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Geschrieben von: Riska
18.10.2004, 20:47
Forum: Abgeschlossene FanFictions
- Antworten (628)

~*PROLOG*~

New Haven, Sommer 2004

Rory starrte fassungslos auf das schwarze Brett. Bereits dreimal hatte sie überprüft, ob ihre Matrikelnummer auch stimmte. Fünfmal, ob sie vielleicht beim Lesen in der Reihe verrutscht war, siebenmal ob es tatsächlich der richtige Notenaushang war. Mittlerweile bestand allerdings kein Zweifel mehr. Eine Vier. Sie hatte eine Vier! Sie hatte noch nie eine Vier gehabt, nicht mal in ihren schlimmsten Alpträumen. Sie war eine gute Studentin. Ihr Aufsatz über expressionistische Literatur war gut gewesen. Sie hatte beinahe drei Woche daran gearbeitet, hatte alle wichtigen Daten und Quellen überprüft, jedes wichtige Werk, jeden wichtigen Aspekt beachtet....sie konnte einfach keine Vier haben. Eine Vier – das hieß gerade mal so bestanden. Das hieß `Hey Kleine, warum suchst du dir nicht gleich einen Job bei McDonalds – falls sie eine Niete wie dich überhaupt nehmen!´ Wütend riss Rory die Liste von der Wand und machte sich damit auf den Weg zu Professor Lowells Zimmer. Hastig klopfte sie an der Tür und stürmte, ohne eine Antwort abzuwarten in das Zimmer.

Professor Lowell sah kurz von ihren Unterlagen auf, hob eine Augenbraue und deutete auf einen Stuhl. „Nehmen sie Platz, Ms. Gilmore.“ Dann vertiefte sie sich wieder in die Papiere auf ihrem Schreibtisch. Leicht verblüfft öffnete Rory ihren Mund um etwas zu sagen, entsann sich dann eines besseren und setzte sich. Eine Weile beobachtete sie die Literaturprofessorin bei ihrer Arbeit, bevor sie sich – in der Hoffnung sich vielleicht doch verlesen zu haben – den Notenaushang in ihrer Hand noch einmal ansah. Enttäuscht stellte sie fest, dass sich in den letzten fünf Minuten nichts an ihrer Niederlage verändert hatte. Wenigstens wußte sie jetzt wie sich Napoleon gefühlt haben musste, als er die Schlacht um St. Petersburg verloren hatte. „Ätzend....“
Professor Lowell hob ihren Kopf „Haben sie etwas gesagt, Ms. Gilmore?“
Rory spürte wie sie rot wurde und schüttelte den Kopf. „Nein, ich, ähm, ich habe nur mit mir selbst....ähm....Tut mir leid, Professor.“
Die ältere Frau musterte Rory eine Weile schweigend und erhob sich schließlich „Womit habe ich wohl die Ehre ihres Besuches verdient, Ms. Gilmore?“
Rory gab ihr den zerknitterten Zettel „Es ist wegen der Noten. Also eigentlich meiner Note.“
„Eine Vier,“ antwortete Professor Lowell kühl.
„Dann stimmt es also?“ fragte Rory zögerlich „Es handelt sich nicht um einen Irrtum? Einen Tippfehler?“
„Sie bezweifeln doch nicht etwa meine Fähigkeiten ein einfaches Formular ordnungsgemäß auszufüllen, junge Dame!?“ Ihre grünen Augen glitzerten hinter den Gläsern ihrer Lesebrille.
„Nein, natürlich nicht. Ic –„ Sie wurde unterbrochen.
„Falls sie irgendwelche Fragen bezüglich ihres Aufsatzes haben, kommen sie bitte in meiner Sprechstunde wieder, Ms. Gilmore.“ Die Professorin setzte sich wieder an ihren Schreibtisch und begann ihre Arbeit fortzusetzen.
Rory erhob sich langsam und ging zur Tür. Die Klinke in der Hand drehte sie sich noch einmal um. „Aber...“
„Ms. Gilmore. Ich lehre seit dreißig Jahren an den besten Universitäten dieses Landes und habe in dieser Zeit nie auch nur eine einzige Ausnahme gemacht: Ich diskutiere grundsätzlich nicht mit Studenten, wenn sie keinen Termin haben, egal aus was für einer angesehenen Familie sie auch stammen mögen. Auf Wiedersehen.“


~*Kapitel 1*~

Hartford, Frühjahr 1967

Die Reifen des Mercedes kamen langsam zu stehen, und das Geräusch von sich öffnenden und wieder schließenden Autotüren und das Geklapper von Absätzen auf dem Kiesboden erfüllte die milde Winterluft. Emily kramte in ihrer Handtasche nach einem Schlüsselbund und sah ihre Freundin erwartungsvoll an. „Nun? Was sagst du? Schön, nicht wahr?“
Jerusha drehte sich sprachlos im Kreis und musterte das alte Gemäuer. „Umwerfend.“ Sie deutete auf ein mit altem Laub bedecktes Gebilde in der Mitte der Einfahrt. „Ein Springbrunnen. Ich bin einfach entzückt.“ Emilys skeptischen Blick außer Acht lassend fuhr sie fort. „Nein, ehrlich! Vor meinem geistigen Auge sehe ich schon Klein Richard und Emily wie sie vergnügt auf dem antiken Hof herumtoben und versuchen an den Efeu berankten Gemäuern ihres elterlichen Domizils hochzuklettern. Und so wie’s aussieht werden sie sich dabei das Genick brechen.“
Emily seufzte. „Kannst du nicht mal einen Moment ernsthaft sein, Jerusha, ich flehe dich an – nur einen kleinen, winzigen Moment?“
Ihr Gegenüber zuckte mit den Achseln. „Ich bin ernsthaft meine Liebe. Es ist wirklich entzückend.“ Sie dehnte die letzten Worte wie Kaugummi, während sie auf das Haus zuging. „Na los, mach schon auf.“ Emily folgte ihr und öffnete die alte hölzerne Tür.

Die Eingangshalle des leerstehenden Hauses wurde von Sonnenstrahlen durchflutet. In Emilys Phantasie nahm ihr neues Zuhause langsam Gestalt an. „Du musst zugeben, es ist wirklich schön.“ Wild gestikulierend begann sie durch die einzelnen Zimmer zu laufen. „Das hier wird das Esszimmer, hier das Wohnzimmer, dort der Salon.“ Sie eilte auf eine weitere Tür zu und öffnete sie „Richards Arbeitszimmer.“ Emily strahlte. „Es wird einfach wunderbar werden. Ich habe schon einige phantastische Geschäfte mit tollen Möbeln aufgetan. Alles antik, versteht sich.“
„Selbstverständlich.“ Jerusha konnte ein Grinsen nicht unterdrücken. „Und wann werdet ihr euer exquistit-antikes Quartier beziehen?“
„Nun, wenn alles wie geplant abläuft, in spätestens zwei Monaten.“ Sie ging auf die Treppe zu „Komm, ich zeige dir das obere Stockwerk.“
Jerusha, die ihr bislang brav gefolgt war, blieb am Fuß der Treppe stehen „In spätestens zwei Monaten?“ Sie sah Emily entgeistert an.
„Genau. Das heißt natürlich nur wenn die Handwerker mitspielen.“
„Ähm...ich weiß zwar das du ein Organisationstalent bist Em, aber bei aller Liebe – wie willst du dass denn neben den Examen und all deinen Frauen- und was-weiß-ich-was für Vereinstreffen noch schaffen?“
„Oh, ich werde die Prüfungen nicht mitschreiben.“
„Was?“
„Ich sagte ich werde mein Examen nicht machen, Jerusha. Und jetzt komm.“ Emily setzte ihren Weg ins obere Stockwerk ungerührt fort.
„Hey, warte mal.“ Jerusha musste zwei Stufen auf einmal nehmen, um sie einzuholen. Wütend packte sie Emily an den Schultern. „So einfach geht das nicht. Du kannst nicht einfach sagen, ach übrigens, ich werde mein Examen doch nicht machen. Wir haben 3 Jahre lang hart dafür gearbeitet.“
„Jerusha, ich bin jetzt eine verheiratete Frau. Ich muss mich um wichtigere Dinge als Kunst- und Literaturgeschichte kümmern.“
„Und das wäre?“
Emily hob ihre Arme. „Na das hier. Außerdem habe ich gesellschaftliche Verpflichtungen. Richard ist dabei Karriere zu machen, da ist es wichtig die richtigen Kontakte zu pflegen.“
„Oh, in Ordnung – und dann?“ Jerusha war ihre Handtasche auf den Boden, lies sich an der Wand herabsinken und starrte Emily angriffslustig an.
„Was und dann?“
Jerusha kramte in ihrer Handtasche nach ihren Zigaretten während sie antwortete „Na wenn das Haus eingerichtet, die Kontakte gepflegt und das richtige Hausmädchen eingestellt ist – was wirst du dann tun?“
Emily setzte sich neben ihre Freundin „Unsere gemeinsamen Kinder groß ziehen, Mutter sein, Richards Ehefrau.“ Sie nahm Jerusha die mittlerweile brennende Zigarette aus der Hand und zog daran. „All das eben.“
„Em, sei mir nicht böse, aber wir leben nicht mehr im Mittelalter, das hier sind die Sechziger.“
„Was schlägst du also vor soll ich tun? Meinen BH verbrennen und mich auf die Suche nach meiner spirituellen Mitte begeben?“
„Klar, dass würde ja auch prima zu dir passen.“ Jerusha grinste. „Du warst schließlich schon immer eine kleine Revoluzzerin. Ich bin mir sicher Che wartet schon sehnsüchtig auf dich.“ Die beiden lachten und rauchten schweigend die Zigarette zu Ende.
„Das hier ist genau das was ich immer wollte,“ sagte Emily nach einer Weile. „Ich bin nun mal keine dieser modernen Frauen. Und Richard ist ein toller Ehemann. Ich liebe ihn, Jerusha. Für dich sieht es vielleicht nicht so aus, aber für mich ist es perfekt.“ Sie sahen sich an.
„Perfekt also, mmh?“ Emily nickte lächelnd. „In Ordnung Mrs. Gilmore, dann zeig mir doch mal den Rest des perfekten, „kleinen“ Hauses das du erworben hast.“ Jerusha stand auf und zog Emily in Richtung der restlichen Zimmer.

Stars Hollow, Sommer 2004

Obwohl die Klimaanlage auf Hochtouren lief, hatte die frühsommerliche Hitze auch das kleine Haus Loreleis erreicht. Mit zwei Familienpackungen Eis bewaffnet und sich gegenseitig mit Fächern Luft zu wedelnd, saßen Lorelei und Rory auf der alten Wohnzimmercouch. Während sich die „Bezaubernde Jeannie“ lautlos durch das Geschehen auf dem tonlos gestellten Fernsehapparat zauberte, folgte Lorelei eifrig nickend dem wütenden Monolog ihrer Tochter „Ich diskutiere grundsätzlich nicht mit Studenten, wenn sie keinen Termin haben, egal aus was für einer angesehenen Familie sie auch stammen mögen.“
„Ätzend!“ Lorelei sah Rory, die lustlos in ihrem Eis herum stocherte, mitleidig an.
„Du sagst es. Super ätzend!“ Missmutig knallte Rory das Eis auf den Wohnzimmertisch und stand auf „Ich brauch‘ jetzt erst mal einen Kaffee!“
Mit einem Satz war auch Lorelei auf den Beinen „Kaffee klingt gut! Kaffee klingt nach Luke!“ Sie warf Rory ihre Handtasche zu „Und das beste daran: Du zahlst!“
„Ich, wieso ich? Du bist die Mutter - ich bin die Tochter. Mütter kümmern sich um ihre Töchter und nicht andersherum. Das ist eine Jahrtausende alte Tradition die sich schon bei den Neandertalern bewährt hat!“
„Jaahaaaaaaaa-“ erwiderte Lorelei während sie die Veranda hinunter hüpfte. „Aber im Gegensatz zu mir kommst du aus einer angesehenen Familie. Und die haben Geld. Und wer Geld hat zahlt. Das ist nun mal eine Jahrtausende alte Tradition die sich schon bei den Neandertalern bewährt hat.“ Sie legte ihren Arm um Rory. „Außerdem liegt meine Handtasche im Haus. Bis ich jetzt zurückgehe, sie suche und finde - und es ist fraglich ob ich sie überhaupt finde – bis dahin wird jedenfalls viel Zeit vergehen, es wird Dunkel werden, alle werden in ihren Betten liegen und schlafen. Ja selbst Luke wird schon lange im Bett liegen und von mir träumen – und er braucht seinen Schönheitsschlaf, er soll schließlich gut aussehen, wenn ich mich mit ihm Gassi gehe – also werde ich ihn ganz bestimmt nicht aufwecken. Wie auch immer und was ich damit sagen will ist Folgendes: Entweder du zahlst den Kaffee – oder es gibt keinen,“ sie zog einen Schmollmund und fing zu winseln an. „Kein Kaffee...“
Rory verdrehte die Augen „Ist ja gut, Mom, Kaffee für alle.“
Lorelei klatschte in die Hände und begann auf und ab zu hüpfen. „Yippieeee – ich hab einfach eine tolle Tochter. Und wenn du versprichst weiterhin so nett zu mir zu sein, verspreche ich auch niemandem was über deine Herkunft zu erzählen....“
„Gott, erinnere mich bloß nicht an diese Frau. Sie haßt mich geradezu.“
„Unsinn Rory, niemand könnte dich hassen, dafür bist du viel zu süß.“
„Das sagst du doch nur weil du meine Mum bist.“
„Das – und weil du mir meinen Kaffee zahlst.“ Sie blieb stehen als sie bemerkte, dass Rory nicht mehr neben ihr lief, sondern stehen geblieben war und ihr Handy hervorzog. „Ähm Schätzchen, wir wollten zu Luke, schon vergessen?“ Das Telefon mittlerweile am Ohr schüttelte Rory den Kopf und bedeutete ihrer Mutter still zu sein.
„Was tust du da?“ Lorelei drippelte auf sie zu und stellte sich dicht vor sie. „Keine gute Idee, keine gute Idee, keine gute Idee, keine gute Id-----„
„Professo – “ Lorelei riss Rory das Telefon aus den Händen.
„Professör Löwell – hier isdä die äh frözösischä Austausch äh – Profäsör. Isch äh wolltä nür sagän, dass es bei diee Termin bleibt, Au Revoir.“ Sie legte schnell auf und warf Rory das Handy zu. „Bist du taub? Ich habe ungefähr fünfzig Mal gesagt: Keine gute Idee, keine gute Idee.“
„Aber –“
„Rory, glaub mir, ich kenne diese Art von Frauen. Wenn sie sagen sie machen keine Ausnahmen, machen sie keine Ausnahmen. Du wirst wohl oder übel bis Dienstag warten müssen.“ Sie seufzte und nahm Rory in den Arm. „Aber vielleischt kann isch ja bei meinä träffän mit Profäsör Löwell eine güte Wort für disch ainlägen, Chérie.....“


Hartford, Frühjahr 1967

Während es draußen in Strömen regnete und die Straßen wie leer gefegt erschienen, herrschte im Inneren der Gilmorschen Residenz reges Treiben. In der Eingangshalle hingen vom Regen dampfende Mäntel und der Klang von Musik und Gelächter erfüllte die Luft. In den zahlreichen Zimmern des Hauses tummelten sich Unmengen von Partygästen, während die weiß befrackten Kellner beinahe lautlos über das Parkett glitten, silberne Tabletts mit Champagner und Cannapes in den Händen.

Zufrieden betrachtete Emily das Geschehen. Die Einweihungsparty schien ein voller Erfolg zu werden, die Menschen amüsierten sich. Während der Vorbereitungen war sie sich wie Virginia Woolfs Mrs. Dalloway vorgekommen, gerade zu verbissen darauf erpicht dass alles bis ins kleinste Detail stimmte, dass die Party ein Erfolg werden sollte. Nein nicht sollte – musste.
Emily lies ihre Augen umherschweifen. Ja, sie konnte wirklich zufrieden sein, alles lief wie am Schnürchen. Ihr Blick blieb auf dem Rücken ihres Ehemannes haften. Richard sah wirklich gut aus in seinem neuen Anzug, so elegant und vornehm. So schön der Abend auch war, so sehr freute sie sich auf sein Ende. Seit Richard in Floyds Firma eingestiegen war, hatte er viel zu tun. Aber der Rest des Abends, sowie der Sonntag würde ihnen beiden gehören. 24 Stunden nur sie beide allein. Bei dem Gedanken musste Emily unweigerlich lächeln. Es kam ihr irgendwie absurd vor selbst nach einem Jahr als seine Ehefrau noch immer dieselben Gefühle für ihn zu haben. Im Gegenteil, je länger sie ihn kannte, desto mehr hatte sie ihn schätzen und lieben gelernt.

Der klang einer vertrauten Stimme riss Emily aus ihren Gedanken. „Ein netter, kleiner Stehempfang den du da auf die Beine gestellt hast.“
„Danke Schwiegermama“ antwortete sie einerseits erleichtert, andererseits voll innerer Anspannung „Ich hatte gehofft du würdest dich amüsieren.“
„Amüsement ist etwas für Müßiggänger, Emily. Ich persönlich habe derartige Veranstaltungen immer genutzt um neue Kontakte aufzubauen. Kontakte die Richards Vater in beruflicher Hinsicht von Nutzen sein konnten,“ entgegnete Lorelei, wobei sie jede Silbe einzeln betonte und Emily einen kritischen Blick zuwarf. „Zumal seine Firma eben einen wichtigen Kunden verloren hat.“
Ihre Schwiegertochter sah sie erstaunt an „Davon hat Richard mir gar nichts erzählt.“
„Ich nehme an er wollte dich nicht damit belästigen.“ Sie machte eine nahezu genüßliche Pause. „Zumal es ja du bist, die nun sagen wir mal indirekt dafür verantwortlich ist.“
Emily schluckte „Ich – aber....“ sie sah Lorelei hilflos an.
„Stephen Lott.“
„Stephen Lott?“ Emily nahm hastig einen Schluck aus ihrem Champagnerglas, während sie fieberhaft überlegte wo und ob sie diesen Namen schon einmal gehört hatte. „Nun, ich...“
„Emily, ich bin erstaunt, dass du nicht zu wissen scheinst, wer das ist. Stephen Lott hält die Hauptanteile an der Edisburgh Group. Und die war bislang bei der Firma deines Mannes versichert.“ Sie setzte ein süffisantes Lächeln auf. „Ich hoffe du erinnerst dich wenigstens an ihn – sein Name ist Richard.“
„Natürlich erinnere ich mich an Richard, er ist schließlich mein Ehemann,“ antwortete Emily schroffer als sie eigentlich geplant hatte.
„Wenn das so ist, dann erinnerst du dich bestimmt auch an Pennilyn – seine Verlobte. Nun Richards Ex-Verlobte und die Jetzt-Verlobte eines gewissen Mannes namens Stephen Lott.“ Lorelei beobachtete wie ihr Gegenüber immer blasser wurde und sie um Fassung ringend anssah. „Du solltest lernen Augen und Ohren offen zu behalten, meine Liebe. Es ist nicht nur damit getan opulente Dinner zu geben. Ein Geschäftsmann kann nur dann erfolgreich sein, wenn seine Ehefrau die richtigen Freundinnen hat. Und ich befürchte Pennilyn gehört nicht gerade zu deinen.“

To be continued

ATN: Nach dem vielen Lob für meinen letzten Fic, da ich heute viel Zeit hatte und Blut geleckt habe – Voilá - was Neues – und es wird mehrere Kapitel haben;-) Hoffe es gefällt euch! Riska

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Geschrieben von: Samah
18.10.2004, 17:40
Forum: Season 3 & 4
- Antworten (82)

The Nanny and the Professor

Zitat:Lorelai drängt Jason dazu, zu versprechen, dass er ihren Eltern nichts von ihrer Affäre erzählt. Sie ist schockiert als sie hört, dass Richard und Emily ihn auf einem Charity Event mit einem Date gesehen haben.

Nach den Semesterferien erfährt Rory, dass Paris nicht in den Skiferien gewesen ist, sondern ihre Affäre mit Professor Flemming weitergeführt hat.
Als Rory und Paris an einem nächtlichen Ritual für Neulinge der Yale Zeitung teilnehmen, ertappt sich Rory dabei sich bei dem neurotischen Herausgeber der Zeitung, Doyle, zu entschuldigen, nachdem sich Paris herausgeschlichen hat, um Professor Flemming zu treffen.

Unterdessen bekommt Lane einen Job bei Luke im Diner und Michel kriegt die Gelegenheit bei Sookie als Babysitter einzuspringen und lässt das Baby auch prompt fallen.

ich hoffe mal, es gibt noch keinen thread dazu, hab keinen gefunden

also, ich fand die folge nicht sehr berauschend, hat mir bis jetzt von der 4. staffel am wenigsten gefallen

was sagt ihr dazu?

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Geschrieben von: Lauren87
18.10.2004, 14:31
Forum: GG Cast & Crew
- Antworten (552)

hi leute hier könnt ihr kinder und jugend fotos aller GG cast leute posten. ich denke das is sehr interessant ;-)
bitte immer dazu schreiben wer`s ist Wink

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Geschrieben von: anne2004
18.10.2004, 13:37
Forum: Allgemeines
- Antworten (100)

Hi,

wollte mal wissen, ob ihr auch solche Großeltern habt?
ich habe jetzt festgestellt, das meine oma und mein opa väterlicher seits ihnen sehr ähneln. zwar verstehen sich meine mum und sie super, aber ihr kann man es nicht rechtmachen. und mein opa ist eigentlich auch ein ruhiger typ.

Anne

PS.: ich hoffe einen solchen tread gibt es noch nicht!!!

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Geschrieben von: Betti
17.10.2004, 23:52
Forum: Abgebrochene FanFictions
- Antworten (209)

Diese FFspielt etwa 3 jahre nachdem die 4. Staffel geendet hat... näheres erfährt man in der FF

Teil1

Lorelai Gilmore stürmte hektisch durch die Tür und setzte sich an einen der vielen Tische die ihr Stammlokal, das "Luke's" schmückten. Hektisch entledigte sie sich ihrer Winterjacke und sah sich nervös um.
Wo ist er nur?....er weiss genau das ich da bin und lässt mich einfach hier sitzen..
"Kaffee wie immer?" Die brummige Stimme des Diner- besitzers ließ Lorelai aufschrecken. "Ganz genau...allerdings erst nach einem begrüßungskuss!" befahl sie ihrem Freund und setzet ein breites Grinsen auf. Dieser sah sich leicht beschähmt in dem ziemlich vollen Lokal um und hauchte Lorlai danach einen kurzen Kuss auf den Mund. "Wow danke, ich wusste gar nicht das ich so extrem anziehend auf dich wirke!" zog Lorelai, Luke nun schmollend auf, welcher sich aber nicht beirren ließ und ihr ihren Kaffee brachte.
"Kommt sie heute?" fragte er shcließlich. "wer?" stellte sich seine Freundin naiv und sah ihn sichtlich verwirrt an.
"Na wer?..Rory!..Deine Tochter!... du bist immer so aufgeregt wenn sie in den ferien nach hause kommt...!"
Lorelai fühlte sich merh als ertappt. sie selbst war sich nie bewusst das sich ihre verhaltensweisen so änderten wenn es sich um ihre mittlerweile 22 jährige tochter handelte.
"Nur zu deiner Information.. desshalb bin ich nicht aufgeregt!" "Ach.. und warum dann?"
Die dunkelhaarige Frau sah den Ladenbesitzer mit einem leichten augenrollen an. "na... das ist das erste weihnachten an dem... ER.. mitkommt!" "Oh.. richtig.. du kannst ihn ja nicht leiden!"
"Das stimmt nicht! Ich kenn ihn nur zu wenig..."
"Lorelai.. es ist nur eine woche...weihnachten... du wirst es ertragen das tom mit ihr mitkommt!"
Lorelai nickte nur gleichgültig. "Klar... klar... mir ist völlig gleich das er mitkommt... soll er doch mitkommen, mit uns feiern und mir die einzigen freien Tage die ich mit meienr Tochter hab wegnehmen!"
rief sie beinahe theathralisch aus und suefzte schwer. "Du kommst doch auch Schätzchen oder?" "Wenn du aufhörst mich so zu nennen.."
Die aufgedrehte Frau wollte grade was erwidern als sich die Klingel der Dinertür meldete und eine bekannte Stimme in ihre Richtung rief:"Mum!!"


so....hoffe auf feedback.. habe nicht auf rechtschreibfehler geachtet also.. habt rücksicht..

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Geschrieben von: Scorah
17.10.2004, 22:04
Forum: Feedback
- Antworten (5)

Könnte man die Karte nicht noch ein bißchen größer machen, ich wohne in Dänemark und kann mich in die Liste gar nicht eintragen :heul:

Wie wäre es mit einer Europa Karte?

Liebe Grüße aus Dänemark

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Geschrieben von: Chrissi
17.10.2004, 20:56
Forum: Abgebrochene FanFictions
- Antworten (18)

Ich hoffe es gibt so eine "Geschichte" noch nicht.
Es ist keine Geschichte,sondern eher....lest am besten selbst.

Das erste Aufeinandertreffen

Die Geschichte vom ersten Aufeinandertreffen von Luke und Lorelai.
Alle „Hinweise“ aus der Folge 5.03 („Written in the stars“) sind mit eingearbeitet.

Es war 13.00 Uhr -Mittagszeit- als Lorelai Gilmore, 29 Jahre alt, hungrig vor der Tür eines Diners stand. Der Laden hieß Luke’s Diner. Ich brauche jetzt erst mal einen warmen Kaffee und etwas zu essen, dachte sie und betrat das Cafe. Es war ziemlich voll. Hinter einem Tresen stand ein Mann mit Bart ,einer grünen Baseballkappe, die er verkehrt herum aufgesetzt hatte, einem blau karierten Hemd und einer dunklen Jeans. Er war nicht sehr klein, etwa 1,80 m groß. Am Fenster war noch ein Tisch frei. Alle anderen waren schon belegt. Dort werde ich mich hinsetzen, beschloss Lorelai und ging auf den Tisch zu. Dann drehte sie jedoch um und marschierte schnellen Schrittes Richtung Tresen. Sie setzte sich auf einen Barhocker und wartete auf die Bedienung. Der Mann stand mit dem Rücken zu ihr, nahm einen Teller mit Essen, den er durch ein Fester ohne Glas gereicht bekam und servierte ihn einem anderen Mann, der alleine an einem Tisch saß. „Hier Kirk. Pommes und ein Cheeseburger“ „Der Käse ist aber nochganz hart“, sagte Kirk und nachdem er sein Essen untersucht hatte. „Er ist nicht hart!“, widersprach der Mann mit der Mütze. „Sieh doch!“, Kirk nahm den Käse von seinem Cheeseburger und zeigte ihn dem Mann. „Na gut! Dann leg ihn doch zur Seite! Dann hast du aber keinen Cheeseburger mehr!“ der Mann wurde langsam wütend. „Aber ich möchte doch einen Cheeseburger“, sagte Kirk ganz ruhig. „Entweder du isst jetzt deinen Cheeseburger, der kein Cheeseburger mehr ist, oder du machst, dass du hier rauskommst!“ Der Mann war nun wirklich wütend. Er scheint nicht gerade zu der Sorte von hartgesottenen Typen zu gehören. Andererseits kann ich ihn auch verstehen. Was soll’s, dann werde ich mir einen Cheeseburger und Pommes bestellen. Mal sehen ,ob der Käse wirklich so hart ist wie dieser Kirk gesagt hat. „Na gut, dann ess ich eben den Burger! Du solltest trotzdem mal prüfen, wie Cesar die Cheeseburger macht“, Kirk gab sich zu Frieden. „Raus!!“ rief der Besitzer des Diners, jetzt total aufgebracht. Kirk sprang sofort auf und rannte ohne seinen Burger zur Tür. „Stop! Nimm den Burger mit! Und bezahl ihn mir. Auch wenn du den Käse nicht isst kostet der Burger trotzdem das selbe“ Kirk rannte zum Besitzer, der jetzt neben dem Tresen stand, drückte ihm 1,50 $ in die Hand, nahm seinen Burger und verließ das Cafe. Der Besitzer wandte sich zu einer Kaffeemaschine links neben dem Tresen. Sie schien kaputt zu sein, denn er begann zu fluchen: „Nein! Nicht heute! Dummes Ding!“. „Hey! Kann ich bitte einen Kaffee haben??.....Hallo!....Bedienung!“ Lorelai versuchte die Aufmerksam des Mannes auf sich zu ziehen, doch er war zu sehr mit der Kaffeemaschine beschäftigt. „Gleich!“ murmelte er und untersuchte die Maschine. Nach 5 Minuten ertönte wieder diese Frauenstimme: „Hallo! Was ist denn jetzt mit dem Kaffee?“ Lorelai konnte einfach nicht warten. „Sofort!“ rief er ihr zu. „Mmmhh....das ist es also....Werkzeugkasten ....wo ist der Werkzeugkasten??“ er redete mit sich selbst. Er schien das Problem der Maschine gefunden zu haben. Also drehte er sich um und sah SIE. Diese Frau habe ich hier noch nie gesehen.....sie hat echt wunderschöne Haare....und diese Augen....achwas, zurück zur Arbeit. Das Ding muss wieder laufen. Bei der Kundschaft heute! dachte er und ging auf die andere Seite des Tresens um in Richtung Abstellraum zu gehen. Er musste den Werkzeugkasten unbedingt finden. Aber auf halber Strecke merkte er, dass ihn jemand verfolgte. Es war Lorelai. „Wie lange dauert es denn jetzt noch?“ fragte sie genervt. „Keine Ahnung. Ich suche den Werkzeugkasten und dann werden wir sehen“ antwortete er und verschwand. Lorelai setzte sich wieder an den Tresen und nahm sich eine Zeitung. Als erstes las sie immer ihr Horoskop....“Achtung! Eine Grippe bahnt sich bei Ihnen an. Viele Vitamine sind jetzt genau das Richtige für Sie....“ las sie. Bald war der Mann wieder da. Er versuchte die Maschine zu reparieren. Lorelai konnte es nicht länger auf dem Barhocker halten. Sie ging um den Tresen herum und guckte ihm über die Schulter. „Und? Haben Sie schon die Lösung für das Problem gefunden?? Vielleicht liegt es daran, dass diese Maschine einfach zu alt ist...immerhin sieht sie ziemlich alt aus.“ Er drehte sich um „Das ist sicherlich nicht das Problem....was machen Sie hinter meinem Tresen???“ Er klang ärgerlich. „Ich wollte gucken, wann ich meinen Kaffee bekomme“ sagte sie ruhig „Dies ist mein Tresen und niemand darf sich hinter ihn stellen! Kunden schon gar nicht!“ „Hey! Ist ja gut! Ich werde mich wieder hinsetzen und auf meinen Kaffee warten...hoffentlich funktioniert die Maschine heut noch!“ murmelte sie und setzte sich wieder. Ein paar Minuten später, die Maschine war immer noch nicht wieder betriebsfähig, blickte sie von der Zeitung, die sie wieder zur Hand genommen hatte auf und fragte den Besitzer: „Sind Sie Luke??“ „Ja, der bin ich!“ antwortete er ohne sie anzusehen. „Hi! Ich bin Lorelai. ....Tolles Wetter heute oder?“ „Wie immer“ Er scheint ja nicht sehr gesprächig zu sein.... „Wohnen sie hier oder wo anders?“ „Hier“ „Wann haben Sie Geburtstag?“ „Wieso wollen sie das wissen??“ fragte er und ging zu zwei Frauen, die an einem Tisch in der Ecke saßen, um ihnen ihr Essen zu servieren, auf das sie schon ewig warteten. Sie sah ihm zu und antwortete: „Los! Raus damit!“ „Nein! Immer wenn mich jemand nach meinem Geburtstag fragt, will er in Echt nur wissen, wann er mir etwas schenken muss oder wann er mir eine große Party organisieren kann, die dann, wie jede meiner bisherigen Geburtstagspartys katastrophal endet.“ Er marschierte zu einem anderen Tisch um die Bestellung aufzunehmen. Lorelai folgte ihm. „Ein paar Betrunkene schlagen sich die Köpfe ein....“ „Ich verspreche, dass ich ihnen nichts schenken oder eine Party organisieren werde!“ unterbrach sie ihn. „Und wieso wollen Sie dann wissen, wann ich Geburtstag habe?“ „Glauben sie an Horoskope?“ „Nein! Dieser Müll wird doch nur von bescheuerten Leuten geschrieben, denen langweilig ist“ „Trotzdem möchte ich gerne Ihren Geburtstag wissen. Mal sehen was diese Verrückten so über sie schreiben.“ „Nein. Das ist mein letztes Wort. Wissen sie eigentlich, dass sie mich nerven?“ Sie ignorierte seinen letzten Satz . Sie durfte jetzt nicht nachgeben und musste jetzt ihre Betteltour zum Besten geben: „Bitte!!!! Bitte!!“ Er drehte sich um und ging wieder zum Tresen. „Na gut.“ (Er gab also auf!) und sagte ihr sein Geburtsdatum. Sie fing sofort an sein Sternzeichen zu suchen. Luke reparierte unterdessen die Kaffeemaschine. „Ah! Ich habe es gefunden.“ rief sie, öffnete ihr Handtasche, holte einen Stift heraus und schrieb etwas unter sein Horoskop. „Haben sie eine Schere?“ „Ja, wieso?“ Er reichte sie ihr. Sie schnitt sein Horoskop aus und reichte es ihm. Er nahm es und sah auf das Stück Papier:„Heute werden sie eine nervige Frau treffen“ hatte sie unter „Skorpion“ geschrieben. Ohne auf seine Frage zu antworten stellte sie selbst eine: „Kann ich jetzt einen Kaffee zum Mitnehmen haben?“ fragte sie. „Ja. Die Maschine funktioniert wieder“ Er reichte ihr einen Becher Kaffee zum Mitnehmen. „Sie sollten es in ihr Portemonnaie legen und es immer bei sich tragen. Es wird ihnen eines Tages Glück bringen.“ sagte sie, bezahlte und ging zur Tür. Plötzlich blieb sie stehen, probierte den Kaffe, drehte sie sich noch einmal um und sagte: „WOW! Das ist der beste Kaffee, den ich je getrunken habe! Nächstes Mal werde ich ihre Cheeseburger probieren. Ich wüsste zu gerne, ob der Käse wirklich so hart ist, wie Kirk gesagt hat! Bis demnächst, Luke!“ sagte sie, öffnete die Tür, ging nach draußen und schloss sie wieder.
Er sah ihr nach, bis sie um die Ecke bog und nicht mehr zu sehen war. Da bemerkte er wieder das kleine Stück Papier mit seinem Horoskop, das sie ihm gegeben hatte. Luke, der ja eigentlich nicht an Horoskope glaubte, legte es in sein Portemonnaie und wandte sich wieder der Arbeit zu.


--Der Beginn einer tollen Freudnschaft....(vorerst)--



EDIT

Eigentlich geht die Geschichte nicht weiter, weil das alles war,was Luke gesagt hat. Da ist ja nur ein Teil ausgedacht.

Also ich hab eigentlich gar keine Lust so viel zu schreiben. Aber wenn Luke oder Lorelai in der 5.Staffel nochmal son "Rückblick auf die Vergangenheit" machen,dann werd ich wieder was schreiben.
Das ist mir sonst echt zu viel Arbeit.
Find es aber schön,dass es euch gefällt.
Und an den Punkten von Luke konnte ich mich dann auch ganz gut orientieren.

Aber wie gesagt: Wenn es nochmal son Rückblick gibt,dann schreib ich wieder.

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Geschrieben von: Riska
17.10.2004, 19:46
Forum: Abgebrochene FanFictions
- Antworten (13)

Die Strahlen der späten Nachmittagssonne ließen das dichte Laub, das den Boden des Parks bedeckte, beinahe wie einen Teppich aus Gold wirken. Obwohl das warme Herbstwetter zu einem Spaziergang einlud, war der Park nahezu menschenleer, nur hier und da konnte sie vereinzelte Gestalten erkennen. Verliebte Pärchen die Arm in Arm die Pfade entlang schlenderten oder dicht aneinander gepresst auf den Parkbänken saßen, ein einsamer Angler am Ufer des Sees, eine alte Frau die Krähen und Elstern mit Brotkrumen fütterte.

Gedankenverloren setzte sie sich auf eine der Bänke und zog ein Buch hervor. Es fühlte sich so richtig an, so perfekt, so einzigartig und dennoch war es falsch. Das hatte man sie zumindest gelehrt. So etwas tat man nicht – egal ob es sich richtig anfühlte oder nicht.
Sie versuchte sich auf den Gedichtband in ihren Händen zu konzentrieren, aber die Worte verschwammen vor ihren Augen. Sie konnte jetzt nicht lesen, wollte jetzt nicht lesen. Sie wollte, konnte nicht damit aufhören an ihn, die Dinge die er gesagt und getan hatte zu denken.

„Das ist doch lächerlich,“ wütend klappte sie ihr Buch zu und stand auf, jedoch nur um sich nach einigen Sekunden der Ratlosigkeit wieder auf die hölzerne Parkbank fallen zu lassen. Lächerlich. In Gedanken wiederholte sie das Wort wieder und wieder, bis ihr bewusst wurde, dass es tatsächlich lächerlich war hier zu sitzen. Sie sollte nach Hause gehen, sich umziehen und ausgehen. Sich ablenken, ihn vergessen. Sie sollte alles was tatsächlich geschehen war -ebenso wie die Dinge die sie sich ausgemalt hatte schlicht und einfach vergessen. Alles irgendwo tief vergraben um nie wieder daran denken zu müssen. Aber es war so ungerecht. Sie wußte, dass sie zusammen gehörten, dass sie das perfekte Paar waren, dass er mit IHR niemals glücklich werden konnte. Wäre es daher nicht ganz und gar selbstlos von ihr sich einzumischen? Ihn daran zu hindern den Rest seines Lebens mit einer Frau zu verbringen die geistlos und dumm war, einer Frau die ihn unglücklich machen würde? Ja, sie würde ihm einen Gefallen tun. Sie würde ihn vor einer Ehe voller Banalität und Langeweile retten, sie würde ihn glücklich machen, sie wäre die perfekte Ehefrau.

Sie kannte sich selbst nicht mehr, es verunsicherte sie, dass sie verunsichert war. Sie war keines dieser Mädchen die sich für einen Mann verrückt machten - von einem Mann verrückt machen ließen. Natürlich hatte sie Verabredungen, natürlich hatte sie Verehrer. Aber mehr als nur Sympathie hatte sie bislang nie empfunden. Mehr hatte sie offengestanden nie erwartet. Eine gute Ehe basierte auf gegenseitiger Wertschätzung, gegenseitigem Respekt, dass hatte man ihr beigebracht. Die Freuden und Qualen der Lieben existierten nur in den Werken von Shakespeare und Jane Austen, in den Gedichten von Keats und Byron, den Liedern eines Tony Bennet oder Frank Sinatras, nicht aber in der Realität. Daran hatte sie immer fest geglaubt, darauf hatte sie ihr bisheriges Leben aufgebaut, ihre Zukunft geplant. Sie machte gerne Pläne, sie hatte Pläne, gute Pläne. Sie wußte wie ihr Leben verlaufen würde, das wußte sie seit sie zehn war. Sie hatte es schließlich geplant und plötzlich - plötzlich waren all diese Pläne wie ein Kartenhaus in sich zusammen gestürzt. Sie hatte wegen eines Mannes die Kontrolle über sich verloren und haßte sich, haßte ihn dafür. Am meisten haßte sie jedoch diese andere Frau – denn sie war schuld daran, dass sie dabei war ihr Gesicht zu verlieren, sich eingestehen musste, dass man nicht alles planen konnte.

~* ~*~*~

Tick, Tack, Tick, Tack – Das regelmäßige Ticken der Uhr trieb ihn fast in den Wahnsinn – ebenso wie das geschäftige Treiben des Schneiders der seit bald einer Stunde Maß nahm, absteckte, nähte, kürzte, wieder absteckte und sich seitenweise Notizen zu machen schien. Er hatte keine Lust mehr seine Zeit noch länger als lebende Modepuppe zu verschwenden, er hatte wichtigere Dinge zu erledigen. Sein Blick fiel auf einen hohen, in Gold gefassten Spiegel und er stellte zufrieden fest, dass Mr. Farnsworth immerhin etwas von seinem Handwerk verstand, auch wenn er dabei verdammt langsam zu Werke ging. Der Anzug betonte seine große, schlanke Gestalt, er sah richtig gut darin aus. „Das wird ihr gefallen.“
„Oh, natürlich Mr. Gilmore,“ antwortete Farnsworth eilig, froh darüber das sein Kunde beschlossen hatte sich endlich positiv über sein Werk zu äußern. „Und sie sollten erst ihr Kleid sehen. Sie beide werden das reizendste Brautpaar sein, dass die Ostküste in den letzten hundert, ach was sage ich, zweihundert Jahren gesehen hat!“ Der Schneider machte sich an Richards Hosensaum zu schaffen. „Wobei ihre Verlobte nun wirklich alles tragen könnte, sie würde selbst in Sackleinen eine wunderschöne Braut abgeben!“
„Ganz recht.“ Richard lächelte. „Sie hätten sie erst in dem blauen Kleid sehen sollen, dass sie vergangen Freitag auf dem Ball der Stanleys getragen hat.“ Sie hatte wirklich phantastisch darin ausgesehen und hatte alle anderen in den Schatten gestellt. Er warf noch einen Blick in den Spiegel. Ja, er konnte sich auch sehen lassen. Farnsworth hatte recht, sie waren wirklich ein hübsches Paar, das perfekte Paar. Emily war... mit einem Satz sprang Richard von dem Podest auf dem er die letzte Stunde ausgeharrt hatte und verließ – die Proteste Farnsworths ignorierend – den Salon.
Wütend über sich selbst lief er durch die Straßen New Havens. Das war bestimmt das siebzigste Mal diese Woche, dass es ihm passiert war. Siebzig Mal, eindeutig zuviel. Er schnaubte. Einmal, zweimal - in Ordnung. Fünfzig wären wohl auch noch akzeptabel gewesen. Aber siebzig – und das waren nur die Male die er gezählt hatte. Er musste damit aufhören. Er würde einen Strauß roter Rosen kaufen, Pennilyn zum Essen ausführen und Emily endgültig vergessen. Er verstand sowieso nicht weshalb er dauernd an sie dachte. Er hatte eine reizende Verlobte aus gutem Hause die ihn anhimmelte. Sie würden ein schönes Ehepaar abgeben. Schön. Vielleicht nicht perfekt, aber passabel, ziemlich passabel. Und ziemlich passabel war immerhin mehr als die meisten anderen Paare von sich behaupten konnten. Außerdem war alles bis ins kleinste Detail geplant, die Einladungen verschickt, die Sitzordnung festgelegt und er lief in einem Hochzeitsanzug voller Stecknadeln durch den Stadtpark. Er würde bald seinen Abschluss in Yale machen und ein wichtiger Geschäftsmann sein. Geschäftsmänner waren nicht impulsiv, sie kalkulierten, planten, organisierten. Sie dachten nicht drei Wochen vor ihrer Hochzeit an andere Frauen. Ein Geschäftsmann konnte nicht kurz vor der Vertragsunterzeichnung das Papier in kleine Stücke zerreißen und es wie Konfetti durch die Luft werfen während er schrie, er habe es sich nun doch anders überlegt. Rote Rosen und ein schönes Abendessen, dass war das Richtige. Er begann sich zu fragen, ob sie wohl Italienisch mochte, nur um sich gleich darauf zu erinnern, dass er es wußte. Er wußte das Pennilyn Pasta nicht mochte – genauso wie er wußte das er eben nicht über seine Verlobte nachgedacht hatte.
Also kein Italienisch, Französisch, Pennilyn liebte französisches Essen. Er würde also einen Tisch im „Chez Fleur“ reservieren. Perfekt. Der Abend war gerettet. Seine Ehe war gerettet. Richard lies sich auf eine der Parkbänke fallen und sah sich um. Es waren nur wenige Menschen unterwegs. Vereinzelte Pärchen die Arm in Arm die Pfade entlang schlenderten oder dicht aneinander gepresst auf den Parkbänken saßen, ein einsamer Angler am Ufer des Sees, Emily die in einem Buch las, eine alte Frau die – er stockte. Einundsiebzig Mal, langsam nahm das Ganze absurde Ausmaße an. Andererseits war er sich sicher sie gesehen zu haben. Aber war es wirklich Emily? Wenn sie es tatsächlich war, dann wäre es äußerst unhöflich sie nicht zu begrüßen. Ein Verstoß gegen die Etikette und er wußte was gute Manieren waren, er war schließlich ein wohlerzogener junger Mann, er hatte schließlich einen guten Ruf zu verlieren.

~*~*~*~

Emily versuchte sich auf die Buchstaben vor ihr zu konzentrieren, aber so sehr sie sich auch anstrengte, sie ergaben einfach keinen Sinn. Nichts ergab einen Sinn. Ein Räuspern lies sie aufblicken.

„Guten Tag,“ Richard räusperte sich. „...Emily“
„Richard. Wie schön dich zu sehen.“ Phantastisch. Wie schön dich zu sehen. Emily hätte sich am liebsten die Zunge abgebissen.
„Ja, in der Tat....ich war gerade unterwegs.“ Als er ihren irritierten Blick bemerkte, korrigierte er sich. „Also eigentlich war ich beim Schneider und wollte etwas frische Luft schnappen. Tja – mein Hochzeitsanzug.“ Etwas hilflos deutete Richard auf seinen Smoking.
Emily rang sich ein Lächeln ab „Er steht dir.“
„Ich dachte mir, dass er dir gefällt. Ich meine, es ist nicht so dass ich darüber nachgedacht hätte, aber ich hatte das Gefühl, dass er dir gefallen könnte. Wobei das eigentlich völlig nebensächlich ist, da er ja hauptsächlich Pennilyn gefallen muss. Es ist nur so.....darf ich?“ Ohne eine Antwort abzuwarten setzte er sich auf den freien Platz neben sie.
Emily biss sich auf die Lippe und starrte auf das mittlerweile geschlossene Buch in ihrer Hand. „Ich bin mir sicher, dass er ihr gefallen wird. Pennilyn meine ich. Ich werdet ein schönes Paar abgeben.“ Schön. Aber nicht perfekt, fügte sie in Gedanken hinzu.
„Danke.“ Sie saßen schweigend nebeneinander, einerseits bemüht die Begegnung so schnell und schmerzlos wie möglich hinter sich zu bringen, andererseits unfähig sie zu beenden. Richard rutschte unruhig hin und her, wandte sich schließlich zu Emily, peinlich bemüht sie dabei nicht zu berühren. „Ich wollte eigentlich nur kurz Guten Tag sagen. Ich meine, ich habe dich gesehen und da – es wäre unhöflich gewesen nicht Guten Tag zu sagen.“
„Oh ja, dass wäre es wohl gewesen. Andererseits habe ich dich gar nicht gesehen und daher wäre es egal gewesen – ich meine, ich hätte ja nicht gewusst, dass du da warst, also wäre es nicht unhöflich von dir gewesen mich nicht....zu begrüßen.“ Sie spürte wie Blut in ihre Wangen schoß und hätte sich am liebsten geohrfeigt. Sie stand schneller als es notwendig gewesen wäre auf. „Ich sollte jetzt besser nach Hause gehen. Es war nett dich zu sehen. Sehr höflich von dir mich zu begrüßen. Also....“
Richard musste unweigerlich lächeln. Sie war nervös, dass war ein gutes Zeichen. „Nun, dann...“
„Auf Wiedersehen, Richard.“
„Ja.“ Er erhob sich ebenfalls. „Auf Wiedersehen.....dass heißt: Ißt du gerne Italienisch?“
Verdutzt hob sie eine Augenbraue „Bitte?“
„Italienisch. Ich meine italienisches Essen. Ich meine es ist nicht so, dass ich mir Gedanken darüber gemacht hätte, ob du es magst, ganz sicher nicht. Im Gegenteil, der Gedanke kam mir eben zum ersten mal.“ Richard stellte fest, dass er nur redete um zu reden und dabei nicht das sagte was er eigentlich sagen wollte. Aber wenn er aufhören würde, dann würde sie nach Hause gehen – er würde nach Hause gehen. Er würde Pennilyn heiraten und jede Woche zweiundsiebzig Mal an Emily denken. Er würde....sie riß ihn aus seinen Gedanken.
„Nun, ja.“
„Bitte?“
„Ja, die Antwort auf deine Frage lautet ja.“
„Welche Frage?“
„Italienisch, Richard. Ich esse sehr gerne Italienisch.“
„Oh. In Ordnung. Gut.“ Er holte tief Luft. Zweiundsiebzig Mal, dass war viel. Er sollte zumindest..... „Und wenn ich dich fragen würde, ob du – ich meine rein hypothetisch natürlich, ob du findest das ich Pennilyn heiraten sollte – nicht das ich von deiner Antwort irgendetwas abhängig machen würde, wie auch immer. Findest du ich sollte sie heiraten?“

„Nun, du hast bereits einen Anzug und das Brautkleid wird auch schon fertig sein.“
„Emily....“
„Die Einladungen sind verschickt und ich bin mir sicher das die Menüfolge schon steht,“ angestrengt überlegte sie sich immer neue Ausflüchte, um nicht auf die eigentliche Frage antworten zu müssen. „Ihr habt sicherlich schon Geschenke bekommen und....“ Er schnitt ihr das Wort ab. „Das weiß ich alles, Emily. Was ich wissen will ist – na ja, du weißt schon...“
„Ja. Ich meine ich weiß es nicht. Also eher, vielleicht wäre es besser–„ verzweifelt suchte sie nach den richtigen Worten, als sie plötzlich Richards Hand in ihrer spürte.
„Ich interpretiere das als ein Nein, in Ordnung?“
„Ich denke schon.“ Sie schüttelte lächelnd den Kopf und sah ihm in die Augen, „Ich bin mir sogar sicher.“
„Tja dann....“ Richard zog sie an sich „Ich hoffe es wäre auch in Ordnung, wenn ich dich jetzt küssen würde!?“ Ohne eine weitere Antwort abzuwarten zog er sie noch näher an sich und küsste sie sanft.

~*~*~*~

Der Park lag im Dunkeln, menschenleer – bis auf ein einzelnes, verliebtes Paar, eng umschlungen auf einer Parkbank sitzend.

FIN

ATN: Sonntagnachmittag, mir war langweilig und beim gucken der GG-Folge mit dem Ausflug nach Yale dachte ich mir, warum schreibst du nicht mal ‘ne KG zu dem Thema? Ich hoffe, dass noch niemand so was in der Art geschrieben hat, habe erst zwei, drei Geschichten hier im Forum gelesen......wie auch immer, könnte mir vorstellen, dass es so war – oder auch nicht *GG* Ich hoffe jedenfalls euch haben meine Ergüsse gefallen;-)
Riska

PS: Ich hab’s nicht so mit Kommas...Sorry....Seufz.

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Geschrieben von: dragon
17.10.2004, 19:32
Forum: Musik & Charts
- Antworten (261)

hey,

also entweder hab ich nix gefunden oder es gibt echt nix über nightwish...

was haltet ihr so von nightwish?

also ich war am freitag in leipzig auf'n konzert...war geil Cool , wobei mir nicht alles vom neuem album gefällt, aber zum glück waren auch alte "klassiker" dabei Wink

im großen und ganzem Top das geld hat sich gelohnt =)

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Geschrieben von: Sam
17.10.2004, 17:41
Forum: Abgebrochene FanFictions
- Antworten (25)

Hallo ihr lieben dieses Thead hat einen besonderen Grund!!!!

Also ich bin ausßer hier auch noch bei einem Harry Potter und einem Charmed Forum registiert. Der Grund warum ich euch das sage ist der, mir ist aufgefallen das hier niemand gescheite Reviews schreibt.
Ihr schreibt alle immer nur: sehr gut mach bitte weiter oder ähnliches!!
Wie soll der Autor den dann wissen was gut und was nicht so gut war.

Und in den anderen beiden Foren ist das eben nicht der fall, deshalb kann niemand behaupten das wäre überrall so!!!

Ich will jetzt nicht das ihr Böse auf mich seit oder so aber das ist meine ehrliche Meinung. Denn es hätte für euch selbst ja auch einen Vorteil wenn ihr längere Reviews bekommen würdet!!!

Ihr könnt mir gerne eure Meinung sagen!!

Kiss Sam Smile

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