auf ihm herumhacken. Wer weiÃ, auf welche Ideen ich ihn sonst noch bringe.
„Wie du meinst.“, erwidere ich trocken und entschlieÃe mich dazu, das förmliche Sie beiseite zu schieben. Wieder lasse ich meinen Blick durch die Gegend schweifen und schaue mir die vielen alten Grabsteine an, die mir – ungelogen – Gänsehaut bereiten. Normalerweise vermeide ich es immer, hier durch zu laufen aber jetzt befand ich mich mitten drin.
„Himmel noch mal, was ist denn bloà los mit dir?“, schreit Robert plötzlich. Ruckartig dreht er sich zu mir um und zuckt unwissend mit den Schultern. Habe ich irgendetwas nicht mitbekommen?
„Entschuldige bitte, aber was ist denn jetzt los?“, fragte ich verwundert und schaue ihm dabei zu, wie er wütend auf und ab läuft.
„Wieso müsst ihr Frauen immer so kompliziert sein?“ Er bleibt stehen und schaut mich mit seinem prüfenden Blick an. Was erwartet er denn von mir? Möchte er jetzt etwa, dass ich ihm sämtliche Geheimnisse von uns Frauen verrate und ihn darüber aufkläre, wie wir ticken? Dann wäre ich ja morgen noch nicht fertig, selbst wenn ich die ganze Nacht reden würde. Er scheint an ziemlichen Stimmungsschwankungen zu leiden. Vielleicht liegt das daran, dass er ein Geschöpf der Nacht ist. Vielleicht hat er einfach noch nicht gelernt damit umzugehen. Womöglich sollte ich ihn einfach fragen.
Seine Augen beginnen zu glühen. Meine Güte, egal wie attraktiv er auch ist, kann er einem ganz schön Angst einjagen.
„Was heiÃt denn bitte kompliziert? Du hast mich doch hierher geschleppt ohne mir einen erdenklich sinnvollen Grund dafür zu nennen. Also sag mir bitte, wer hier nun kompliziert ist?“
Es mag sein, dass ich mich gerade verhört habe, aber falls ich mich doch noch auf meinen Hörsinn verlassen kann, hat Robert gerade ein überaus lautes, kaum zu überhörendes Knurrgeräusch von sich gegeben. Oh mein Gott, er macht mir wirklich Angst.
„Wer bist du und warum zum Teufel hast du mich hierher gezerrt?“, frage ich in der Hoffnung, endlich eine Antwort zu erlangen. Eine Antwort, die sich auch wirklich auf meine Frage hin bezieht. Das ist typisch Mann, immer wieder müssen sie vom Thema ablenken. Vielleicht kann ich ihn verklagen. Ich könnte eine Menge Geld absahnen.
„Du wurdest gerufen.“, gibt er mir lediglich zur Antwort, was mir allerdings alles andere als nützlich erscheint. Was bitte meint er damit? Ich stoÃe einen lauten Seufzer aus. Warum haben Männer die Angewohnheit, sich immer so undeutlich auszudrücken? Können sie nicht einfach sagen was Sache ist? Nein, sie müssen immer um den heiÃen Brei herum reden, aber wir Frauen sind es, die von ihnen als kompliziert bezeichnet werden. Das ich nicht lache.
„Gerufen? Von wem? Halte mich für total bescheuert, aber ich habe nicht gehört, dass jemand nach mir gerufen hat.“
Wieder höre ich ein lautes Knurren, dass seine Kehle hinaufkriecht.
„Was soll dieses blöde Knurren? Du bist doch kein Hund!“, schieÃt es plötzlich aus mir hinaus. Ich kann es schon nicht leiden, wenn einer dieser blöden Köter vor mir steht und mich anbellt und anknurrt. Ich will nicht behaupten, dass ich Tiere nicht mag, doch Hunde habe ich schon immer als überaus nervig empfunden. Kurz gesagt: Robert geht mir mit seinem Knurren tierisch auf die Nerven.
Robert mustert mich mit einem eindringlichen Blick.
„Um auf deine Frage zurückzukommen.“, beginnt er und funkelt mich wütend an. „Natürlich konntest du nicht hören, wie man dich gerufen hat Dummerchen. So wie du drauf bist, würdest du wahrscheinlich noch nicht einmal kapieren was hier gerade vor sich geht, wenn man dir einen Zettel auf die Stirn kleben würde, wo alles drauf steht.“
Er ist ziemlich wütend. Ãberaus wütend um es genau zu beschreiben und ich muss zugeben, es gefällt mir.
„Naja, wenn der Zettel an meiner Stirn kleben würde, könnte ich es ja unmöglich lesen, oder nicht?“ Ich muss unwillkürlich grinsen, als ich seinen noch wütendenderen Gesichtsausdruck bemerke. Und was sollte eigentlich das Dummerchen? Sehe ich etwa aus wie ein kleines, dummes Blondchen? Nein, ganz sicher nicht.
„Kannst du deinen blöde Sarkasmus mal zur Seite schieben und zuhören, was ich dir wichtiges zu sagen habe? Ob du es nun glaubst oder nicht, es hängt eine Menge von dir ab.“
Fragend schaue ich in seine Richtung und versuche mir irgendeinen Reim aus seinen Worten zu machen, doch leider werde ich daraus noch immer nicht schlau. Was nur daran liegt, dass Robert es einfach nicht auf die Reihe bekommt, endlich den Mund aufzumachen und das zu sagen, was er mir sagen möchte.
„Also los, meine Ohren gehören ganz dir.“, erwidere ich, lehne mich gegen einen der Grabsteine und verschränke die Arme vor meiner Brust. Stillschweigend schaue ich Robert an, der mir wütend gegenüber steht.
„Du sagtest du kennst Buffy, richtig?“
„Du meinst die Fernsehserie?“, frage ich verwundert nach.
„Genau.“ Ich nicke stumm.
„Du bist sie!“
Ich schlucke fest. Hab ich mich da gerade verhört? Was zum Teufel meint er damit, ich sei Buffy. Langsam bestätigt sich meine Vermutung immer mehr, dass ich mich gerade alleine mit einem Psychokiller auf einem Friedhof befinde.
Herzlichen Glückwunsch Kristen!, denke ich mir. Es liegt einfach in meiner Natur, solche Dinge wie ein Magnet anzuziehen. Egal was ich auch versuche, ich kann nichts daran ändern. Oder sollte ich vielleicht lieber sagen: ich konnte nichts daran ändern? Wer weià ob ich diese Nacht noch überlebe.
„Was meinst du damit ich bin sie? Ich bin doch nicht Buffy, oder sehe ich etwa aus wie Sarah Michelle Gellar? Eine wirklich nette Person im übrigen!“, frage ich noch immer total verwundert.
Genervt fährt er sich mit der flachen Hand durch sein wunderschön strahlend braunes Haar.
„Es hat keinen Sinn. Es kann nicht sein, dass du diejenige welche bist. Denen muss ein Fehler unterlaufen sein.“, schimpft er leise vor sich hin.
Was hatte er gerade gesagt? Wovon bitteschön sprach er? Diesmal entfuhr mir ein leichtes Knurren aus der Kehle.
„Wie wäre es wenn du mir einfach erklärst, worüber du dich so aufregst?“, frage ich und versuche mich einigermaÃen zu beherrschen und meine Wut zu unterdrücken.
Er seufzt laut. „Gut okay, versuchen wir es noch einmal.“, höre ich ihn sagen. Langsam wendet er sich erneut zu mir und sieht mich mit seinen unwiderstehlich schönen Augen an.
„Du bist die Auserwählte.“, sprudelt es plötzlich aus ihm hervor.
Okay, vielleicht halten Sie mich jetzt für total verblödet, aber was genau meint er damit? Ich bin die Auserwählte? Die Auserwählte für was? Dafür, mein Leben an seiner Seite zu verbringen? Ehrlich gesagt bin ich total verwirrt. Doch dann trifft es mich wie ein Schlag.
„Ich bin die Jägerin?“, frage ich leise. Ein Schock durchfährt mich. Ich kann nicht glauben, was er mir gerade verkündet hat. Das kann doch nicht sein; das darf nicht sein. Es ist einfach unmöglich das es so etwas wie die Jägerin gibt. Es gibt nur eine, und die läuft jeden Mittwoch um viertel nach acht im Fernsehen. Ich kann nicht die Jägerin sein. Ich bin ein ganz normales Mädchen. Ein Mädchen, das unmittelbar vor ihrem achtzehnten Lebensjahr steht und kurz davor ist, ein riesen Hollywoodstar zu werden. Ach du meine Güte, was wird meine Mom nur sagen, wenn sie davon erfährt?
Plötzlich wird mir heià und eiskalt zugleich. Alles um mich herum verdunkelt sich. Robs Stimme hallt wie ein Echo in meinem Kopf wider. Ich verliere das Gleichgewicht und kann mich nicht mehr auf den Beinen halten.
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