27.09.2009, 23:45
melitta schrieb:Bei uns ist das bis jetzt immer so gewesen (Salzburg), dass ungültige Stimmen nie angesprochen wurden, niedrige Wahlbeteiligungen haben jedoch rege Diskussionen ausgelöst.
Ja, vielleicht unmittelbar nach der Wahl. Da wird dann kurz mal beklagt, dass die Wahlbeteiligung auf einem historischen Tief ist.
Aber das ist schnell vergessen.
Ich würde mir wünschen, dass mal etwas dagegen getan wird.
Ich fände es z.B. gut, wenn bei einer zu niedrigen Wahlbeteiligung - sagen wir, unter 70% - die Wahl wiederholt wird, bis eine genügend hohe Wahlbeteiligung erreicht wird.
Denn wenn man sich mal überlegt:
Eine Wahlbeteiligung von 60 % und dann ein Stimmenanteil der CDU/CSU von 33 % entspricht ja nicht etwa 33% der Wahlberechtigten, sondern nur 33% von 60% der Wahlberechtigten.
Wenn man das mal umrechnet und annimmt, dass es 60 Mio. Wahlberechtigte gibt (ist wahrscheinlich etwas viel), kommt man auf einen Stimmenanteil von gerade mal 19,8% der Wahlberechtigten!!
Wenn man dann die anderen Parteien entsprechend dazu rechnet, stellt man fest, dass alle zusammen vielleicht grad mal die Hälfte der Wahlberechtigten vertreten!
Und genau sowas dürfte es einfach nicht geben! Es müsste sichergestellt werden, dass wirklich die Mehrheit der Wahlberechtigten auch durch eine Patei bzw. Koalition vertreten ist. Erst dann kann man wirklich sagen, dass eine Wahl den Wählerwillen wiederspiegelt.
What's meant to be will come your way, what's not will fall away.