Rory auf den Fersen von Obamas Wahlkampftour
#6

[COLOR="Indigo"]Hallo!
Danke für das FB und ich freu mich, dass ich Leser für mich gewonnen habe! Ich hoffe, ihr bleibt meiner FF treu. Big Grin Hier ein weiteres Kapitel. Freu mich auf eure Kommentare dazu.[/COLOR]


Kapitel 2

Die Zwei saßen jetzt schon knappe 2 Stunden im Cafè, während Rory ihre gemeinsame Geschichte mit Jess erzählte und Sara ab und zu einige Frage einwarf, die Rory meistens leider auch nicht beantworten konnte.
„Und so war unsere letzte Begegnung, wobei er nicht weiß, dass die Sache mit Logan irgendwie später doch aus dem Ruder gelaufen ist“, beendete Rory die Geschichte.

Sie hatte Logan nur ab und zu erwähnt, da er in der Story eine Rolle gespielt hatte, vor allem beim letzten Treffen von den beiden. Jedoch hatte sie pikante Hinweise, wie die Frage zur Heirat ausgelassen. Seitdem sie auf diese Reise gegangen war, hatte sie kaum Zeit gehabt sich nochmal darüber Gedanken zu machen und sich zu vergewissern, dass ihre Entscheidung gegen eine Verlobung und Heirat die richtige war. War es richtig gewesen? Hätte sie ja sagen sollen, mit ihm noch London fliegen und dort ein neues gemeinsames Leben aufbauen sollen? Aber sie hatte hier ihre Freunde, ihr Leben und jetzt ihre Arbeit, die ihr so viel Spaß machte, obwohl sie ihre Mutter und Stars Hollow vermisste. Das war ihr Traumberuf und Logan hätte nicht verstanden, dass sie das jetzt machen musste.

„Also hättest du dich auf Jess einlassen sollen, wie du die Gelegenheit hattest oder dich nach der Trennung von Logan bei ihm melden sollen?“, fragte Sara und holte Rory somit aus den Gedanken.
„Ich weiß es nicht. Irgendwie komme ich mir total schlecht vor, dass ich Jess überhaupt so weit getrieben habe mich zu küssen und andererseits fühle ich mich miserabel, da ich ihm gesagt habe, dass meine große Liebe Logan ist und diese irgendwie doch nicht funktioniert hat“, redete Rory und nippte an ihrem Kaffee, der ganz und gar nicht schmeckte.
Wie viel würde sie jetzt für eine große Tasse Kaffee bei Luke geben. Sara überlegte einige Sekunden.

„Ich finde, du hast in dieser Situation das Richtige getan und du brauchst dir jetzt überhaupt keine Schuldgefühle einreden, da du wie alle anderen normalen Menschen nicht in die Zukunft schauen kannst“, sagte sie dann mit einem liebevollen Grinsen auf dem Gesicht, „Trotzdem muss ich dich fragen, wenn dich diese Sache mit Jess so fertig macht, müssen da bestimmt noch einige Gefühle für ihn da sein?“
Diese Frage schockte Rory regelrecht. Über so etwas hatte sie gar nicht nachgedacht. Sie hatte immer geglaubt, dass die ganzen Emotionen nur durch diese Schuldgefühle kamen.
Sara war wirklich eine großartige Reporterin, die genau zur passenden Zeit, die perfekten Fragen stellte und somit ein Nachdenken hervorholte und durch diese Denkpause, die man nur dann machte, wenn man sich der Antwort nicht hundertprozentig sicher war, eine Story heraufbeschwor, die jeder Person peinlich sein konnte. Denn meistens war eine Pause ein eindeutiges „Ja!“.

Sara sah Rory noch einmal eindringlich an, doch als diese noch immer keine Antwort gab, lächelte Sara nur leicht und brach die Stille:
„Die Tat allein beweist der Liebe Kraft!“
„Johann Wolfgang von Goethe.“
„Genau, denk darüber nach, vielleicht findest du dadurch die Lösung.“
Die beiden sahen sich herzlich an und Rory wusste, dass sich ihre Freundschaft noch mehr gefestigt hatte. Kurz danach tranken sie ihre heißen Getränke aus und verließen den kleinen Laden.

***

„… We say; We hope; We believe – Yes, we can!“, beendete Barack Obama am 3. März 2008 seine anregende Rede und verließ die Bühne mit einem mitreißenden Beifall.
Durch die beiden Ansprachen von Hilary Clinton und Barack Obama, war die Menge noch verwirrter wen sie jetzt wählen sollten. Beide hatten das Thema Wirtschaft angesprochen, welches in Ohio am meisten punktete, da der Arbeitsplatzschwund, das Lohndumping und die Existenzsorgen ein großes Thema hier sind.

Natürlich punktete Obama mit seiner Ankündigung eines Wirtschaftsprogramms mit Steuererleichterungen für einfache Arbeiter, Zuschüssen für Kinderbetreuung und Hilfen für Hausbesitzer in Not. Jedoch würden diese Maßnahmen nicht weniger als 140 Milliarden Dollar im Jahr kosten. Deswegen hat Hilary Clinton versichert, dass sie „unser Land zurückerobern“ und den Reichen die 55 Milliarden Dollar an „Steuergeschenken und Subventionen“ wieder nehmen werde, die George W. Bush beschert hatte. Deshalb versprechen beide ein Ende von Steuerhilfen für Unternehmen, die Arbeitsplätze ins Ausland verlagern.

Rory schrieb die letzte Notiz auf ihrem Block und sah auf. Morgen würden die Wahlen stattfinden und auch sie hatte keinerlei Ahnung, welcher der beiden den Sieg erringen würde. Der Raum leerte sich allmählich und so stand auch Rory auf und strich sich ihren Rock glatt.
„Anscheinend reagieren die „Ohioaner“ ziemlich negativ auf das Land und Wort Nafta“, sagte Sara, die sich gleichzeitig mit ihrer Kollegin erhoben hatte.
„Ich denke nicht, dass Personen aus Ohio „Ohioaner“ genannt werden oder?“, antwortete Rory und lachte, „Außerdem musst du mehr recherchieren, Sara.“
„Warum?“
„Na, dann hättest du gewusst, dass „Menschen aus Ohio“ gegen das Freihandelsabkommen von Nafta, Kanada und Mexiko sind, da sie glauben, dass ihre Misere vor allem mit Nafta zu tun hat“, erwiderte Rory.

„Du bist so klug wie Albert Einstein, meine Liebe“, grinste Sara, hängte sich bei Rory unter dem Arm ein und ging los.
Rory konnte nicht anders als ihr zu folgen und somit marschierten die beiden aus dem Gebäude, wo sie wieder eine große Menschengruppe trafen.
„Vielleicht sollten wir uns ein bisschen umhören und herausfinden, was die Menschen nach den Reden so über die Kandidaten denken?“, kam Rory plötzlich die Idee und löste sich von Sara.
„Wie gesagt, so klug, wie Isaac Newton“, warf Sara nur ein und verschwand mit einer verabschiedenden Geste in der Menge.
Auch Rory wollte sich gerade ins Getümmel begeben, als sie ihr Handy in ihrer Jacke vibrieren hörte. Schnell kramte sie danach und hob mit einem großen Grinsen ab:
„Meine allerliebste Mum!“

„Nein, ich bins nur, Lorelai!“, konterte Rorys Mutter, wartete aber nicht auf eine weitere Antwort, sondern sprach gleich weiter, „Ich hab mich mal mit Professor, Doktor, Fachwissen-Beauftragter „Google“ zusammen getan und bin zu dem Entschluss gekommen, dass du in Ohio bleiben solltest.“
„Und warum genau bist du zu diesem Entschluss gekommen?“, fragte Rory verwirrt.
„Großartige Dinge passieren in dem Land wo die Rosskastanie blüht!“
„Ich habe keinen blassen Schimmer wovon du da spricht, Mum.“
„Ich bin enttäuscht von dir, dass du nicht weißt wovon ich rede, du sollest besser recherchieren, Rory“, sagte Lorelai und Rory kam es so vor, als ob ihre Mutter genau den gleichen Wortlaut verwendet hatte, wie sie zuvor bei Sara.
„Dann klär mich auf!“

Lorelai räusperte sich: „Persönlichkeiten: Einer der bekanntesten Erfinder, Thomas Alva Edison, wurde 1847 in Milan geboren, den Brüdern Wright verdankt Ohio den ersten Motorflug, Neil Armstrong war der erste Mensch auf dem Mond; er wurde bei Wapakoneta geboren. Der Regisseur, Drehbuchautor und Produzent Steven Spielberg wurde 1946 in Cincinnati geboren. Der 18. Präsident der USA Ulysses S. Grant stammt aus Point Pleasant, sein Nachfolger Rutherford B. Hayes aus Delaware in Ohio, ebenso wie General William Tecumseh Sherman, der aus Lancaster stammte.“
„Wo liest du das gerade ab?“, entgegnete Rory, die nur die Hälfte davon verstanden hatte, was ihre Mutter da von sich gab, da sie alles schnell herab gerattert hatte.
„Ich glaube, Prof. Dr. Dr. „Google“ ist mit Direktorin „Wikipedia“ verheiratet“, redete Lorelai mit einer Leichtigkeit.

„Und haben sie Kinder?“, wollte Rory wissen.
„Natürlich. Schulsprecherin „Facebook“ und Schauspieler-Sänger-Songwriter „Youtube“ sind zwei davon, wobei ich nicht weiß, ob eines der beiden ein uneheliches Kind ist.“
„Du bist wirklich einzigartig!“, sagte die junge Reporterin und lächelte.
„Dankeschön. Und wie geht’s dir so?“, fragte ihre Mutter.
„Besser, wenn ich mir jetzt einige Stellungnahmen von „Ohioaner“ holen könnte.“
„Ohio"i"aner!“

„Was?“
„Naja, Menschen, die in Ohio leben, nennt man „Ohioianer““, versicherte Lorelai Rory.
„Woher weißt du das schon wieder?“, wunderte sich diese, jedoch wartete sie nicht auf die Antwort, „Warte, ich will es gar nicht wissen. Ich muss jetzt los. Wir hören uns.“
Rory drückte nach den Verabschiedungsworten ihrer Mum auf den roten „Aus“-Knopf. Ihre Mutter war echt unverbesserlich und ihre wirren Gedanken sorgten immer für ein Lächeln auf Rorys Gesicht. Mit diesem Glücksgefühl machte sie sich auf den Weg einige Meinungen der „Ohio"i"aner“, wie sie jetzt wusste, einzuholen.

***

Rory tippte die letzten Wörter ihres Berichtes in ihren Laptop. Spielerisch setzte sie Akzente, die den Bericht aufpeppten und ihn für Leser jeden Alters interessant machten. Die Befragung einiger Personen, war nur noch der Punkt auf dem „i“ gewesen.
Natürlich waren die Lager noch immer sehr geteilt in Ohio, jedoch überlegten schon viele von ihnen von Clinton zu Obama zu wechseln. „Er mobilisiert Leute, die sonst nie und nimmer zur Wahl gehen würden“, hatte Rory heute von einem Mann im Alter von 52 gehört. Jedoch hegte dieser auch Zweifel, da er nicht wisse, was der Wandel bedeuten sollte, von dem Obama immer redete.
An und für sich verliefen die Vorwahlen in Ohio, trotz der vielen positiven Meinungen, nicht ganz so rosig und Rory hatte irgendwie das Gefühl, dass sie sich auf einen Rückschlag einstellen mussten.

TBC

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Rory auf den Fersen von Obamas Wahlkampftour - von Luna_Bezi - 11.10.2011, 12:25
Rory auf den Fersen von Obamas Wahlkampftour - von Wurzelbaron - 11.10.2011, 18:44
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