Aktive Themen

Foren-Statistiken
  • Foren-Beiträge:871.098
  • Foren-Themen:4.096
  • Mitglieder:17.115
  • Neuestes Mitglied:Kaevorlly


Geschrieben von: Mikeline
28.06.2008, 13:24
Forum: Fanfiction
- Antworten (25)

gelöscht....

Drucke diesen Beitrag


Geschrieben von: curlie_angel
27.06.2008, 20:00
Forum: Fanfiction
- Antworten (31)

Okay, da ich total im Twilight-Fieber bin hab ich beschlossen eine FF zu schreiben...

Titel: I miss you
Autor : moi (curlie_angel)
Raiting : PG-13
Disclaimer : keine der Personen gehören mir sondern S.M. und ich verdiene kein Geld mit dieser FF
Sonstige Bemerkungen/Spoilerwarnung: das Buch spielt nach Band 3 "biss... zum abendrot"


I miss you

Kapitel 1: Finally?!

„Bella… Bella… Wach auf…“, müde öffnete ich meine Augen und sah Alice, die neben meinem Bett stand. Was wollte sie hier?, fragte ich mich und nach einem kurzen Blick auf meinem Wecker fügte ich noch ein „und warum ist sie schon so früh hier“ hinzu.
„Komm schon, Bella. Steh auf. Wir müssen dich für deinen großen Tag fertig machen.“, sagte Alice und sah mich grinsend an. Okay, nun hatte sich auch dieses Rätsel gelöst. Alice war hier, weil ich heute heiraten würde. Endlich war es soweit. Meine Hochzeit… mit Edward. Und schon war ich hellwach… und aufgeregt.
„Ah, viel besser. Und du grinst sogar.“, Alice setzte sich auf den Schaukelstuhl, der in meinem Zimmer stand und sah sich um. „Deine Mom kommt auch bald. Esme holt sie nachher vom Flughafen ab.“
Langsam stand ich auf und suchte nach etwas zum Anziehen. „Alice? Wie lange haben wir noch bis zur Hochzeit?“
“Genügend Zeit. Keine Panik.“, erwiderte sie und ich unterbrach meine Suche kurz, um sie skeptisch anzusehen. Irgendwie glaubte ich ihr nicht.

„Schau mich nicht so an. Wenn ich sage, dass wir genügend Zeit haben, dann haben wir das auch… oder glaubst du mir etwa nicht?“
“Doch… schon… aber…“

„Aber was?“
„Na ja… es gibt doch noch so viel zu machen. Meine Haare, das Make-Up, ich muss mein Kleid anziehen und du und Rosalie müsst euch noch fertig machen. Immerhin seid ihr die Braujungfern.“, plapperte ich vor mir hin und hörte Alice kurz lachen.
„Bella. Keine Panik. Ich bin mir 100%-ig sicher, dass alles klappen wird. Und jetzt gehst du ins Bad, duscht und machst dich fertig.“, mit diesen Worten drückte sie mir meine Klamotten in die Hand und schob mich aus der Tür.
Während ich unter Dusche stand, dachte ich über die letzten Jahre nach. Seit ich nach Forks gezogen war hatte sich mein Leben um 180° gedreht. Immerhin war ich in einen Vampir verliebt, den ich in ein paar Stunden heiraten würde, mein bester Freund war ein Werwolf und meine Eltern wusste von alldem nichts. Aber war Jacob überhaupt noch mein bester Freund? Immerhin ist er nachdem wir uns geküsst haben einfach abgehauen. Der Kuss. In letzter Zeit hatte ich mich immer öfters gefragt, ob es okay war, was ich da gemacht hatte. Immerhin war ich mit Edward zusammen und ich liebte ihn. Also warum schmiss ich mich dann einfach an Jacob ran? Und warum war Edward so verständnisvoll? Sollte er mich nicht eigentlich dafür hassen? Oder sollte ich mich dafür hassen? Edward meinte zwar, dass er verstand, warum ich Jacob liebte, da er da war als Edward mich verlassen hatte aber das war doch kein Grund, oder? Seufzend stieg ich aus der Dusche und trocknete mich ab. Würde Jacob zu der Hochzeit kommen? Aber warum sollte er? Um sich selbst zu quälen? Das würde er nicht tun, oder? Und warum wollte ich, dass er kommt? Um Edward zu zeigen, dass ich auch heirate, wenn Jacob da war? Das war unfair und passte nicht zu mir. Aber in letzter Zeit hatte ich einige Dinge gemacht, die nicht zu mir passten.

Ein paar Stunden später

„Bella… du schaust einfach toll aus.“, sagte Alice und lächelte mich an.
„Danke, Alice. Aber das hab ich alles nur dir zu verdanken. Immerhin hast du das Kleid ausgesucht und mir die Haare gemacht und mich geschminkt. Ohne dich würde ich nicht so aussehen. Daher…“, gerade als ich weiterreden wollte ging die Tür auf und meine Mom und Esme kamen herein.
„Bella. Es ist so schön dich zu sehen.“, rief meine Mutter und umarmte mich. Ich war froh sie zu sehen. Anfangs war ich zwar etwas skeptisch gewesen, dass sie meine Verlobung mit Edward gutheißen würde, da sie mir immer wieder gesagt hatte, dass ich nicht zu jung heiraten sollte aber sie mochte Edward und wusste, dass wir uns liebten. Und das war alles was für sie zählte.
„Mom. Ich hab dich vermisst. Ich freu mich so, dass du hier bist.“, ich lächelte meine Mom glücklich an und merkte, dass ich Tränen in den Augen hatte.
„Dachtest du etwa, dass ich nicht kommen würde? Immerhin ist es deine Hochzeit, Schatz. Die lass ich mir doch nicht entgehen.“, antworte meine Mom und musterte mich. „Du schaust wunderschön aus. Ich würde mich nicht wunder, wenn Edward bei deinem Anblick tot umfällt.“
„Das glaub ich nicht, Mom.“, erwiderte ich grinsend. Wenn sie nur wüsste, dass Edward nie tot umfallen würde und ich bald auch nicht mehr.
„Na, komm… es ist soweit. Die Gäste warten schon.“, meine Mom reichte mir meinen Brautstrauß und ich ging mit ihr zu Alice und Rosalie, die bei meinem Vater im Eingang der Kirche standen.
„Bereit?“, fragte mich mein Vater und ich hakte mich bei ihm unter.
„Ja“, antwortete ich und lächelte.
Vor mir liefen Alice und Rosalie den Gang zum Altar hinunter und langsam machte auch ich einen Schritt – in der Hoffnung, dass ich nicht stolperte. Einen Schritt näher zu meinem zukünftigen Ehemann. Und als ich schon kurz vor dem Altar stand sah ich ihn. Er saß in der dritten Reihe neben Seth und grinste mich an. Was machte Jacob hier? Warum tat er das? Bevor ich noch weiter darüber nachdenken konnte waren mein Vater und ich am Altar angekommen. Ich lächelte ihn an und stellte mich neben Edward, der mich angrinste. Oh Gott, wie sehr ich dieses Grinsen liebte. Ich lächelte ihn an aber ich konnte meine Gedanken einfach nicht von Jacob losreißen. Und anscheinend hatte ich mir zu viele Gedanken gemacht und die Zeit vergessen, denn plötzlich fragte der Pfarrer die Menge, ob noch jemand etwas gegen unsere Hochzeit einzuwenden hatte und er es jetzt sagen solle oder für immer schweigen. Es war einige Sekunden still und dann sah ich aus dem Augenwinkel, wie Jacob aufstand und auf mich zukam. Was machte er da?
„Bella! Heirate ihn nicht. Du liebst ihn nicht. Er tut dir nicht gut.“, sagte er und sah mir tief in die Augen. „Du liebst mich. Nur mich.“
Verwirrt sah ich Edward an und sah, dass er mich hoffnungsvoll ansah. Was sollte ich tun? Ihn heiraten oder mit Jacob mitgehen? Bevor ich mich entscheiden konnte, hob mich Jacob hoch und trug mich Richtung Ausgang. Was machte er da? Ich wollte doch gar nicht mit ihm mit. Ich wollte etwas sagen, doch meine Kehle war wie zugeschnürt. Kurz bevor sich die Tür vor mir schloss sah ich noch Edward, der zusammengekauert auf dem Boden saß und von Alice getröstet wurde. Warum tat ich nichts? Ich konnte nicht reden und obwohl ich am liebsten nach Jacob getreten hätte konnte ich mich nicht bewegen. Mir blieb nichts anderes übrig als mich von ihm wegtragen zulassen während mir immer nur ein Gedanke im Kopf umherschwirrte:
Warum tat ich Edward so was an?



okay, das war Kapitel eins... Smile hoffentlich hat es euch gefallen

Drucke diesen Beitrag


Geschrieben von: Colorblind
26.06.2008, 17:10
Forum: Challenges
- Antworten (19)

Hallo liebe User,

es startet eine neue Challenge und ihr seid natürlich alle herzlich dazu eingeladen, euch so zahlreich wie möglich zu beteiligen :gg:

Wie immer, Fragen zum Thema etc bitte hier im Thread stellen, vllt erübrigt sich dann das ein oder andere, wenn ihr Vorschläge für Themen der zukünftigen Challenges habt, bitte per PN an mich.

Viel Spaß!



Thema: Übernatürliche Fähigkeiten der Gilmore-Girls-Charaktere.



Einsendeschluss: 07.08.2008



Wie kann man mitmachen? Einfach die Story hier im Thread posten.



Länge: max. 4 Seiten bei Schriftart "Verdana", Schriftgröße: 10



Teilnehmer:
marina12 - Rory's Wunsch
XxPruexX - Lament
Sindy85 - Luke der Wasserwerfer
zwergin - Eine furchtbare Nacht


Voting:

klick!!!

Drucke diesen Beitrag


Geschrieben von: Greysgirl
24.06.2008, 17:28
Forum: Fanfiction
- Antworten (50)

A long way


Titel: A long way
Autor: Greysgirl
Genre:Romanze
Pairing: Logan/Rory, ein wenig Luke Lorelai
Raiting: G-16
Disclaimer: Diese FF schreibe ich nur zum Spaß, ich ziehe keinen finanziellen Nutzen daraus. Keine der Personen gehört mir.
Sonstige Bemerkungen/Spoilerwarnung: Diese FF setzte einige Jahre später ein. Rory und Logan sind verheiratet und haben zwei Kinder. Jedoch läuft bei beiden zurzeit nicht alles rund. Mehr verrate ich nicht^^







„Ich bin wieder da!“ Rory betrat gut gelaunt ihre Wohnung, es war einige Zeit vergangen, bis sie es geschafft hatte sich wieder normal einzufinden in alles, doch nun hatte sie ein geregeltes Leben. „Hey, wie geht es dir mein Süßer?“ Sie streichelte ihren Hund. „Miss Wander?“ Sie trat in die Küche ein und dort saß ihr kleiner Sohn. “Hey, nah komm her.” Sofort stand der Junge auf und tapste auf sie zu. Freudig legte Rory ihre Arme um ihn. „Und wie geht es dir?“ Der Kleine lächelte sie an. „Gut.“ Rory nahm ihn auf den Arm. „Das freut mich. Guten Tag.“ Sie reichte ihrem Kindermädchen die Hand. „Freut mich sehr, dass sie wieder da sind.“ Rory grinste ihrem Kindermädchen zu, sie hatte sich für sie entschieden, da sie eine gewisse Ähnlichkeit mit Mary Popins hatte. „Und mich erst. Also war sein Vater schon hier?“ Sie schüttelte den Kopf. „Nein, er wird in einer Stunde kommen.“ Rory nickte. „Okay, dann können sie sich jetzt frei nahmen. Vielen Dank.“ Sie trug ihren Sohn auf das Sofa. „Also ich habe dir etwas mitgebracht, ein Auto.“ Sie hielt dem kleinen Jungen das Auto hin, was er sofort nahm. „Und deiner Schwester natürlich auch.“ Sie stand auf und ging zu der Wiege. „Na meine Süße?“ Sie nahm Lilly auf ihren Arm und küsste die Kleine. „Ich habe euch zwei vermisst.“ Rory legte ihre Tochter zurück. Der Kleine Junge kam mit einem Buch auf sie zu. „Kannst du mir etwas vorlesen?“ Rory nahm ihrem Sohn das Buch ab. „Andrew du bist gerade einmal fünf und willst, dass ich dir dieses Buch vorlese?“ Sie sah auf das schwere Buch in ihrer Hand. Als sie keine Antwort bekam, sah sie ihm in die großen Augen, die erwartungsvoll zu ihr aufsahen. „Also schön, dann lese ich dir dieses Buch vor. Komm her.“ Sie setzte sich und musste lächeln, als sie sah, wie der kleine Junge zu ihr aufs Sofa krabbelte. Er rutsche an sie und blickte gespannt zu seiner Mutter, die nun den Einband aufschlug.

„Ich komme schon!“ Rory war aufgesprungen und eilte zur Tür, sie wollte nicht, dass Andrew von dem Klingeln wach wurde. „Komm doch rein.“ Sie flüsterte Logan zu. „Warum flüsterst du?“ Rory deutete ins Wohnzimmer, wo ihr Sohn lag. „Oh, okay.“ Rory nahm zwei Becher und machte sich auf den Weg in ihr Schlafzimmer. „Setz dich doch.“ Sie schloss die Tür und stellte das Babyfohn auf den Nachttisch. „Du siehst gut aus.“ Logan blickte zu Rory, die braungebrannt in einem weißen Top und einem weißen Rock vor ihm saß. „Danke, also welche Fragen stehen heute auf deiner Liste?“ Rory und Logan waren getrennt, dennoch hatten die beiden beschlossen sich zusammenzuraufen, damit sie beide mit ihren Kindern gut umgehen konnten. Logan lächelte, wie immer wollte Rory diese Punkte schnell klären. „Also diese Woche muss ich morgens arbeiten, also müsstest du Andrew in den Kindergarten bringen. Miss Wander wird früher kommen, um sich um Lilly zu kümmern.“ Rory nickte abwesend. „Okay, was ist mit Mittwoch?“ Logan sah sie verwirrt an. „Was ist dort?“ Rory stand auf. „Das ist wieder typisch, hast du eigentlich noch ein Interesse daran unsere Ehe zu retten? Ich habe nicht mit einem anderen geschlafen. Du hast dir diese Frau gesucht! Du wolltest in die Eheberatung.“ Logan hielt die Hände hoch. „Schon klar. Ich werde mir den Nachmittag frei halten.“ Rory nickte und drehte sich weg, während sie sich eine Träne aus dem Augenwinkel wischte. Betreten sah Logan zu Boden. Das laute Geräusch aus dem Babyfohn lies Rory aufschrecken und sofort lief sie raus und nahm ihre Tochter auf den Arm. „Willst du heute zum Essen bleiben?“ Logan nickte. „Gerne, na mein Großer!“ Er hielt Andrew seine Hand hin, in die der Kleine einschlug. „Hey, weißt du was?“ Logan nahm ihn auf den Arm. „Nein?“ Die Augen des kleinen Jungen weiteten sich. „Ich habe ein neues Auto.“ Logan blickte in die stolzen Augen seines Sohnes. „Das musst du mir zeigen.“ Er lies Andrew von seinem Arm und blieb in der Hocke, während Andrew sein Auto holt. „Das ist ja toll! Ein richtig schönes Auto.“ Rory lächelte, es war einfach süß, wie Logan mit seinem Sohn umging. „Soll ich dir helfen? Die Kleine nehmen oder kochen?“ Rory schüttelte den Kopf. „Nein, spielt ihr zwei nur, ich werde die Süße in ihr Bett bringen und ihr davor noch etwas zu essen geben. Es sei den, du willst das gerne.“ Logan schüttelte den Kopf. „Ich würde gerne mit ihm spielen.“ Andrew kam zu seiner Mutter. „Bitte Momy!“ Sie lächelte. „Natürlich. Ich werde deine Schwester ins Bett bringen.“

Logan stand im Türrahmen und sah zu, wie Rory ihrem Sohn eine Geschichte vorlas. Ihre Stimme war leise und ruhig. Sie klang warm. Sie stand auf und zog seine Decke höher. Vorsichtig gab sie ihm einen Kuss. „Das war schön.“ Rory lächelt und ging an Logan vorbei. „Danke.“ Ihre Stimme klang nun wieder kühler. Logan folgte ihr und sah zu, wie sie die Teller abräumte. „Wow.“ Rory trug die Teller in die Küche. „Was?“ Sie sah ihn noch nicht einmal an. „Wie kannst du so kühl sein? Erst die liebe Mutter und dann…“ Rory stellte die Teller etwas unsanft ab. „Kühl? Ich und kühl? Wer hat den mit seiner Sekretärin geschlafen, während ich übers Wochenende bei meiner Mutter war?“ Logan wich zurück, er war eindeutig nicht mehr in der Position ihr Verhalten zu kommentieren. „Tut mir Leid.“ Rory drehte sich um. „Ach und was genau?“ Sie trat zurück. „Ich sollte gehen.“ Rory nickte. „Ja, denn jetzt wo die Kinder schlafen werde ich nicht mehr versuchen mich zusammen zureißen. Während ich in New York war in unserem anderen Haus, hat deine Freundin angerufen. Sie wollte wissen, ob du da bist.“ Logan trat zurück. „Oh, aber wir sind nicht zusammen, wir wollen doch unsere Ehe retten.“ Rory nickte. „Ich schon. Also geh jetzt besser. Wir sehen uns morgen zum Abendessen.“ Logan sah sie einige Minuten an und drehte sich dann um, er wohnte in dem gleichen Haus einen Stock unter Rory, seit drei Monaten waren sie nun schon getrennt und er hatte das Gefühl, dass sie es nicht schaffen würden sich wieder zusammenzuraufen, Rory war einfach zu tief verletzt und nur vor den Kindern schaffte sie es normal mit ihm zu reden.

Mit einem Glas Wein lies sie sich auf das Sofa fallen und griff nach dem Telefon. „Hey Mom!“ Ihre Stimme klang nun wieder freudiger. „Euer Abendessen ist zu ende?“ Rory stellte das Glas hin. „Ja, woher weißt du das?“ Rory hörte, wie ihre Mutter lachte. „Naja, es ist so du klingst nun freudiger als vorher.“ Rory stöhnte, während sie aufstand. „Es ist einfach so kompliziert, ich liebe ihn, natürlich liebe ich ihn. Aber er hat mich einfach verletzt. Ich weiß nicht, ob ich ihn irgendwann wieder so an mich ran lassen kann, wie früher.“ Sie blickte traurig aus dem Fenster über die Stadt. „Thema Wechsel?“ Rory lächelte, ihre Mutter konnte auch übers Telefon noch Rorys Gedanken lesen. „Ja, also soll ich zu deinem Brief kommen, den ich überarbeiten sollte?“ Sie setzte sich wieder auf das Sofa und zog das Blatt näher heran. „Uh ja! Ich muss die Mail morgen endlich absenden.“ Rory nahm einen Stift und lies ihren Blick über die Notizen streifen. „Also du hast manchmal ein Komma gesetzt, wenn dort ein Semikolon hinmüsste.“ Sie hörte ihre Mutter aufschnauben. „Was?“ „Ich werde kein Semikolon setzten.“ Rory grinste und lies den Stift sinken. „Und wieso nicht?“ Sie hörte, wie ihre Mutter auf und ab ging. „Sie halten sich für etwas Besseres als so ein Komma!“ Rory lachte. „Wie du meinst, dann solltest du einen Punkt machen, aber dann wirkt es abgehackt.“ Sie hörte, wie ihre Mutter sich wieder auf das Sofa fallen lies. „Also bin ich gezwungen das Semikolon zu nehmen?“ „Ja.“ Sie stand nun auf und ging mit dem Blatt in der Hand in die Küche. „Wir leben in einer Welt, die von Semikolons beherrscht wird! Wir sollten uns wehren!“ Rory lachte. „Klar, wir brauchen eine Revolution gegen diese Strich Punkte!“ „Richtig!“ Rory lachte. „Also gut, ich werde es versuchen etwas anders zu formulieren und dadurch um Semikolons herum zu kommen. Einverstanden?“ „Das wollte ich hören. Luke ist jetzt zu Hause, ich muss auflegen.“ Rory trank einen Schluck. „Natürlich. Bis morgen, ich hab dich lieb.“ „Ich dich auch Süße.“ Rory legte den Hörer weg und grinste, sie war froh, dass ihre Mutter und Luke zusammen glücklich waren und auch verlobt. Sie stand auf und blickte auf das Foto von Luke, April, sich und ihrer Mom. Vorsichtig nahm sie das Bild, was daneben stand. Sie strich vorsichtig darüber und eine Träne tropfte von ihrem Gesicht auf das Foto. Logan, Andrew, Lilly und sie waren darauf zu sehen. Es war wenige Tage nach Lillys Geburt gemacht worden und wenige Tage bevor sie nach Hause kam und Logan auf dem Sofa saß und seine Sektreterin befummelte. Vorsichtig stellte sie das Bild wieder hin, jedoch war ihr Blick immer noch auf das Foto fixiert.

Flashback

Es donnerte, als Rory die Tür aufschloss. Freudig kam sie mit Andrew auf dem Arm in den Flur und bemerkte eine Frauen Jacke auf dem Boden und direkt daneben lag Logans. Vorsichtig setzte sie ihren Sohn ab und nahm ihm die Regenjacke ab. „Geh in dein Zimmer, ich komme gleich.“ Sie kniete vor ihm und flüsterte, wieso wusste sie auch nicht. „Okay.“ Sie wartete, bis der Kleine in sein Zimmer verschwunden war und ging dann vorsichtig auf die Tür zu, sie konnte einige Geräusche wahrnehmen, jedoch konnte sie sie nicht ganz zu Orden. Langsam betrat sie das Wohnzimmer. „Logan?“ Tränen steigen ihr in die Augen, als Logan von der Blondine abblies. „Es ist nicht so, wie es aussieht.“ Rory sah, wie die Blondine nach ihren Sachen griff und raus lief. „Du und sie? Ich fasse es nicht.“ Sie schüttelte den Kopf, ihr nasses Harr tropfte. „Was machst du schon hier?“ Rory klang ruhig. „Ich bin früher von meiner Mom zurück gekommen, aber darum geht es nicht.“ Vorsichtig kam Logan auf Rory zu. „Es hat nichts zu bedeuten, sie war da, wir haben gearbeitet und sie wollte Lilly sehen und als wir ein Glas Wein getrunken haben ist es passiert.“ Rory schluckte und nahm ihre Tochter aus der Wiege im Wohnzimmer. „Was tust du?“ Rory antwortete nicht, sondern ging wortlos in das Kinderzimmer, wo sie die Kleine ablegte und eine Tasche holte, in die sie wahrlos Sachen warf. „Was tust du?“ Rory ging an ihm vorbei in das Zimmer von ihrem Sohn. Genau wie zu vor warf sie einige Sachen rein. „Was hast du vor?“ Rory drehte sich um. „Ich werde gehen.“ Logan hielt sie fest. „Wir müssen reden.“ Rory schüttelte den Kopf. „Das kann ich jetzt nicht, weil dann würde ich ………ich kann es jetzt nicht. Ich werde aber bald wieder kommen und dann solltest du mir, das alles erklären können. Jedoch werde ich die Kinder vor erst bei meiner Mutter lassen.“ Logan sah sie an, sie war blass. „Aber…“ Sie schüttelte erneut den Kopf. „Ich will nichts hören. Andrew mein Süßer, wir beide fahren noch mal weg mit deiner Schwester, kommst du?“ Der Kleine kam zu seiner Mutter, die sich nun Mühe gab die Tränen zu unterdrücken. „Ich werde eben deine Schwester holen, würdest du unsere Koffer nehmen.“ Sie sah zu Logan mit einem kühlen Blick. „Natürlich.“
Rory drehte sich um und sah, wie Logan im Regen stand und ihrem Auto hinterher sah. Sie schluckte schwer und drehte sich um.

Flashback Ende

Rory schluckte und wischte sich die Tränen weg. Vorsichtig nahm sie ihren PC und konzentrierte sich auf ihre Arbeit, wie sie es immer tat, wenn sie Stress und Kummer abbauen wollte, einige ihrer besten Artikel waren so entstanden.


Also das war der Anfang. Hier noch Bilder von den neuen Charaktern. Also Andrew sieht ungefähr so aus: [Bild: 38de85f616ff7.jpg](Das Bild habe ich über Google gefunden. Das ist Cole oder Dylan Sprous.)
Okay leider habe ich kein passendes Bild gefunden, da Lilly eigentlich kleiner ist. Also das ist Lilly: (Das Bild habe ich auch über Google gefunden. Das ist Elle Fanning)
So ansonsten wäre da nur noch das Kindermädchen. Das ist Miss Wanders: (Das Bild ist auch von Google. Das ist Julie Andrews!)


Würde mich über FB freuen!

Drucke diesen Beitrag


Geschrieben von: brishtar
24.06.2008, 09:45
Forum: Musik & Charts
- Antworten (10)

Hallo Smile

War von euch schon jemand in WWRY? Wie hats euch denn gefallen, erzählt mal Big Grin

Rock on! Cool

Drucke diesen Beitrag


Geschrieben von: JUHUI
22.06.2008, 20:57
Forum: Fanfiction
- Antworten (69)

Titel: Everything is different ... when it snows
Autor : JUHUi (Anja)
Genre : Romance
Pairing : JJ; tw. Sophies
Raiting : PG-13
Disclaimer : Mir gehört die Serie Gilmore Girls nicht und die dazu gehörigen Charaktere. Mir gehört lediglich die Idee. Ich verdiene kein Geld mit dieser FF
Sonstige Bemerkungen/Spoilerwarnung: Lorelai ist mit Luke 2 1/2 Jahre zuammen und sie leben auch zusammen in Lorelais Haus. Rory ist mit Logan 1 1/2 Jahre zusammen. Keiner von ihnen ist verlobt oder dergleichen. Ich halte mich nicht an das Geschehene in der Serie.(Streit von Lorelai und Rory, April, etc)

Everything is different ... when it snows



[Bild: snow04.jpg]
banner by me =)





Es ist so weit: meine 2 FF. *gg*
Keine Angst, ich werde an Das Leben geht weiter ... weiterschreiben, denn diese FF wird nicht so weitläufig. Es wird insegesamt 10 Kapitel geben und auch einen Prolog und einen Epilog.
Ich würde mich über ein wenig FB freuen. *lieb schau*
Die FF wird sich ganz stark um Lorelai und Luke drehen (wie ihr an dem Banner nur unschwer erkennen könnt), den Schnee und auch um die Beziehung zwischen Lorelai und ihrer Mutter. Aber hauptsächlich Schnee und Lorelai + Luke. In einigen Kapitel wird die FF auch ein bisschen Sophies sein.
Viel mehr kann ich eigentlich nicht mehr sagen. Außer: viel Spaß! =)


Prolog: Wie der Schnee zu einem Freund wurde

Ein kleines Mädchen mit lockigem, dunklem Haar stand alleine draußen. Gespannt schaute es hoch in den Himmel und atmete leise aus. Es war kalt im Freien und aus diesem Grund war ihr Atem auch sichtbar. Seine blauen Augen nahm es nicht vom Himmel. Hoch hinaus war der Blick gerichtet und seinen Kopf hatte es in den Nacken gelegt. Zeitweise zwinkerte es gar nicht mehr, weil es so gebannt in den Himmel hinaufstarrte.
Noch immer kam das Erwartete nicht. Enttäuscht blickte das Mädchen zu Boden und seufzte leise. Seine Füße bewegte es gelangweilt auf dem Boden hin und her. Es wäre viel schöner, wenn das geschehen wäre, was sie sich gewünscht hatte. Dann hätte das Hin- und Herbewegen der Füße viel schöner ausgesehen und mehr Spaß hätte es alle mal gemacht.
Plötzlich kam ein Wind auf und das gab dem Mädchen Hoffnung, dass es doch noch geschehen würde. Blitzschnell waren ihre Augen wieder in den Himmel gerichtet. Es musste an dem Tag passieren. Es war sich so sicher. Hatte es sich getäuscht?
Es wurde aus seinen Gedanken gerissen, als eine Stimme nach ihm rief: „Lorelai, komm jetzt rein. Es ist kalt und du musst dich noch fertig machen.“
„Komme, Mom.“
Ihre Mom stand an der Tür und Lorelai ging mit hängendem Kopf auf sie zu. „Lorelai, eine junge Dame lässt doch nicht den Kopf hängen.“, belehrte Emily ihre Tochter.
„Tut mir Leid, Mom. Ich versuche es mir zu merken.“
„Besser wäre es.“, meinte Emily und schloss die Tür hinter Lorelai. Sie nahm ihrer Tochter die Jacke ab und gab sie einem Hausmädchen. Emily rieb ihre Hände gegeneinander und fragte ihre Tochter: „Wie hältst du es da draußen in der Kälte so lange aus? Was machst du überhaupt?“
„Ich liebe den Winter und ich warte auf den Schnee.“, erklärte Lorelai ihrer Mom und sah sie mit ihren unwiderstehlich blauen Augen an.
Emily lächelte und gab dann aber kühl zur Antwort: „Aber, Lorelai, Schnee ist doch kein Mensch auf den man warten kann.“
„Doch!“, protestierte Lorelai.
„Nein, junge Dame. Auf Schnee wartet man nicht.“, entgegnete Emily streng.
„Doch. Nur weil du es nicht tust, heißt es nicht, dass ich es nicht tue.“, widersprach Lorelai ihrer Mom.
„Du wirst noch krank, Lorelai, wenn du so lange draußen stehst. Du gehst nicht mehr nach draußen, um auf den Schnee zu warten!“, erklärte Emily Lorelai und sah sie böse an.
Betrübt ging Lorelai nach oben und ließ erneut ihren Kopf hängen. Ihre Mutter musste ihr aber auch immer alles verderben und es machte auch keinen Sinn weiter zu diskutieren, das wusste Lorelai.
Emily rief ihr noch nach: „Lass den kopf nicht so baumeln, das sieht nicht schön aus.“
Genervt hob Lorelai den Kopf an und lief die Stufen empor. Wieder hatte Emily etwas an ihr auszusetzen: „Lorelai nicht im Haus laufen.“
Konnte ihre Mutter nicht einmal das Nörgeln und Rumkommandieren lassen? Gekränkt lief sie in ihr Zimmer und schmiss die Türe hinter sich zu. Erneut hörte sie Emily etwas schreien, doch sie hörte gar nicht mehr darauf.
Lorelai setzte sich auf ihr Bett und zog ein Kuscheltier, es war ein Schneemann, ganz nah an sich heran. Eine Träne kullerte über ihre Wange. Sie hatte es Leid, dass ihre Mutter so zu ihr war. Heftig atmete sie ein und aus und drückte den Schneemann immer näher an sich. Wann war ihre Mutter denn nett zu ihr? Wann würde sich das ändern? Wann nur?
Lorelai wippte hin und her. So verweilte sie lange und ihr Blick war aus dem Fenster gerichtet in der Hoffnung, dass es endlich schneien möge. Denn wenn es schneien würde, so wäre alles anders. Etwas Gutes würde passieren.
Doch der Himmel war wie so oft wolkenlos, aber Lorelai war sich so sicher, dass es schneien würde. An dem Tag und an keinem anderen.
Es klopfte an der Tür und kurz darauf öffnete sich diese. Lorelai würdigte den Eintretenden keines Blickes. Die Person setzte sich neben sie und meinte: „Zieh dich um. Wir essen und dein Vater ist wieder da.“
Lorelai presste die Lippen aneinander und antwortete nicht.
Ihre Mutter musterte sie und wartete auf eine Antwort, schließlich meinte sie auffordernd: „Jetzt!“
Doch Lorelai blieb wie so viele Male stur.
„Willst du dir das Leben echt schwer machen, Lorelai?“, fragte Emily entrüstet.
Darauf wendete Lorelai ihren Blick vom Fenster ab und sah ihre Mom für einen Moment an, sprang dann aber vom Bett und sagte: „Gib mir 5 Minuten.“
„Braves Mädchen.“, lobte Emily ihre Tochter und verließ das Zimmer.
Missmutig zog sich Lorelai um. Wie sie diese Kleider hasste. Mit vielen Rüschen und aufgebauschten Ärmeln. Keines Falls durften diese schmutzig werden, das betonte ihre Mom immer und immer wieder. Das einzig Schöne an den Kleidern war, dass sie sich so wunderbar schwangen, wenn man sich drehte. Deswegen drehte sich Lorelai oft im Kreis, so dass ihr schwindelig wurde und sie zu Boden fiel, was wieder ihre Mutter zum Meckern brachte.
Traurig blickte sich das Mädchen im Spiegel an und erkannte sich kaum wieder. Wer war diese Person? War das wirklich sie selbst? Lorelai kam es immer so vor als müsste sie sich verstellen, als dürfte sie nicht sie selbst sein.
Da ihre Mom schon nach ihr rief, ging sie hinunter ins Esszimmer und traf dort bereits ihren Vater und ihre Mutter am Tisch sitzend an. Mit einem aufgesetzten Lächelnd setze sie sich zu Tisch und begrüßte ihren Vater. Auch er war seiner Tochter gegeben über kühl und zurückhaltend, doch hinter seiner harten Schale befand sich ein weicher Kern.
Sobald Lorelai bei Tisch saß, wurde das Essen serviert. Während des Essens führten die Erwachsenen ein Gespräch über die Arbeit von Richard, wie seine Reise gewesen war, was Emily unternommen hatte und zu welchen Veranstaltungen sie gehen mussten. Lorelai hörte gar nicht zu und stocherte in ihrem Essen herum.
Nach einiger Zeit fiel das auch Emily auf und meinte zu ihrer Tochter: „Spiel nicht mit deinem Essen!“
„Es schmeckt mir nicht.“, sagte Lorelai trotzig.
„Der Nachtisch wird dir bestimmt besser schmecken. Nicht wahr?“, fragte sie ihr Vater.
„Ja.“, Lorelai lächelte.
„Wenn du das nicht aufisst, so wirst du auch keinen Nachtisch bekommen“, sagte Emily und nahm einen Schluck ihres Weines.
„Was?“, fragte Lorelai geschockt.
„Du hast schon richtig gehört, Lorelai.“
Flehend sah Lorelai zu ihrem Vater, dieser zuckte aber nur mit den Schultern, denn er wusste, dass er seiner Frau das nicht mehr ausreden konnte, was sie sich in den Kopf gesetzt hatte.
„Das ist unfair, Mom!“
„Das Leben ist hart.“, erklärte Emily.
Daraufhin verschränkte Lorelai ihre Arme vor ihrer Brust und sah starr aus dem Fenster. Sie war so wütend und hätte schreien können. Sie kämpfte mit den Tränen, Tränen der Wut.
Und dann geschah das, was sie sich gewünscht hatte. Es schneite. Aufgeregt stand Lorelai auf und lief aus dem Haus. Überglücklich blickte sie in den Himmel empor und schaute wie die Schneeflocken ihren Weg auf die Erde zu ihr fanden. Jede einzelne war anders als die andere, das konnte sie sich nur schwer vorstellen.
Froh drehte sich Lorelai im Kreis, streckte die Arme von sich und lachte laut. Als ihr schwindelig war ließ sie sich auf den Boden fallen und sah zufrieden in den Himmel zu den tausenden Flocken. Ein dickes Lächeln machte sich in ihrem Gesicht breit.
Emily und Richard beobachteten die Szene ruhig. Richard erfreute sich eher an dem Anblick, doch in Emily kochte vor Wut.
Nun lag Lorelai auf dem Boden und begann Schneeengel zu machen.
Da reichte es Emily, sie ging auf Lorelai zu, packte sie am Arm und zog sie ins Haus. Drinnen sah sie Lorelai tief in die Augen und dieser Blick, dieser vernichtete Blick, reichte schon aus, dass Lorelai weinend in ihr Zimmer lief, in welchem sie Zuflucht fand, und drückte wieder ihren Schneemann fest an sich. Sie schnappte nach Luft und fror, zitterte am ganzen Leib.
Unterdessen sah Richard seine Frau geschockt an und begab sich die Stufen hinauf.
Emily folgte ihm erst wenige Momente später, denn sie musste erst realisieren, was sie getan hatte.
Da Richard merkte wie kalt seiner Tochter war, legte er eine Decke über sie und setze sich neben sie auf das Bett. Emily nahm auch auf dem Bett Platz und beide blieben die ganze Nacht bei ihrer Tochter, denn Lorelai ging es einfach nicht besser und schließlich wurde sie krank.
In dieser Zeit empfing Lorelai so viel Liebe, wie sie es niemals erlebt hatte. Ihre Eltern kümmerten sich um sie und sie bekam alles, was sie wollte.
Der Schnee hatte ihr geholfen, der Schnee war ihr Freund, ihr Retter und Helfer in der Not, wenn sie wieder einmal etwas Glück gebrauchen konnte, oder wenn etwas Tolles passieren sollte. Und so sollte es noch oft in Lorelais Leben sein.


Hoffe es hat euch gefallen.
kiss anja :herz:

Drucke diesen Beitrag


Geschrieben von: melitta
22.06.2008, 20:42
Forum: Bücher & Comics
- Antworten (9)

Ihr kennt wahrscheinlich alle Agatha Christie. Wenn nein wird es aber höchste Zeit Wink

Agatha Christie ist eine britische Schriftstellerin (leider schon verstorben), die hauptsächlich durch ihre Miss Marple und Hercule Poirot Kriminalromane bekannt wurde.

Ich finde ihren Schreibstil besonders ansprechend. Mir gefällt, dass sie den Leser im Dunklen tappen lässt und so dem Leser die Möglichkeit gibt, den eigenen Scharfsinn zu testen. Meist sind die Auflösungen ihrer Fälle extrem komplex, was sie, wie ich finde noch mehr auszeichnet.

Meine 2 Lieblingsromane sind:

Mord im Orientexpress

Tod auf dem Nil, (fabelhaft verfilmt mit Sir Peter Ustinov Smile)

Drucke diesen Beitrag


Geschrieben von: Caroe
22.06.2008, 17:10
Forum: Abgeschlossene FanFictions
- Antworten (33)

Titel: Man trifft sich immer drei Mal
Autor: Carö
Genre: Romance
Raiting: PG13
Disclaimer: Numb3rs gehört mir nicht.

EDIT: Das erste Kapitel habe ich überarbeitet.


Man trifft sich immer drei Mal

Tag 1, Mittwoch

Liebe Amita,
nur noch wenige Wochen und wir werden uns endlich wiedersehen. Jan ist schon sehr gespannt auf Dich, denn ich habe ihm viel von Dir erzählt. Es ist wirklich toll, dass Du es geschafft hast. Auch wenn ich viel Stress habe, freue ich mich jetzt noch mehr auf die Hochzeit und die Zeit mir Dir. Ich muss Dir so viel erzählen und noch mehr zeigen, denn ich liebe nicht nur Jan sondern auch diese Stadt.
Deine Wendy

Bevor ich die Postkarte wieder als Lesezeichen verwende, habe ich diese noch einmal gelesen. Ich weiß nicht, wie oft ich das in den letzten Tagen, heute und während dieses Fluges schon getan habe, ich kann einfach nicht genug bekommen. Mittlerweile sind aus den Wochen Tage geworden und daraus Stunden, jetzt sind es nur noch Minuten, die mich von ihr trennen.

Vor zwei Jahren direkt nach dem Studium ist meine beste Freundin nach Hamburg gezogen, denn sie hatte während ihres Auslandssemesters an der Technischen Universität in Berlin ihren Traummann kennen gelernt. Nach dem Semester kehrte sie zwar zurück in die USA an die Harvard Universität, aber ihre Beziehung endete nicht. Zwei Jahre später legten wir unsere Abschlussprüfung erfolgreich ab und sie wagte nur wenige Tage später den großen Schritt. Sie zog nach Deutschland, genauer gesagt nach Hamburg, wo ihr Freund Jan ursprünglich herkommt. Während der ganzen Zeit hatten sie sich nicht gesehen, aber das Experiment war geglückt. Sie sind noch immer glücklich wie am ersten Tag und das Glück wollen sie jetzt besiegeln.

Seit wir unseren Abschluss gemacht haben, sind schon zwei Jahre vergangen und genau so lange habe ich sie nicht mehr gesehen. Doch nun steht die Hochzeit der beiden ins Haus, die ich auf keinen Fall verpassen wollte. Zuerst sah es nicht so aus, dass ich dabei sein könnte, denn ich hatte zu viel Arbeit. Doch eine plötzliche Geschäftsreise nach London, um dort die neuesten Programme meiner Firma vorzustellen, kam mir wie gelegen. Dreisterweise habe ich mir, nachdem ich zwei Jahre lang fast urlaubslos gearbeitet habe, eine Woche Urlaub drangehängt, was der Chef nur zähneknirschend zugelassen hat und kann so an diesem Ereignis teilnehmen.

In Kürze wird mein Flug aus Heathrow in Fuhlsbüttel landen, darum packe ich schon mal mein Handgepäck zusammen und lege es in das Fach über mir, kurz bevor das Signal zum Anschnallen ertönt. Dann beginnen die längsten 15 Minuten meines bisherigen Lebens - die Landung. Schließlich kommt das Flugzeug zum Stillstand und nur noch wenige Minuten trennen mich von meinem Ziel.

Als das Anschnallsignal erlischt, stehe ich sofort auf, um schnellstmöglich das Flugzeug zu verlassen. Vorher muss ich nur noch schnell meinen Rucksack aus dem Gepäckfach über dem Sitz holen. Ich richte mich auf und greife in das schon offene Fach, das der Passagier hinter mir gerade geöffnet hat. Seine Tasche scheint festzustecken, denn er zerrt heftig daran, wie ich im Augenwinkel sehe. Doch viel Beachtung schenke sie ihm nicht sondern ergreife meine eigene Tasche. Als ich mich mit dieser in der Hand dem Ausgang zuwende, spüre ich einen Schlag mit etwas schwerem an meiner Schulter, worauf ein stechender Schmerz diese durchfährt. Mit einem vor Wut und Schmerz verzerrtem Gesicht drehe ich mich um.

“Sie verdammter Idiot ...“
“Entschuldigung, das war nicht ...“
“Wenn Sie ihre Tasche nicht, ohne jemanden zu verletzen, aus dem Fach herausbekommen, sollten sie sich vielleicht Hilfe suchen, die das kann und nicht mich damit treffen.“
“Es tut mir ...“

Um ihm noch weiter zuzuhören, bin ich viel zu wütend und zu sehr in Eile, daher lasse ich ihn einfach stehen und gehe zügig auf den Ausgang zu. Mein Weg führt mich direkt zur Gepäckausgabe. Binnen kürzester Zeit halte ich meinen Koffer in der Hand und verlasse den Sicherheitsbereich. Endlich kann ich mein Mobiltelefon wieder anschalten und erhalte sofort eine Textmitteilung.

Hey Amita! Wir schaffen es leider nicht, Dich abzuholen. Komm zum Rathausmarkt. Wir treffen uns dort beim Starbucks um 17 Uhr. Wendy

Es ist gerade mal 15 Uhr, ich habe also genügend Zeit. Trotzdem befolge ich die Anweisungen direkt und winke, als ich den Ausgang passiert habe, ein Taxi heran. Obwohl meine Geduld schon fast am Ende ist, weiß ich, dass sie ihre Gründe für die Verspätung hat. Nachdem ich etwas mehr als zehn Kilometer gefahren bin, hält das Taxi, ich bezahle das Entgelt mit einem angemessenen Trinkgeld und steige aus. Das prachtvolle Gebäude, das wohl das Rathaus ist, zieht mich in seinen Bann. Trotzdem halte ich nach dem Coffeeshop Ausschau, der mir sogleich auffällt, denn eine leichte Müdigkeit überkommt mich gerade. Daher kaufe ich mir einen großen COW, mit dem ich mich nach draußen setze und das rege Treiben auf dem Platz vor mir beobachte.

Ich hole meinen Laptop aus dem Rucksack und beginne, den Bericht zu tippen. Das Programm ist gut angekommen und das schreibe ich genau so. Während einer kurzen Denkpause, trinke ich gerade einen Schluck Kaffee, als jemand an meine Schulter tippt. Für Wendy und Jan ist es noch zu früh, darum drehe ich mich ruckartig herum und denke dabei nicht an den Becher in meiner Hand, dessen restlicher Inhalt sich über die helle Hose meines Gegenübers verteilt.

Erschrocken schaue ich auf und die Person entschuldigend an. “Es tut mir l...“ Erst jetzt erkenne ich ihn. Schlagartig steigt mir die Schamesröte ins Gesicht, während ich gleichzeitig das Grinsen bemerke, das auf seinem Gesicht deutlich hervortritt.
“Soll ich jetzt auch ein paar Hasstiraden auf Sie loslassen oder denken wir beide einfach nur, was für eine peinliche Situation das hier ist?“
So gerne ich es möchte, ich kann nichts erwidern, denn er hat Recht. Mein Verhalten von vorhin ist mir unsagbar unangenehm.
“Wenn Sie jetzt meine Entschuldigung annehmen, sind wir quitt.“
Ein Nicken ist meine Antwort.
“Dann werde ich mal wieder gehen. Aber bedenken Sie: Man trifft sich immer dreimal im Leben.“
“Dann hoffe ich, dass unser nächstes und letztes Treffen unter anderen Umständen sein wird.“

Langsam habe ich zur Routine zurückgefunden, bin nett und freundlich, aber gleichzeitig distanziert - eine typische Geschäftsfrau. Während er davon schreitet, wende ich mich wieder meinem Laptop zu, beobachte jedoch aus dem Augenwinkel heraus, wie er den Laden betritt. Als er drin ist, setze ich mich leicht um, so dass ich einen besseren Blick auf den Eingang habe. Nein, ich bin gar nicht neugierig und schaue nur sehr selten zur Eingangstür, nebenbei berühre ich sogar ein paar Tasten, ich muss schließlich den Schein wahren. Kurze Zeit später verlässt er das Lokal mit einem Kaffee in der Hand und setzt sich ein paar Tische entfernt von mir hin.

Wirklich genau kann ich ihn nicht ansehen, aber er sieht in seinem schwarzen Sakko, das er zu einer hellblauen, verwaschenen Jeans und dem T-Shirt einer Band trägt, nicht schlecht aus. Er ist mit mir von London her geflogen, aber sein Englisch ist so amerikanisch, wie es nur sein kann. Wozu denke ich überhaupt darüber nach? Wenn er seinen Kaffee getrunken hat, wird er sowieso aufstehen und gehen. Dass er extra den ganzen Weg vom Flughafen hierher gefahren ist, um Kaffee zu trinken, verwundert mich aber schon. Vielleicht ist er auch einfach nur hier verabredet, ebenso wie ich. Ich sollte mich lieber um meinen Bericht kümmern. Viel fehlt nicht mehr. Ein paar Worte tippe ich noch, ehe ich das Dokument abspeichere und den Laptop herunterfahre.

Mit einem Blick auf die Uhr erkenne ich, dass sie mich bald abholen werden. Für einen weiteren Kaffee lohnt es sich nicht mehr. Darum lehne ich mich einfach zurück und beobachte die Menschen, die kreuz und quer über den Rathausmarkt gehen, manche schlendern, manche haben es eilig. In meinem Augenwinkel sehe ich noch immer den Mann von vorhin. Auch er scheint zu warten, denn er reckt sich immer wieder ein Stück unter dem Schirm hervor, um auf die Uhr am Rathaus zu schauen.

Als die Uhr zur vollen Stunde schlägt, höre ich ein Kreischen und schaue auf. Großen Schrittes kommt Wendy auf mich zu, die an der Hand ihren Verlobten hinter sich herzieht. Unbewusst springe ich vom Stuhl hoch, ergreife meinem Rucksack und meinen Koffer und gehe auch auf Wendy zu. Als ich sie erreiche, fallen wir uns in die Arme und reden sofort los. Jan, dem Mann an ihrer Seite, schenke ich keine Beachtung, denn für mich gibt es nur meine allerbeste Freundin. Daher erkenne ich auch erst, dass Jan weg ist, als ich mich ihm schließlich doch vorstellen möchte.

Verwirrt schaue ich Wendy an, die auf eine Stelle hinter mir zeigt. Daraufhin drehe ich mich um und entdecke, dass Jan den Mann, den ich wüst beschimpft und dann bekleckert habe, herzlich umarmt, genauso wie ich meine Freundin umarmt habe. Meinen Blick richte ich wieder auf sie und schaue sie eindringlich an.

“Wer ist das?“
“Charlie, ein Freund von Jan.“
Darauf sage ich nichts sondern schaue sie nur fordernd an, denn ich möchte mehr Informationen haben.
“Sie haben sich kennen gelernt, als mein Schatz nach der Schule ein Jahr in England gejobbt hat. Jan hatte damals einen Aushilfsjob an der Camebridge Universität, an der Charlie unterrichtet.“
“Verdammt.“
“Was ist denn?“
“Er hat Recht, man sieht sich immer dreimal im Leben.“ Ich unterbreche mich selbst. „Ich erklär’s Dir später, denn ich möchte endlich Deinen Traummann kennen lernen.“

Gemeinsam gehen wir zu den Männern, die schon jetzt in einem Gespräch vertieft sind.

“Hallo Jan, ich bin Amita.“ Meine Hand streckt sich ihm ganz automatisch entgegen, die er ergreift.
“Es freut mich, Dich kennen zu lernen.“
“Die Freude ist ganz meinerseits.“ Dann wende ich mich dem anderen Mann zu. „Du hattest wohl Recht, dass wir uns noch mal treffen würden. Es tut mir leid, dass ...“ Ich komme nicht dazu, mehr zu sagen.
“Ist schon gut. Du hast es mir ja heimgezahlt.“
Betroffen schaue ich seine Jeans an, deren untere Hälfte mit braunen Flecken gesprenkelt ist und dann in sein Gesicht, in dem ich ein Lächeln entdecke. „Gut, aber ich weiß trotzdem nicht, wie Du heißt, na ja, eigentlich schon...“ Langsam aber sicher beginne ich, abzuschweifen, reiß mich aber zusammen. „Lange Rede, kurzer Sinn; ich bin Amita.“
“Dass ich Charlie bin, weißt Du ja offenbar schon. Ich bin gespannt, wie unser jetziges, das dritte Treffen verlaufen wird.“
Darauf erwidere ich nichts mehr sondern lächle nur noch freundlich und wende mich dann Wendy zu.

Ich will alles über die anstehende Hochzeit erfahren, doch für ein ausführliches Gespräch haben wir noch keine Zeit. Erst einmal gehen wir vier gemeinsam zum Auto, um damit zur Wohnung zu fahren, die in Altona liegt. Während der Fahrt erfahre ich endlich, was das Paar aufgehalten hat. Scheinbar hat die Tortenbestellung nicht geklappt, weswegen sie in Windeseile einen neuen Konditor gesucht haben, der bereit ist, den kurzfristigen Auftrag anzunehmen. Nebenbei macht Wendy mich und Charlie mehrfach auf die Schönheit Hamburgs aufmerksam, während wir durch die Stadt fahren.

Schließlich, nachdem Jan mehrere Runden um den Block gefahren ist, um einen Parkplatz zu finden, betreten wir den Flur einer geräumigen Wohnung im 4. Stockwerk. Wir werden durch jeden Raum geführt. Rechts vom Eingang führt eine Tür ins Arbeitszimmer, das Charlie zugeteilt wird. Gegenüber befindet sich das Bad. Daneben liegt das Gästezimmer, das ich beziehen werde. Nebenan ist das geräumige Schlafzimmer der Gastgeber. Auf der anderen Seite des Flures befindet sich eine großzügige Wohnküche mit anschließender, sich über die komplette rechte Seite erstreckende Dachterrasse. Bis zum Hochzeitstag werde ich hier sein und dann gemeinsam mit Charlie in ein nahe gelegenes Hotel ausquartiert. Darum hat sich Wendy gekümmert, denn sie will kurze Wege zu mir haben, um die Zeit sinnvoll zu nutzen. Das hat sie mir schon im Vorfeld am Telefon gesagt. Außerdem will ich Jan besser kennen lernen, den ich bisher nur am Telefon gesprochen habe.

Meinen Bericht habe ich beinahe vergessen über den Trubel, der plötzlich herrscht, aber den muss ich noch abschicken. Zaghaft klopfe ich an die Tür des Gästezimmers, wo sich der Internetanschluss befindet. Als ich „Herein“ höre, öffne ich langsam die Tür. Nachdem sie offen ist, gewährt sie mir einen freien Blick auf ihn, der sich gerade ein frisches T-Shirt über seinen Kopf zieht, weshalb ich noch einen Blick auf seinen Oberkörper werfen kann. Neben einer guten Ausarbeitung der Muskel entdecke ich schwarze, gekräuselte Haare. Als er das T-Shirt gänzlich herunterzieht, hebe ich rasch meinen Blick, um nicht ertappt zu werden und schaue ihn an.

„Ich möchte kurz eine E-Mail versenden. Ist das okay für Dich?“
„Klar.“
Kurz betrachte ich ihn noch, als er sich zu seinem Koffer hinunter beugt, dann öffne ich meinen Laptop und fahre ihn hoch. Was ich währenddessen machen soll, weiß ich nicht. Ich kann ein Gespräch mit ihm anfangen, einfach still verharren oder mit ihm rumknutschen, zumindest sind das ein paar Möglichkeiten, die mir in den Kopf schießen. Stille lautet mein Entschluss. So warte ich mit ihm im Rücken, bis ich mich einloggen kann. Danach schließe ich das Internetkabel an die dafür vorgesehene Buchse an, gehe online und öffne die vorbereitete E-Mail.
“Hast Du keinen Urlaub?“
Die Frage trifft mich unvorbereitet und plötzlich fühle ich mich unwohl, fühle mich beobachtet. Deshalb drehe ich mich um und schaue ihn kurz an. „Doch, in wenigen Minuten schon.“ Dann klicke ich auf senden.
“Ich dachte schon, dass Du mit Deinem Job verheiratet bist.“
Ich bin fertig, daher drehe ich mich um, mustere ihn ganz genau und bemerke, wie sich seine Mundwinkel beim Andeuten des Scherzes leicht verziehen. „Nicht ganz, aber wir stehen uns sehr nah. Ehrlich gesagt, überlege ich im Moment, ob ich nicht zu ihm ziehen soll. Er hat so eine schöne Wohnung.“ Inständig hoffe ich, dass ich mich nicht in ihm täusche und er Humor hat.
“Zimmer mit Aussicht?! Das würde ich mir auch überlegen.“
“Natürlich, aber andererseits hat diese Welt so viele tolle Männer zu bieten, da überlege ich doch, ob es sinnvoll ist, die alle aufzugeben - wegen einer Wohnung.“ Für einen Moment zu lang schaue ich ihn direkt an und denke gleichzeitig daran, dass es da nicht viel aufzugeben gibt, denn für eine Beziehung, geschweige denn ein Privatleben an sich fehlt mir die Zeit.
“Dann bin ich ja beruhigt. Nicht dass Du es schaffst, beinahe die Hochzeit eines Freundes zu vergessen, weil Du immer nur an das Eine denkst.“
Für einen Moment hält er inne und ich frage mich sofort, ob er das so meint, wie ich es verstehe. Aber ich sage nichts, denn ich will nicht schon wieder in ein Fettnapf treten.
“Immer arbeitest und den Spaß vergisst.“
Schlagartige Erleichterung erfüllt mich, er ist also für einen Spaß zu haben und sieht dabei auf den zweiten, genaueren Blick mit seinem schwarzen Locken richtig gut aus, zumindest für meinen Geschmack. Auch seine Augen mag ich, denn sie sprühen vor Energie, haben aber auch dieses verräterische Glitzern in sich. Wenn ich mich nicht täusche, schauen sie manchmal aber auch traurig. Gefühlvoll beschreibt die Sache ziemlich gut. „Nein, soweit ist es noch nicht.“ Es wird Zeit, mein Zimmer zu beziehen. „Ich geh dann mal, aber wir werden uns heute bestimmt noch mal sehen.“
“Das hoffe ich.“

Zum Abschied lächle ich ihn an, ehe ich durch die Tür trete. Auf dem Flur kreuzt sich mein Weg mit Wendy, die gerade aus dem Bad kommt und mich freundlich anlächelt, aber wir sagen beide nichts. Allerdings hebt sie eine Augenbraue verdächtig, doch das kann ich nicht deuten, daher betrete ich einfach das Gästezimmer. Ich öffne meinen Koffer und hänge die Sachen auf, die keine Falten haben dürfen. Dann ziehe ich ungestört ein frisches T-Shirt an und binde meine Haare zu einem Pferdeschwanz. So verlasse ich das Zimmer wieder und gehe in die Küche, in der Wendy, Jan und Charlie beisammen sitzen und Kaffee trinken. Ich setze mich dazu und lausche dem Gespräch der Männer, die sich über gemeinsame Bekannte unterhalten - ein sehr langweiliges Thema.

Meine Aufmerksamkeit gilt nicht lange dem Gespräch, denn Wendy ist gerade sehr still. Das Lächeln, das ich ihr zuwerfe, erwidert sie auch nur halbherzig. Ich ergreife das Wort. „Verzeiht mir, aber ich habe Wendy, meine beste Freundin, seit zwei Jahren nicht gesehen, daher muss ich ihr viel erzählen. Wir zwei werden Euch deshalb heute Abend alleine lassen. Es könnte später werden.“ Ich stehe auf, gehe zu ihr und ziehe sie von ihrem Stuhl hoch. Ich mache ein paar Schritte auf die Tür zu, ehe ich mich noch einmal umdrehe und in zwei verwirrt schauende Augenpaare blicke. „Viel Spaß.“ Auf dem Flur bleibt Wendy plötzlich stehen, so dass ich fast in sie hineingehe.

„So kann ich doch nicht los. Ich muss mich umziehen.“ Sie zupft an ihrer perfekt sitzenden Hose und dem schlichten T-Shirt.
“Du bist wunderschön so. Wir gehen jetzt los.“ Meine Stimme lasse ich leicht herrisch klingen, denn ich möchte diesen Abend mit ihr verbringen.
“Ich hole nur schnell meine Tasche und die Autoschl...“
“Wir nehmen die öffentlichen Verkehrsmittel oder ein Taxi, aber nicht das Auto. Heute Abend feiern wir das Wiedersehen und einen Miniaturjunggesellinnenabschied.“ Ich versuche zu deuten, was ihre Augen sagen, doch es gelingt mir nicht. „Bitte.“
“Okay.“

Dass es Wendy widerstrebt, ist offensichtlich, aber ich freue mich, dass sie doch mitkommt. Kurze Zeit später sitzen wir in einem Taxi Richtung St. Pauli, denn dort ist laut meinem Reiseführer immer etwas los und wird ein vielfältiges Programm geboten. Nachdem wir angehalten und ausgestiegen sind, gehen wir an verschiedenen Etablissements vorbei. Ich bin erstaunt; hier gibt es wirklich alles, sogar Schauspielhäuser. Nachdem wir die Hälfte der Reeperbahn hinter uns gelassen haben, betreten wir eine Stripteasebar, in der zu meiner Freude auch ein paar Männer die Hüften schwingen. Zur Feier des Tages bestelle ich eine Flasche Sekt, auch wenn die Preise zu hoch sind, denn ich möchte auf den Putz hauen. Obwohl Wendy meine Idee anscheinend nicht gefällt, kümmere ich mich heute nicht darum und tue das, was will, und zwar feiern.

Ich hebe mein Glas. „Auf die Zukunft.“
“Ja.“
Die Einsilbigkeit erstaunt mich. „Du bist so merkwürdig. Was ist los?“
Das erste Mal schaut sie mich heute Abend an. “Der Hochzeitsstress, die Vorbereitungen - alles. Diese Tortengeschichte heute hat mir den Rest gegeben.“
“Brauchst Du Hilfe.“
Wendy schüttelt nur den Kopf.

Das reicht mir nicht als Antwort, aber ich belasse es dabei und erzähle ihr stattdessen von der erfolgreichen Messe, von meinem Job und informiere sie über die Sachen, für die wir am Telefon meist keine Zeit haben. Das Gleiche macht sie nach mir, so erfahre ich die Details der Hochzeit, bekomme Labskaus und dessen Zusammensetzung erklärt, was ich für eklig befinde, höre Geschichten über Jans Leben und ihren Startschwierigkeiten mit der deutschen Sprache. So verbringen wir einen Abend und leeren nicht nur die eine Flasche Sekt. Mit der Zeit ist auch Wendy locker geworden, es ist scheinbar nur der Stress, zumindest hoffe ich das inständig.

In den frühen Morgenstunden sind wir die letzten Gäste und werden freundlich, aber bestimmt vor die Tür gesetzt. Leicht angeheitert kehren wir zurück. Dabei kichern und gackern wir laut. Als wir die Wohnung betreten, tippt Wendy mir auf die Schulter und erlangt meine Aufmerksamkeit. Übertrieben deutlich legt sie ihren Finger auf die Lippen. Ich kann nicht an mir halten und pruste sofort wieder los. Deshalb setzt sie wohl noch ein „Psst“ hinterher, zu laut, um leise zu sein. Dann trennen sich unsere Wege vorm Gästezimmer. Ich winke ihr kurz hinterher, bevor ich es betrete. Drinnen ziehe ich mich aus und schlüpfe in eine leichte Stoffhose und ein Top, ehe ich mich auf den Weg ins Bad mache. Ich putze nur meine Zähne, denn ich möchte nur noch ins Bett. Ich gehe in das Zimmer und wundere mich, dass das Licht nicht mehr brennt. Habe ich es ausgemacht? Ich erinnere mich nicht. Der Weg zum Bett erscheint mir lang. Irgendwie ist es komisch, was Alkohol doch so anrichtet.

Als ich die Decke zurückschlage, ergreift etwas meine Hand. Ich möchte schreien, doch dann wird das Licht angemacht. Erstaunt schaue ich auf die Person, die in meinem ... Nein, das ist es nicht, es ist sein Bett. Vor mir liegt er, die Decke ragt bis zum Bauchnabel und ich habe freien Blick auf seinen Oberkörper. Ein schöner Anblick. Meine Hand hält er noch immer, was mich wundert, denn ich stelle keine Gefahr dar. Aber auch ich bewege mich nicht, ebenso mein Blick. Ich sehe ihn, seine Muskeln, seine Haare. Seine Hand hält mich noch immer kräftig fest und ich lasse langsam meine Augen zu seinem Gesicht wandern und entdecke das mittlerweile bekannte Grinsen, das seine Lippen umspiele.

„Was?“
“Nichts.“
“Mein Name ist nicht Hase, falls Du das gehofft hast.“
“Nein, Dein Name ist ‚Mich hört man 10 Kilometer gegen den Wind’. Ihr hattet wohl ein Glas zu viel.“
“Vielleicht waren es auch zwei.“
“Glaub mir, ich merke es kaum.“

Er ist witzig, das muss ich ihm lassen, doch ich brauche eine Möglichkeit, wie ich hier herauskomme. Ich könnte einfach gehen, aber das mache ich nicht. Noch während ich überlege, richtet er sich auf, so dass er auf dem Bett sitzt, lässt meine Hand aber nicht los. Die Decke ist dabei noch ein Stück tiefer gerutscht und lässt etwas mehr Haut frei, so erhasche ich einen Blick auf seine Boxershorts.

„Schottenkaro.“
“Ich hätte auch noch blaues Karo im Angebot, falls Dir das mehr gefällt.“

Was bildet er sich ein, frage ich mich und entdeckte ein weiteres Mal sein Grinsen. Für ihn ist scheinbar alles ein Witz. Endlich gibt er meine Hand frei und ich gehe nicht, stattdessen schaue ich ihm in die Augen und bewege meinen Kopf auf ihn zu. Kurz bevor unsere Nasenspitzen berühren, drehe ich den Kopf leicht nach rechts, um ihn mit meinen Lippen zu spüren. Innig küsse ich ihn, nur um mich Sekunden später von ihm zu trennen.

„Schlaf schön.“ Das dazugehörige Grinsen ist perfekt. Ich drehe mich zur Tür.
„Nicht so schnell, meine Liebe. So kommst Du mir nicht davon.“

In meinem Rücken spüre ich eine Bewegung, als er wieder meine Hand ergreift und mich zu sich herumzieht. Dann legt er mir seine Hände an den Hinterkopf und beugt sich zu mir. Dann schließe ich die Augen und spüre nur noch die warmen Lippen. Länger als ein paar Sekunden dauert es nicht und er lässt mich stehen, dabei möchte ich im Moment so viel mehr.

„Träum süß.“

Schon liegt er wieder im Bett und dreht mir den Rücken zu, dann löscht er das Licht und ich muss wohl oder übel die Nacht allein verbringen. Ich gehe in mein Zimmer und lege mich hin, doch der Schlaf will nicht über mich kommen, denn ich möchte alles, nur nicht schlafen. Nur zwei Türen trennen mich im Moment von dem, was ich will.

Drucke diesen Beitrag


Geschrieben von: Sweet-Gel
21.06.2008, 18:18
Forum: GG Charaktere
- Antworten (23)

Hi an alle,

ich würde gerne von euch wissen wie ihre die beiden Freundinnen von Rory findet? Sie lernt die beiden in der 7. Staffel kennen und freundet sich mit ihnen an.

Mögt ihr sie, oder kommen sie euch komisch vor.

Ich finde die beiden hübsch, aber Lucy sieht so mager aus findet ihr nicht?:confused:

Drucke diesen Beitrag


Geschrieben von: Sparrow
21.06.2008, 13:04
Forum: Bücher & Comics
- Keine Antworten

Zitat:Seit sie ihren Job in der Unterwäscheabteilung eines Kaufhauses verloren hat, ist Stephanie Plum, da chronisch pleite, als Kopfgeldjägerin in den Straßen von Trenton, New Jersey, unterwegs. Keine gute Berufswahl, denn die liebenswerte Chaotin kann weder mit Waffen umgehen, noch wirkt sie auf Gangster auch nur im Geringsten Furcht einflößend. Wie gut, dass ihr zwei echte Kerle zur Seite stehen: Joe Morelli, der Polizist mit dem unwiderstehlichen Lächeln, und der geheimnisvolle, attraktive Ranger. Beide bringen Stephanies Blut ganz schön zum Kochen. Wenn sie sich doch bloß für einen entscheiden könnte …
(janetevanovich.de)

Zitat:Stephanie Plum is so smart, so honest, and so funny that her narrative charm could drive a documentary on termites. But this tough gal from New Jersey, an unemployed discount lingerie buyer, has a much more interesting story to tell: She has to say that her Miata has been repossessed and that she's so poor at the moment that she just drank her last bottle of beer for breakfast. She has to say that her only chance out of her present rut is her repugnant cousin Vinnie and his bail-bond business. She has to say that she blackmailed Vinnie into giving her a bail-bond recovery job worth $10,000 (for a murder suspect), even though she doesn't own a gun and has never apprehended a person in her life. And she has to say that the guy she has to get, Joe Morelli, is the same creep who charmed away her teenage virginity behind the pastry case in the Trenton bakery where she worked after school. If that hard-luck story doesn't sound compelling enough, Stephanie's several unsuccessful attempts at pulling in Joe make a downright hilarious and suspenseful tale of murder and deceit. Along the way, several more outlandish (but unrelentingly real) characters join the story, including Benito Ramirez, a champion boxer who seems to be following Stephanie Plum wherever she goes.
Janet Evanovich shares an authentic feel for the streets of Trenton in her debut mystery (she developed her talents in a string of romance novels before creating Ms. Plum), and her tough, frank, and funny first-person narrator offers a winning mix of vulgarity and sensitivity. Evanovich is certainly among the best of the new voices to emerge in the mystery field of the 1990s.
(amazon.de)

[SIZE=2]Kennt jemand die Bücher? Ich habe letztes Jahr angefangen, die Reihe zu lesen und bin immer noch begeistert. Meiner Meinung nach ist Stephanie Plum eine der sympathischsten Buchheldinnen, von denen ich je gelesen habe. Die Bücher sind leicht zu lesen und die Charaktere alle interessant bis komplett wahnsinnig. Sollte man mal gelesen haben.

Noch jemand der Meinung? Smile
[/SIZE]

Drucke diesen Beitrag