Virtual Gilmore Girls - Die 8.Staffel
#21

Danke euch allen für die süßen Komplimente!
Das freut mich wirklich total!

Hoffe dass ich es schaffe gleich diese Woche den neuen Teil für euch reinzustellen, aber ich mach ganz schnell....Wink

liebe Grüße an alle hier!
Zitieren
#22

Ich fände es super wenn du den neuen Teil diese Woche postest, ich kann es kaum erwarten!!!!

Beeil dich mit dem übersetzen, aber ich bin sicher das du es genauso gut hinkriegst wie die letzten beiden mal.Wink

[SIGPIC][/SIGPIC]
Meine FF:Sie ist anders als all die anderen-Die Fortsetzung
Zitieren
#23

Hallo,

mal wieder ein richtig gelungener Teil, so wie die Story halt.

Ich finde es echt klasse wie Du schreibst und kann den nächsten Teil kaum abwarten.

Grüße

Mery :wink:

[SIGPIC]http://forum.gilmoregirls.de/signaturepics/sigpic9955_2.gif[/SIGPIC]
Meine eigene FF:
Der Richtige?
Zitieren
#24

noch vorm Wochenende bekommt ihr den neuen Teil...
Viel Spaß beim lesen, es wird echt richtig spannend...Wink

TEIL 3

Rory saß alleine im Informationssaal, drei Reihen von der Bühne entfernt. Hervorholen von Notizblock und drei Schreibutensilien nahmen nur drei Sekunden der verbleibenden fünfundzwanzig Minuten bis zum Meeting ein. Sie holte den Laptop lang genug hervor um sicher zu sein, dass falls das Hotel eine Drahtlosnetzwerk hatte, es nicht bis zu diesem Raum reichte. Einige Minuten trommelte sie mit den Fingern auf die Plastikoberfläche und dachte darüber nach ob es angebracht wäre beim Meeting Notizen mit dem Computer aufzunehmen oder nicht, aber dann ließ sie ihn zuschnappen und wieder in ihre Tasche zurückgleiten.

Alles andere beiseite legend setzte sie sich weit in ihren Stuhl zurück und nippte ein paar Mal am Kaffee und erinnerte sich zu spät, dass er grässlich schmeckte und sie ihn besser in großen Schlucken hinunterwürgen hätte sollen, unterstützt von großen Mengen Zucker und Sahne, mehr als sie normalerweise für sich selbst hineingab. Angeekelt stellte sie den Becher zurück auf den Boden und blickte erneut eine Zeit lang nur durch den leeren Saal.

Als sie dieses Mal das Handy herausholte zögerte sie nicht die Kurzwahltaste zu ihrer Mutter zu drücken.

„Rate mal wo ich bin?“ sagte sie heiter sobald Lorelai abgehoben hatte.

„Rory?“ Ihre Mutter klang weit entfernt und ein Rauschen verzerrte ihre Antwort.

“Ich bin gerade im Besprechungsraum der Presse,” platzte sie heraus, der Satz gefiel ihr.

„Und du telefonierst mit mir?“ fragte Lorelai skeptisch.

„Naja, es hat noch nicht angefangen.“

„Ah, ich verstehe.“ Rory konnte den neckenden Ton in der Stimme ihrer Mutter hören, sogar durch die Störung in der Leitung. „Also sitzt du gerade alleine dort weil du zu früh dran bist und weil du nicht willst, dass du wie ein Idiot aussiehst rufst du mich jetzt an. Anscheinend bist du gut angekommen. Ist alles ok?“

“Es ist wirklich toll. Ich hab das Hotel gefunden, nicht eingecheckt weil wir am Abend weiterfahren, aber hier gibt es Räume nur für die Presse. Ich hab auch ein paar Leute kennengelernt.“

„Das ist toll Liebling“, sagte Lorelai mit aufrichtigem Enthusiasmus. „Ich finde das so aufregend.” Die letzten Worte wurden fast vom Knirschen des Telefons verschluckt.

„Wo bist du?” fragte Rory schließlich. „Die Verbindung ist beschissen.“
Es gab eine Pause bevor Lorelai kleinlaut antwortete. „Ich bin auf Lukes Boot.“

“Du bist auf einem Boot?” fragte Rory ungläubig.“Wo?“

„Am Ozean. Naja, technisch gesehen, ich glaube es ist eine Meerenge.“

“Du bist auf einem Boot, ” wiederholte Rory, denn sie konnte es sich nicht vorstellen und zugleich erschreckte sie es ein bisschen, dass ihre Mutter nur wenige Stunden nachdem ihr Kind Stars Hollow für den ersten richtigen Job verlassen hatte, eine Bootsfahrt machte.

„Yep.”

“Mit Luke,” fügte sie wissend hinzu.

„Ja, naja, ich wollte nur mal raus-„ die übrigen Wörter von Lorelai wurden von einem extrem lauten Knirschen übertönt.“Wir sollten später weiterreden,“ sagte ihre Mutter und sie formulierte die Worte laut und deutlich um sich in dem Kampf mit der Empfangsstörung durchzusetzen.

“Ja, später,” sagte Rory nüchtern.“Ganz nebenbei, die Sache wird jetzt dann bald anfangen,“ fügte sie hinzu als jemand den Raum betrat, einen Tisch vorne im Raum ansteuerte und dort einige Blätter zusammenraffte.

„Okay, ich werde dich später anrufen. Tschüss mein Kind.“

„Tschüss Mum.“

Rory machte ihr Handy zu und behielt es im Schoß. Sie wusste, dass ihre Mutter und Luke wieder etwas miteinander angefangen hatten, aber sie hatte den Eindruck, dass sie es langsamer angehen würden und das schien das Gegenteil von langsam zu sein.

Bei dem Versuch ihren Kopf freizubekommen beobachtete Rory wie ein paar Leute eintrudelten und Platz nahmen. Nach ein paar Minuten setzte sich Meredith gegenüber des Ganges hin. Rory machte einen kleinen Wink und die andere Frau nickte als sie, sie wiedererkannte.

Ein paar Minuten vergingen bis sich der Raum gefüllt hatte und der Pressesprecher ging nach vorne, als er den Stapel Papier antippte hielt er auf der Bühne inne.

„Okay, also hier sind die Aktualisierungen für den Tag. Senator Obama hatte ein Meeting heute Morgen mit einigen Unterstützern, anzuführen sind hier Andrew Mills von Wilshire Foods und Fred Parker von Conrad Stell.“ Als alle rundherum anfingen zu schreiben und auf ihre Laptops einzutippen, bemerkte Rory, dass sie einen Namen überhört hatte. Sie überlegte kurz ob sie ihn fragen sollte den Namen zu wiederholen, aber er hatte schon mit der nächsten Ankündigung begonnen. „Nach dem Essen, ich weiß dass einige von euch Interviewtermine haben - Newsweek und die Chicago Sun-Times, glaube ich.“ Er schaute zu den Zuhörern um einige Augenpaare zu treffen, die nickten. Eines von ihnen war die “Laptop-Frau“, die Rory im Verpflegungsraum getroffen hatte.

„Alle anderen,” fuhr der Mann fort, „werden sich heute Nachmittag auf den Weg zu den “Twin Cities“ machen. Der Senator hat morgen ein Mittagessen mit den Vorsitzenden des Rates für die Arbeiterschaft in Minneapolis und dann wird er zu einer Versammlung außerhalb des “Zentrums von Amerika“ sprechen, wie auch am nächsten Tag bei einem Treffen im Xcel Energy Center in Saint Paul. Irgendwelche Fragen?“

Rory war so überrascht, dass sie die darauffolgende Frage sowie die Antwort nicht hörte.“Also werden wir ihn heute gar nicht sehen?“, murmelte sie leise.
Irgendjemand hinter ihr begann zu kichern.“Es sei denn du hast ein paar tausend Dollar die du der Kampagne spenden kannst.“

Rory drehte sich um und sah eine der Reporterinnen, die sie getroffen hatte. Rachael, sie konnte sich erinnern, vom Philadelphia Inquirer. „Aber war nicht eine Sitzung im Rathaus für heute vorgesehen? Das hat mir mein Redakteur am Freitag gesagt, als ich den Job bekam.“

„Wahrscheinlich hatte er einen falschen Plan. Letzte Woche wurden die Termine geändert. Das passiert ständig. Also musst du immer die aktuelle Liste kennen.“ Sie war nicht unfreundlich, aber ihr herablassender Ton gab Rorys Selbstbewusstsein einen schnellen, gehörigen Tritt.

„Oh…gut…danke,“ sagte sie und drehte sich wieder zum Redner hin, der flink Frage um Frage beantwortete.

“Nach dem letzten Plan sollte Senator Obama Mike Harley von der Minnesota Umweltinitiative treffen. Wird es das Meeting bei dem Besuch geben?“

„Wird Senator Obama über das Wachstum der Konzerne durch die Gesundheitsreformpläne reden, wie er es am 29.Mai angekündigt hat?“

Die Flut an Fragen bewirkte nur, dass Rory sich gewaltig uninformiert vorkam. Sie schrieb hektisch alle Fragen und Antworten soweit es ging nieder, aber ihre Notizen hatten mehrere Lücken die sie hoffte später füllen zu können.

Bevor sie realisierte was geschah, tippte der Pressesprecher abschließend auf seinen Stapel Papier und die Leute begannen aus dem Saal zu gehen, wobei sie ruhig und gelassen aussahen und Rory konnte kaum glauben, dass diese Leute gerade in derselben Frage und Antwort Sitzung gesessen hatten.

Die Dinge die sie nicht wusste fühlten sich so endlos und unermesslich an; sie wollte nur noch eine Ecke finden um sich mit ihren Notizen, ihrem Computer und einer Tasse Kaffee, etwas weniger abscheulich als der den sie in der Hand hielt, zusammenzurollen.

Fix und fertig konnte Lane noch beruhigende Worte finden und zog Kwan den Strampler über, um ihn dann zuzuknöpfen. „Ich weiß, du magst es nicht, wenn du nackig bist, aber es ist alles gut. Wir sind gleich fertig, ich versprech´s.“ Als sie fertig war, hob sie den Kleinen in ihre Arme und schaukelte ihn vorsichtig, bemüht ihn zu beruhigen.

Gerade als Kwans Schreie verklangen war Steves Ruhe zu Ende und Lane stieß ein Stöhnen der Frustration aus. „Steve,“ flehte sie, “ich geb’ dir einen Haufen Geld, wenn dein Bruder jetzt nicht mehr losschreit. Wenn dir das Geld nicht reicht, werde ich dir ein Tattoo oder einen Iro verzeihen, oder was auch immer die „ist“ Form der Rebellion ist, wenn du dann ein Teenager bist. Du musst mir nur helfen.“

Offenbar konnte Steve seinen Bruder doch nicht dazu bewegen und seine Schreie vermischten sich mit seinen. Über die Niederlage seufzend, beugte sich Lane hinunter, um Steve aus den Spielsachen, die überall am Boden verteilt waren, zu bugsieren. „Was soll ich nur mit euch zwei machen? Ihr werdet mich noch in den Wahnsinn treiben, oder nach Hause, und ihr wisst was euer Dad dazu sagen würde.“ Sie überwand sich nicht in Tränen auszubrechen, sie richtete ihre Schultern in Entschlossenheit auf.“Gut. Wir gehen nach Draußen spazieren, und wenn die frische Luft und die Natur nicht ein Wunder bewirken, schwöre ich, dass ich dazu verleitet bin die Beruhigungs-Route zu gehen, und das ist nicht der Weg auf den wir uns jetzt einlassen sollten.“
Nachdem Kaffe gefunden wurde, der nicht nur passabel, sondern sogar ganz gut war, und ein gemütlicher Sessel mit einer Steckdose in Reichweite, saß Rory endlich mit ihrem Laptop auf den Knien und verschiedenste Notizen lagen verteilt neben ihr. Im Moment wechselte sie zwischen den drei Firefox-Fenstern, die sie geöffnet hatte, hin und her. Jedes mit einem anderen Inhalt. Eines Obama selbst gewidmet, eines über die Organisationen der Twin Cities,die erwähnt wurden und das letzte mit vielen Blogs, die auf der ganzen Linie nur ein Thema behandelten, „Mein Leben als Kampagnenreporter.“ Sie war so beschämt, weil sie so wenig darüber wusste, was ihr Job mit sich bringen konnte, dass sie sich oft umsehen musste und sich vergewisserte, dass niemand sehen würde was sie gerade las.

Irgendwie schaffte sie es doch erwischt zu werden. „Wo hast du denn das gefunden?“

“Äh?” fragte Rory und schaute konzentriert von ihrem Laptop auf. Ihre Augen blieben auf einem großen, hageren, dunkelhaarigen Mann hängen, der vor ihr stand und sie schob ungewollt den Haufen Papier von ihrer Tasche neben ihr, der sogleich auf den Boden glitt. „Was?“

Er musste kurz schmunzeln, aber dann beugte er sich hinunter, um die Blätter aufzusammeln. “Tut mir Leid, ich wollte dich echt nicht unterbrechen. Es ist nur, wie bist du zu dem Caribou Kaffee gekommen? Der einzige erreichbare Ort von unserer charmanten Absteige aus ist der alte Markt gegenüber und da hast du den sicher nicht bekommen.“

“Da ist so eine Art Business-Training da drüben,” stammelte sie ungeschickt und zeigte auf einen anderen Bereich mit Meetingräumen weit am anderen Ende der Hotellobby.“Die haben anscheinend auf das gute Zeug bestanden.“

Seine Augen weitete sich in Heiterkeit.“Und du hast dich da einfach eingeschlichen?“

„Naja, sie waren gerade beim Essen,“ gestand sie.

Dieses Mal schaute er sie beeindruckt an. „Nicht schlecht! Du hast also so eine Art sechsten Sinn der dich zu Kaffee führt?“

Sie zuckte mit einer ihrer Schultern.“Ich hab eine Nase dafür, denke ich.“

“Gut,” sagte er, nickend,“ Gut zu wissen.”

Er schaute sie lang genug an und sie glaubte, dass er nun erwarte sie würde sich offiziell vorstellen. „Also…“ fing sie zögernd an.

„Ist das dein erster Tag?“ fragte er bevor sie den Satz zu Ende brachte.

Sie nickte und regte sich um die Blätter entgegenzunehmen. „Gut, ja, wie hast du-„ Gerade da fiel ihr ein, dass sie vergessen hatte die Seite wegzuschalten und sie zog ihre Hände hervor um zu verhindern, dass noch mehr notwendige Notizen hinunterfielen. Dann sagte sie mit einem schiefen Grinsen,“ Woher wusstest du das?“

„Nur so eine Ahnung,“ entgegnete er mit einem belustigten aber netten Lachen.“Ich glaube ich habe mich wieder erinnert. Ich war vor einigen Monaten in derselben Lage. Ich bin Patrick, Patrick Donnelly.“

Er streckte die Hand aus, diesmal um ihre Hand zu schütteln und Rory erfasste sie. „Rory, Rory Gilmore.“

“Gut, ich glaube ich werde dich hier noch öfter sehen, Rory Gilmore, besonders wenn du mal wieder eine Nase für guten Kaffee hast.”

“Ja, wir seh´n uns.” Sie erwiderte seinen kleinen Wink als er wegschlenderte mit einem Blick, der länger weilte als nötig, schüttelte dann etwas irritiert ihren Kopf und vergrub sich wieder in ihre Notizen.




“Das sind nur Sandwiches.” Luke warf ihr ein selbstbewusstes Grinsen zu und begann die Sachen aus der Kühlbox zu ziehen. „Ich hab leider nichts Interessanteres hier.“

„Luke, machst du Witze? Wenn du mich nicht hierher gebracht und ein Essen eingepackt hättest, würde ich jetzt Zuhause die Überreste von Al´s Streifzug in die bulgarische Küche herausfischen, während ich Paul Anka beim Kauen von Tennisbällen zusehe und versuchen nicht über die Abwesenheit von Rory nachzudenken. Das ist…“ sie hielt inne, schaute auf und lächelte dankbar.

„Danke, dass du mich hier hergebracht hast.“ Er schaute zu Boden und errötete etwas, da fuhr Lorelai fort um die Stimmung aufrecht zu halten.

„Weißt du, ich könnte mich an diese ganze Boot-Sache gewöhnen.“
Luke antwortete mit einem breiten Grinsen. „Du hast noch nicht das Klo benutzt.“

„Da hast du Recht.“ Sie zog eine Grimasse. “Und ich verfluche dich, weil du mich daran erinnert hast! Ich hab versucht nicht daran zu denken.“

Er lachte und Lorelai erwiderte das indem sie ein Kartoffelchip in seine Richtung warf. Als sie gerade dabei war erneut eines aus der Tüte zu holen, blickte er sie reuevoll an und sie lehnte sich in den Sitz zurück und steckte sich den Chip schnell in den Mund.

“Also, hey. Was ist aus deiner Bootsfahrt mit April geworden? Du hast erwähnt, dass ihr nicht gefahren seid und ich war so beschäftigt mit meinen Angelegenheiten und hab nicht einmal gefragt. Tut mir Leid.“ Sie schaute ihn mit einem schuldigen Stirnrunzeln an.

„Das ist ok. Du hattest viel um die Ohren.“ Er zuckte mit den Achseln. „April wurde tatsächlich ins Wissenschaftscamp diesen Sommer aufgenommen. Das wird von der Universität von Chicago veranstaltet. Die nehmen nicht jeden und es wird eine große Chance für sie, also konnte sie es einfach nicht verpassen. Sie werden einige Zeit im Field Museum und im Museum für Wissenschaft und Industrie verbringen und dann gibt es noch Vorträge, gehalten von Nobelpreisträgern der Wissenschaft, und so weiter. Aber das dauert sechs Wochen, also können wir die Bootsfahrt nicht machen. Ich meine, nicht die, die ich geplant hätte, denn sie ist nach dem Camp nur ein paar Wochen hier.“ Er zuckte erneut mit den Schultern. „Vielleicht kann ich sie auch nur für ein paar Tage mitnehmen oder so, aber wir werden die große Tour ein andermal machen.“

“Oh, Luke, das tut mir so Leid. Ich weiß wie sehr du dich darauf gefreut hast.“

„Ja, sicher, aber sie war so aufgeregt wegen diesem Camp. Und, ja,“ er gestikulierte undeutlich Richtung Lorelai, „es wird nicht so schlecht sein diesen Sommer in Stars Hollow zu bleiben.“

Dieses Mal errötete Lorelai, aber sie überspielte es indem sie fröhlich sagte,

“Echt? Du freust dich auf den Sommerfestivalmarathon den Taylor plant?“

Er grinste. „Ja, das wird mir meinen Sommer versüßen.“ Sie tauschten belustigte Blicke. Nach einem kurzen Moment sagte er noch, „Ich denke darüber nach April in Chicago beim Elternwochenende zu besuchen.“

“Das klingt nett.”

“Ich war mir nicht sicher, weil ich nicht der idiotische Dad sein wollte der beim Elternwochenende aufkreuzt, aber April hörte sich so an als würde sie wollen, dass ich komme, also…“

„Sicher will sie dich sehen!“ versicherte Lorelai ihm. „Und, da gibt es viele coole Sachen die ihr gemeinsam machen könnt, wenn du dort bist.“

“Ja?” Er neigte den Kopf zur Seite und schaute sie an. “Was für Sachen? Warst du schon mal in Chicago?”

„Nein, ich war nie da, aber Rory und ich haben einmal eine Reise dorthin geplant.“

“Wirklich?” fragte er und runzelte die Stirn. „Warum?“

„Wir haben viele Reisen geplant, die wir nie unternommen haben. Das war einer unserer Ticks. Als Rory klein war gingen wir zur Reiseführer-Abteilung der Bibliothek und nahmen irgendein Ziel. Und dann verbrachten wir die ganze nächste Woche oder die zwei Nächsten damit den perfekten Trip zu planen. Natürlich konnten wir es uns nicht leisten zu reisen…“ sie lächelte sehnsüchtig als sie daran zurückdachte, „aber wir hatten Spaß sie zu planen. Manchmal war es einfach lustiger zu wissen, dass wir extravagant sein könnten auch wenn wir nie irgendwo hingefahren sind.“

Sie blickte auf, sah wie er amüsiert seinen Kopf schüttelte und schaute schüchtern weg. „Also kannst du dich an irgendetwas erinnern?“ fragte er.

„Etwas das April gefallen könnte?“

„Also, ihr müsst euch Pizza bestellen wenn ihr dort seid.“

Er warf ihr einen ungläubigen Blick zu. „Pizza?“

“Nein, im Ernst. Chicago-Style Pizza. Der Hammer. Die original Pizzeria Uno befindet sich in Chicago.”

„Pizzeria Uno? Warum sollte ich nach Chicago fahren um in die Pizzeria Uno zu gehen, wo es doch eine im Einkaufszentrum gibt.“

“Na ja, das ist nur ein Vorschlag. Da gibt es noch mehr Plätze die vermutlich zu den besten gehören – Gino´s oder so. Ich kann mich gerade nicht an den Namen erinnern, aber wir können das nachschlagen. Und ihr würde Navy Pier gefallen. Das ist eine Art Marktplatz gemischt mit Karneval. Und wenn du das Gefühl hast, du müsstest ein bisschen Kultur machen, dort gibt es ein richtig gutes Kunstmuseum. Und, natürlich, shoppen in der Michigan Avenue." Sie grinste.

“Hätte ich ahnen können, dass in einer Reise ,die du und Rory geplant habt, Shopping am Programm steht?“

“Naja, also ich bin sicher wir können einen Haufen Sachen für euch finden, falls das Programm das für das Elternwochenende geplant ist lahm ist.“

„Klingt gut.“

Sie zuckte die Achseln. „Ich helfe gerne.“

“Das weiß ich,” sagte er in einem wissenden Ton.


Zitieren
#25

Bis zu dem Zeitpunkt als Rory ihr Gepäck vom Empfangspult abholte, war der Bus schon in die Auffahrt des Hotels gerollt und Einige von der Presse begannen ihre Koffer einzuladen. Sie gab ihre Taschen dem Fahrer, der sie im Bauch des Busses verstaute, und dann stieg sie die Stufen hinauf um ins Innere zu gelangen. Sie erblickte einen Platz, ein paar Reihen entfernt, aber dann zögerte sie, weil sie sich an den Rat ihrer Mutter erinnerte und ging noch weiter nach Hinten. Etwa auf zwei Dritteln des Weges sprach Darshana leise in ihr Handy, als sie mit ihren perfekt manikürten Fingernägeln auf die Rückseite des Sitzes vor ihr tippte.

Rory ging an ihr vorbei und steuerte eine Gruppe Frauen an, unter denen sich Meredith und Rachael befanden. Sie atmete tief ein, steuerte auf die Gruppe zu und versuchte Rachaels Aufmerksamkeit zu finden, während diese gerade mit dem Rest der Frauen angeregt plauderte. Rachael schaute kurz auf, aber erkannte Rory nicht, und abgeneigt die Unterhaltung zu unterbrechen, ließ sie sich stattdessen in den nächsten freien Sitz fallen.

Rory sank gegen die Buswand und lehnte ihren Kopf ans kühle Fenster; die Vibrationen des Motors, der ein paar Minuten später angelassen wurde, bemerkte sie kaum. Als sie aus der Stadt fuhren streckte sich der Himmel vor ihr aus, blau und weit über endlosen Kornfeldern und die raschelnden Blätter der jungen Pflanzen schimmerten grün im Sonnenlicht.




„Oh Gott! Kannst du das Ding nicht noch etwas langsamer lenken?” fragte Lorelai und zappelte nervös herum.

„Entschuldige, dass ich kein Loch in meinem brandneuen Boot haben will,“ sagte Luke schroff. Als er sich aber umdrehte um Lorelai anzusehen, lachte er in sich hinein. „Oh, ich verstehe, jemand muss wieder exzentrisch sein?“ neckte er sie gnadenlos.

„Badezimmer,“ beschwichtigte sie. „Und ja, als ob du es nicht wüsstest.”

“Ich sagte du sollst die Toilette benutzen.” Er zeigte mit dem Daumen zur Kajüte.

Sie schaute ihn entsetzt an. „Du meinst diesen möchtegern Maurertopf in der winzigen, engen Zelle?“

„Das ist eine mobile Toilette.“ Er schielte über seine Schulter

“Ich weiß. Tragbar. Damit ist gemeint du nimmst es dann vom Boot und,” sie wand ihren Kopf aus Ekel, „putzt es.“

„Ich hab das Problem nicht erkannt. Ich hab nicht gesagt du musst es putzen.“

“Und das ist gut so,” sagte sie und richtete ihren Zeigefinger auf ihn. „Aber die Tatsache, dass es geputzt werden müsste, meint auch wir müssten es, du weißt schon, herumtragen.“

Er lachte, während er die Drossel zurückschraubte und drehte sich in seinem Sitz um, um sie belustigt anzusehen. „Du weißt, dass das lächerlich ist, richtig?“

„Was machst du da? Dein Anlegeplatz ist gleich dort!“ sie zeigte auf die freie Stelle.“Worauf wartest du noch?“

“Das wird “Gleiten“ genannt.” Sagte er mit einem Grinsen.

Luke seufzte übertrieben und schraubte die Drossel noch mehr zurück, um das Boot auf das Gleiten vorzubereiten. Er ließ es sachte auf seinen Platz gleiten, sodass der Plastikpuffer leise gegen das Dock stieß.

Während er ausstieg, um das Boot festzumachen, fragte sie ungeduldig, „Wo hast du gesagt soll die Toilette sein?“

„Im Geschäft des Hafens,“ antwortete er und zeigte ihr die Richtung.

Kaum waren die Worte aus seinem Mund sprang Lorelai vom Boot und machte sich auf den Weg den voll ausgestatteten Waschraum zu finden – mit Entwässerungsrohren – erleichtert einen gefunden zu haben, der frei und sauber war. Als sie zum Boot zurückkehrte fühlte sie sich wesentlich leichter. Luke begrüßte sie mit einer hochgezogenen Braue. „Besser?“

„Viel besser, Danke,” erwiderte sie schuldbewusst aber selbstbewusst, da der Notfall vorüber war.

„Gut,” sagte er sachlich, „Ich hoffe du überwindest es.”

„Was soll ich überwinden?“

„Die Angst vor der tragbaren Toilette.“

„Ich habe keine Angst!” meinte sie entrüstet. „Ich hab´s nur lieber, wenn mein Abfall weggespült wird, sodass ich nicht mehr darüber nachdenken muss.“ Sie hob ihren Kopf, um in seine Augen zu sehen und nachdenklich spitzte sie die Lippen. „Warum?“

„Was Warum?“

„Warum interessiert es dich, ob ich darüber hinwegkomme?“

Er zuckte gleichgültig die Achseln. „Du würdest keine Nachtfahrt überstehen ohne die Toilette zu benutzen.“

„Oh,” sagte sie sichtlich verblüfft. „Eine Nachtfahrt? Du willst mich auf einen nächtlichen Trip mitnehmen?“ Der Gedanke an eine “Übernachtung“ mit Luke erfreute sie und brachte sie zugleich aus der Fassung.

Er sah für einen Moment so aus als würde es ihm Leid tun, dass er die Idee hatte, oder er schämte sich dafür. „Ich weiß auch nicht, vielleicht irgendwann, das wäre nett,“ stammelte er.

Sie schaute ihn kurz an und lächelte sanft. „Das hört sich gut an.“


Zitieren
#26

Das haben wir gut hinbekommen Wink

Also mir gefällt es, wie du ja weißt^^ sehr gut und ich finde es vermittelt das richtige Gilmore Feeling. Und man kann es immer wieder lesen, beim Übersetzen und Lesen hab ich immer so einen Film vor Augen und sehe wie die Figuren agieren Big Grin

!...!

       
 
Zitieren
#27

Big Grin Ja, das mit dem Übersetzen ist so eine Sache!! Big Grin Ich rede da aus Erfahrung!! Wink
Du machst das prima, oder sollte ich sagen ihr?

Auf jeden Fall ist diese FF klasse!! Wink Weiter so!

Liebe Grüße Sindy Big Grin
Zitieren
#28

Hi

das nenne ich mal einen langen Teil.
Es hat mir mal wieder super gefallen, du bist eine richtig gute Übersetzerin.

Rorys Job ist mal ganz schön interessant, was sie da alles erlebt. Ich kann mir schon vorstellen wie sie reagiert wenn sie nicht genug auf was vorbereitet ist, typisch Rory.

Das Ausflug von Luke und Lorelai ist super, wunderschön besser kann man es nicht beschreiben. Echt süß wieviel Mühe Luke sich gemacht, er möchte halt das sie glücklich ist.

Ich freue mich schon auf den neuen Teil, wenn man die FF ließt kriegt man wie Melitta schon sagt das Gilmore-Girls Feeling. Du hast eine tolle Wahl getroffen.

[SIGPIC][/SIGPIC]
Meine FF:Sie ist anders als all die anderen-Die Fortsetzung
Zitieren
#29

ich kann mich eigentlich auch nur den dreien anschließen!

ich finde es echt total super von dir dass du dir die mühe machst das alles zu übersetzen... oder ihr? kathi bist du auch daran beteiligt? Big GrinBig Grin

ich bin ja mal gespannt was da mit diesem patrick donnelly ist Wink irgendwie hab ich das gefühl da liegt was in der luft WinkWink

das spielt sich beim lesen wie ein film in meinem kopf ab Smile also echt total super

freu mich schon auf den nächsten teil!

lg margie

Sei Du selbst die Veränderung, die du auf der Welt sehen möchtest.
- Mahatma Gandhi
Zitieren
#30

gilmoreGirl nr1 schrieb:kathi bist du auch daran beteiligt? Big GrinBig Grin

Ja Smile

Diese "Folge" hat Christa übersetzt und ich hab gebetat (sagt man das so^^)
Die nächste Folge hab ich übersetzt und Christa wird beta lesen. Smile

Sonst wäre es so anstrengend^^

Schön, dass es dir gefällt Smile

!...!

       
 
Zitieren


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 2 Gast/Gäste