31.12.2004, 01:11
Schlaf, Kindchen, schlaf...
Lorelai und Rory lieÃen sich geschafft in die Sessel des gemütlichen StraÃencafés fallen. Sie waren nun schon den ganzen Tag unterwegs gewesen. Sie hatten den Eiffelturm, die âNotre Dameâ und viele andere Sehenswürdigkeiten der Stadt Paris besichtigt. Sie waren durch die vielen schönen Gassen geschlendert und hatten in vielen kleinen Läden nach Mitbringseln und Souvenirs gestöbert. Sie waren die ganze Zeit so fasziniert von dieser Stadt gewesen, dass sie nicht eine einzige Pause gemacht hatten. Sie liebten Paris. Obwohl es 37° Celsius im Schatten hatte. Sie liebten Paris. Doch nun waren sie wirklich erledigt. Ihnen taten die FüÃe weh und ihre Kleider klebten an ihren Körpern. Sie schwitzten. So sehr, wie sie es noch nie getan hatten. Sie waren froh nun endlich in einem klimatisierten Café zu sitzen und freuten sich, bald etwas Gekühltes zu trinken zu bekommen. Das Wasser, das sie in ihren Rucksäcken mit sich herumtrugen, war bereits eklig warm und keinesfalls mehr als Erfrischung zu gebrauchen. Nichts war von der Sonne verschont geblieben, nicht einmal die leckeren Schokopralinen, die sie in einer Confisserie in einer versteckten Ecke in Paris erstanden haben. Diese waren nun zermatscht und schon fast flüssig. Das würde die Gilmores zwar nicht davon abhalten, diese zu essen, doch schade war es schon, da sie doch extra die in Pralinen in Form von Tieren genommen hatten.
Nun warteten sie schon seit fünf Minuten ungeduldig auf einen Kellner. Lorelai hatte gemerkt, dass sie bereits von einem Kellner gesichtet wurden, doch dieser hatte es anscheinend nicht sehr eilig sie zu bedienen. Lorelai hätte ihm am liebsten einen dummen Spruch zugerufen und ihn damit dazu gebracht, dass er sie endlich bedienen würde, doch dafür wies ihr französisches Vokabular leider zu viele Lücken auf, oder anders gesagt, ihr Vokabular war eine einzige Lücke. Sie wollte Rory fragen, ob sie nicht vielleicht mit dem Kellner reden und ihn dazu bringen könnte, sie endlich zu bedienen, doch diese war erschöpft auf ihrem Sessel eingeschlafen. Lorelai betrachtete ihre Tochter. Sie sah so süà und unschuldig aus. Wie ein kleines Kind. Lorelai strich ihr eine Haarsträhne weg, die ihr ins Gesicht gefallen war. Für einen kurzen Moment fühlte sie sich wie eine Mutter, die ihr kleines Kind beschützen musste. Und es fühlte sich gut an, obwohl sie wusste, dass diese Zeiten schon lange vorbei waren. Sie erfuhr ein kurzes Glücksgefühl, das sie lange nicht mehr gehabt hatte. Das Gefühl gebraucht zu werden.
Doch schon wieder fing ihr Rachen an, nach etwas zu trinken zu schreien. Lorelai fing langsam an sich aufzuregen. âIch gehe jetzt zu diesem doofen Kellner. Irgendwie wird der schon verstehen, dass ich nicht ewig Zeit habe und er uns gefälligst endlich bedienen soll.â, Lorelai murmelte wütend vor sich hin. Sie erhob sich mühevoll aus ihrem Sessel und stapfte zum Tresen, an welchem der Kellner, von dem sie wusste, dass er sie einfach ignorierte stand. Der Kellner war gerade in eine angeregte Unterhaltung mit einem Gast verwickelt. Lorelai musste an Michel denken, weil dieser Kellner ihm doch sehr ähnlich war und es huschte ein Lächeln über ihre Lippen. Sie tippte dem Kellner auf die Schulter. Dieser drehte sich um und funkelte sie böse an. âExcusez-moi, Monsieur...â
Rory öffnete die Augen. Sie musste eigeschlafen sein. Der Tag war ja auch anstrengend genug gewesen. Sie blinzelte durch ihre vom Schlaf verhangenen Augen. Die Sonne, die durch die Scheiben des Cafés schien, blendete sie. âMom?â, sie schaute auf den Sessel neben sich. Doch dieser war leer. Wo war Lorelai hingegangen? Vorher war sie doch noch dagewesen und Rory war doch höchstens für zehn Minuten kurz eingenickt. Sie schaute um sich, doch Lorelai war im ganzen Café nicht zu finden. Rory entschied sich nun einfach erst einmal zu warten. Lorelai würde schon wieder kommen. Sie lehnte sich in ihren Sessel zurück und betrachtete die Leute an den anderen Tischen. Sie liebte es, andere Leute zu beobachten. Sie fand das irgendwie interessant. Sie blieb mit ihrem Blick an einem Tisch hängen, an dem ein junger Mann von ca. 19 Jahren saÃ, alleine. Er hatte braune, fast schwarze Haare und dunkle Haut. Er trug eine verwaschene Jeans und ein schwarzes T-Shirt. Sie betrachtete diesen Mann eine Weile. Der Mann schien bemerkt zu haben, dass Rory ihn beobachtete. Er schaute zu ihr auf. Sie wandte den Blick nicht von ihm ab. Sie konnte nicht, sie war machtlos gegen das Lächeln dieses Mannes, das ihr nun entgegen strahlte. Sie schlug verführerisch ihre Lider aufeinander und lächelte gespielt schüchtern zurück. Sie wollte mit diesem Mann spielen und es schien zu funktionieren. Er ging auf ihr Spiel ein. Immer wieder wandte sie kurz den Blick von ihm ab und wartete darauf, dass er ihren Blick wieder zu sich zog. Es schien ihm zu gefallen und Rory gefiel es auch.
Auf einmal stand der Mann auf und ging auf Rory zu. Sie war gespannt, was nun passieren würde. Sie war gespannt, aber sie hatte keine Angst. Sie war ungewöhnlich mutig. Der Mann kam näher und als er an Rorys Tisch angekommen war, machte er eine Getse, ob er sich setzen dürfte. Seine Höflichkeit machte ihn für Rory noch interessanter und aufregender. Sie nickte leicht mit dem Kopf und der Mann setzte sich. Sie sah jeden einzelnen seiner Bauchmuskeln, denn auch der Mann schien zu schwitzen, was dazu führte, dass sich sein Shirt, wie eine zweite Haut um seinen Körper schmiegte. Rory war sichtlich erregt, das merkte auch der Mann. Er nahm Rorys Hand sanft in seine und fing an zärtlich mit seinem Zeigefinger Linien auf ihrer Hand zu zeichnen. Rory schloss die Augen und genoss dieses leichte Kitzeln auf ihrer Handfläche. Sie stellte sich die verrücktesten Sachen vor, die dieser Mann mit ihr machen würde. Sie wusste nicht einmal seinen Namen, doch sie fühlte sich diesem Mann irgendwie verbunden, so verbunden, dass ein Name unwichtig erschien. Er blieb irgendwann mit seinem Finger nicht mehr nur auf ihrer Hand, sondern fing an die Linien auf ihrem ganzen Arm zu zeichnen. Es gefiel Rory. Als er an ihrem Hals angekommen war, nahm er seinen Finger von ihrer Haut. Rory öffnete ihre Augen nicht. Sie wollte sich überraschen lassen, von dem was kam. Drei Sekunden lang kam erst einmal gar nichts und dann hörte sie seinen Atem näher kommen. Es war ein gleichmäÃiges und ruhiges Atmen. Das gefiel Rory. Sie fühlte seinen warmen Atem an ihrem Hals. Sie neigte ihren Kopf auf die Seite, von dem Mann weg. Er wusste, was sie wollte. Er küsste sie sanft auf den Hals und Rory bekam Gänsehaut. Erst nur auf dem Hals, doch dann verteilte sie sich schnell über ihren ganzen Körper. Er küsste sie erneut auf den Hals und Rory lieà sich von seinen Küssen verwöhnen. Am liebsten wäre es ihr gewesen, wenn er nie damit aufgehört hätte ihren Hals zu küssen. Doch er fasste sie sanft am Kinn und Rory öffnete nun endlich ihre Augen. Sie richtete ihren Blick in seine Richtung und sie schauten sich tief in die Augen. Es durchfuhr sie wie ein Stromschlag, als sie ihm so direkt in die Augen schaute. Sie waren tiefbraun. Sie verlor sich in seinem Blick. Sie wollte sich nie wieder aus seinem Blick lösen und ihm schien es genauso zu gehen. Selbst als er mit seinem Gesicht näher kam um ihr einen leichten, zaghaften Kuss auf die Lippen zu geben, schlossen sie ihre Augen nicht. Als wollten sie damit diesen Augenblick für immer festhalten. Plötzlich fuhr der Mann zusammen. Er schien erschrocken. Rory wusste nicht, was ihn so verschreckte. Eigentlich interessierte es sie auch nicht. Der Mann stand auf und verlieà wortlos, ohne Rory ein weiteres mal anzusehen, das Café. Rory schaute dem Mann nach, bis er hinter der nächsten Ecke verschwunden war. Sie wusste, sie würde diesen Mann nie wieder sehen. Doch das machte sie nicht traurig. Sie hatte gar kein Gefühl. Als wäre das alles überhaupt nicht passiert. Doch gleichzeitig steckte ihr dieses Erlebnis noch tief in den Knochen. Sie hatte das Gefühl, als würde sein Finger noch immer auf ihrem Arm ungestört seine Linien ziehen. Mit diesem Gefühl schlief Rory erneut ein.
Lorelai kam im selben Moment mit einem Kellner im Schlepptau, der sichtlich genervt aussah, zurück an ihren Tisch. Der Kellner stellte zwei Gläser kühles Wasser und zwei Tassen Espresso auf ihrem Tisch ab und Lorelai bedankte sich mit einem zynischen âMerciâ. Doch der Kellner war längst von dannen, er schien keine Sekunde länger mit dieser nervigen Frau verbringen zu wollen. Wieder fiel Lorelais Blick auf die schlafende Rory und wieder sah sie so unschuldig aus, als wäre könnte dieses Mädchen nichts Schlimmes tun oder denken. Sie tippte Rory sanft auf die Schulter um sie zu wecken. Rory wachte gleich auf. âWo bist du gewesen? Ich habe dich hier nirgends gesehen. Warum bist du überhaupt so lange weggeblieben?â, fragte Rory und gähnte gleich danach. âWieso lange? Ich war höchstens zwei Minuten weg und ich stand die ganze Zeit dahinten am Tresenâ, antwortete Lorelai verwirrt, âda hättest du mich eigentlich sehen müssen.â Rory erschrak. Hatte Lorelai etwa alles mitbekommen, was sie mit dem Mann gemacht hatte? Das wäre unglaublich peinlich gewesen. Ihr stieg die Röte ins Gesicht âHast du mich gesehen, mit dem braunhaarigen Mann?â, fragte Rory mit zitternder Stimme. âWelcher Mann? Du hast doch die ganze Zeit geschlafen. Nun trink erstmal was. Du musst ja ganz ausgetrocknet sein.â...
Lorelai und Rory lieÃen sich geschafft in die Sessel des gemütlichen StraÃencafés fallen. Sie waren nun schon den ganzen Tag unterwegs gewesen. Sie hatten den Eiffelturm, die âNotre Dameâ und viele andere Sehenswürdigkeiten der Stadt Paris besichtigt. Sie waren durch die vielen schönen Gassen geschlendert und hatten in vielen kleinen Läden nach Mitbringseln und Souvenirs gestöbert. Sie waren die ganze Zeit so fasziniert von dieser Stadt gewesen, dass sie nicht eine einzige Pause gemacht hatten. Sie liebten Paris. Obwohl es 37° Celsius im Schatten hatte. Sie liebten Paris. Doch nun waren sie wirklich erledigt. Ihnen taten die FüÃe weh und ihre Kleider klebten an ihren Körpern. Sie schwitzten. So sehr, wie sie es noch nie getan hatten. Sie waren froh nun endlich in einem klimatisierten Café zu sitzen und freuten sich, bald etwas Gekühltes zu trinken zu bekommen. Das Wasser, das sie in ihren Rucksäcken mit sich herumtrugen, war bereits eklig warm und keinesfalls mehr als Erfrischung zu gebrauchen. Nichts war von der Sonne verschont geblieben, nicht einmal die leckeren Schokopralinen, die sie in einer Confisserie in einer versteckten Ecke in Paris erstanden haben. Diese waren nun zermatscht und schon fast flüssig. Das würde die Gilmores zwar nicht davon abhalten, diese zu essen, doch schade war es schon, da sie doch extra die in Pralinen in Form von Tieren genommen hatten.
Nun warteten sie schon seit fünf Minuten ungeduldig auf einen Kellner. Lorelai hatte gemerkt, dass sie bereits von einem Kellner gesichtet wurden, doch dieser hatte es anscheinend nicht sehr eilig sie zu bedienen. Lorelai hätte ihm am liebsten einen dummen Spruch zugerufen und ihn damit dazu gebracht, dass er sie endlich bedienen würde, doch dafür wies ihr französisches Vokabular leider zu viele Lücken auf, oder anders gesagt, ihr Vokabular war eine einzige Lücke. Sie wollte Rory fragen, ob sie nicht vielleicht mit dem Kellner reden und ihn dazu bringen könnte, sie endlich zu bedienen, doch diese war erschöpft auf ihrem Sessel eingeschlafen. Lorelai betrachtete ihre Tochter. Sie sah so süà und unschuldig aus. Wie ein kleines Kind. Lorelai strich ihr eine Haarsträhne weg, die ihr ins Gesicht gefallen war. Für einen kurzen Moment fühlte sie sich wie eine Mutter, die ihr kleines Kind beschützen musste. Und es fühlte sich gut an, obwohl sie wusste, dass diese Zeiten schon lange vorbei waren. Sie erfuhr ein kurzes Glücksgefühl, das sie lange nicht mehr gehabt hatte. Das Gefühl gebraucht zu werden.
Doch schon wieder fing ihr Rachen an, nach etwas zu trinken zu schreien. Lorelai fing langsam an sich aufzuregen. âIch gehe jetzt zu diesem doofen Kellner. Irgendwie wird der schon verstehen, dass ich nicht ewig Zeit habe und er uns gefälligst endlich bedienen soll.â, Lorelai murmelte wütend vor sich hin. Sie erhob sich mühevoll aus ihrem Sessel und stapfte zum Tresen, an welchem der Kellner, von dem sie wusste, dass er sie einfach ignorierte stand. Der Kellner war gerade in eine angeregte Unterhaltung mit einem Gast verwickelt. Lorelai musste an Michel denken, weil dieser Kellner ihm doch sehr ähnlich war und es huschte ein Lächeln über ihre Lippen. Sie tippte dem Kellner auf die Schulter. Dieser drehte sich um und funkelte sie böse an. âExcusez-moi, Monsieur...â
Rory öffnete die Augen. Sie musste eigeschlafen sein. Der Tag war ja auch anstrengend genug gewesen. Sie blinzelte durch ihre vom Schlaf verhangenen Augen. Die Sonne, die durch die Scheiben des Cafés schien, blendete sie. âMom?â, sie schaute auf den Sessel neben sich. Doch dieser war leer. Wo war Lorelai hingegangen? Vorher war sie doch noch dagewesen und Rory war doch höchstens für zehn Minuten kurz eingenickt. Sie schaute um sich, doch Lorelai war im ganzen Café nicht zu finden. Rory entschied sich nun einfach erst einmal zu warten. Lorelai würde schon wieder kommen. Sie lehnte sich in ihren Sessel zurück und betrachtete die Leute an den anderen Tischen. Sie liebte es, andere Leute zu beobachten. Sie fand das irgendwie interessant. Sie blieb mit ihrem Blick an einem Tisch hängen, an dem ein junger Mann von ca. 19 Jahren saÃ, alleine. Er hatte braune, fast schwarze Haare und dunkle Haut. Er trug eine verwaschene Jeans und ein schwarzes T-Shirt. Sie betrachtete diesen Mann eine Weile. Der Mann schien bemerkt zu haben, dass Rory ihn beobachtete. Er schaute zu ihr auf. Sie wandte den Blick nicht von ihm ab. Sie konnte nicht, sie war machtlos gegen das Lächeln dieses Mannes, das ihr nun entgegen strahlte. Sie schlug verführerisch ihre Lider aufeinander und lächelte gespielt schüchtern zurück. Sie wollte mit diesem Mann spielen und es schien zu funktionieren. Er ging auf ihr Spiel ein. Immer wieder wandte sie kurz den Blick von ihm ab und wartete darauf, dass er ihren Blick wieder zu sich zog. Es schien ihm zu gefallen und Rory gefiel es auch.
Auf einmal stand der Mann auf und ging auf Rory zu. Sie war gespannt, was nun passieren würde. Sie war gespannt, aber sie hatte keine Angst. Sie war ungewöhnlich mutig. Der Mann kam näher und als er an Rorys Tisch angekommen war, machte er eine Getse, ob er sich setzen dürfte. Seine Höflichkeit machte ihn für Rory noch interessanter und aufregender. Sie nickte leicht mit dem Kopf und der Mann setzte sich. Sie sah jeden einzelnen seiner Bauchmuskeln, denn auch der Mann schien zu schwitzen, was dazu führte, dass sich sein Shirt, wie eine zweite Haut um seinen Körper schmiegte. Rory war sichtlich erregt, das merkte auch der Mann. Er nahm Rorys Hand sanft in seine und fing an zärtlich mit seinem Zeigefinger Linien auf ihrer Hand zu zeichnen. Rory schloss die Augen und genoss dieses leichte Kitzeln auf ihrer Handfläche. Sie stellte sich die verrücktesten Sachen vor, die dieser Mann mit ihr machen würde. Sie wusste nicht einmal seinen Namen, doch sie fühlte sich diesem Mann irgendwie verbunden, so verbunden, dass ein Name unwichtig erschien. Er blieb irgendwann mit seinem Finger nicht mehr nur auf ihrer Hand, sondern fing an die Linien auf ihrem ganzen Arm zu zeichnen. Es gefiel Rory. Als er an ihrem Hals angekommen war, nahm er seinen Finger von ihrer Haut. Rory öffnete ihre Augen nicht. Sie wollte sich überraschen lassen, von dem was kam. Drei Sekunden lang kam erst einmal gar nichts und dann hörte sie seinen Atem näher kommen. Es war ein gleichmäÃiges und ruhiges Atmen. Das gefiel Rory. Sie fühlte seinen warmen Atem an ihrem Hals. Sie neigte ihren Kopf auf die Seite, von dem Mann weg. Er wusste, was sie wollte. Er küsste sie sanft auf den Hals und Rory bekam Gänsehaut. Erst nur auf dem Hals, doch dann verteilte sie sich schnell über ihren ganzen Körper. Er küsste sie erneut auf den Hals und Rory lieà sich von seinen Küssen verwöhnen. Am liebsten wäre es ihr gewesen, wenn er nie damit aufgehört hätte ihren Hals zu küssen. Doch er fasste sie sanft am Kinn und Rory öffnete nun endlich ihre Augen. Sie richtete ihren Blick in seine Richtung und sie schauten sich tief in die Augen. Es durchfuhr sie wie ein Stromschlag, als sie ihm so direkt in die Augen schaute. Sie waren tiefbraun. Sie verlor sich in seinem Blick. Sie wollte sich nie wieder aus seinem Blick lösen und ihm schien es genauso zu gehen. Selbst als er mit seinem Gesicht näher kam um ihr einen leichten, zaghaften Kuss auf die Lippen zu geben, schlossen sie ihre Augen nicht. Als wollten sie damit diesen Augenblick für immer festhalten. Plötzlich fuhr der Mann zusammen. Er schien erschrocken. Rory wusste nicht, was ihn so verschreckte. Eigentlich interessierte es sie auch nicht. Der Mann stand auf und verlieà wortlos, ohne Rory ein weiteres mal anzusehen, das Café. Rory schaute dem Mann nach, bis er hinter der nächsten Ecke verschwunden war. Sie wusste, sie würde diesen Mann nie wieder sehen. Doch das machte sie nicht traurig. Sie hatte gar kein Gefühl. Als wäre das alles überhaupt nicht passiert. Doch gleichzeitig steckte ihr dieses Erlebnis noch tief in den Knochen. Sie hatte das Gefühl, als würde sein Finger noch immer auf ihrem Arm ungestört seine Linien ziehen. Mit diesem Gefühl schlief Rory erneut ein.
Lorelai kam im selben Moment mit einem Kellner im Schlepptau, der sichtlich genervt aussah, zurück an ihren Tisch. Der Kellner stellte zwei Gläser kühles Wasser und zwei Tassen Espresso auf ihrem Tisch ab und Lorelai bedankte sich mit einem zynischen âMerciâ. Doch der Kellner war längst von dannen, er schien keine Sekunde länger mit dieser nervigen Frau verbringen zu wollen. Wieder fiel Lorelais Blick auf die schlafende Rory und wieder sah sie so unschuldig aus, als wäre könnte dieses Mädchen nichts Schlimmes tun oder denken. Sie tippte Rory sanft auf die Schulter um sie zu wecken. Rory wachte gleich auf. âWo bist du gewesen? Ich habe dich hier nirgends gesehen. Warum bist du überhaupt so lange weggeblieben?â, fragte Rory und gähnte gleich danach. âWieso lange? Ich war höchstens zwei Minuten weg und ich stand die ganze Zeit dahinten am Tresenâ, antwortete Lorelai verwirrt, âda hättest du mich eigentlich sehen müssen.â Rory erschrak. Hatte Lorelai etwa alles mitbekommen, was sie mit dem Mann gemacht hatte? Das wäre unglaublich peinlich gewesen. Ihr stieg die Röte ins Gesicht âHast du mich gesehen, mit dem braunhaarigen Mann?â, fragte Rory mit zitternder Stimme. âWelcher Mann? Du hast doch die ganze Zeit geschlafen. Nun trink erstmal was. Du musst ja ganz ausgetrocknet sein.â...
du hast mir nichts versprochen. du hast dein versprechen gehalten.