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Geschrieben von: Lava
13.04.2006, 12:31
Forum: Abgebrochene FanFictions
- Antworten (35)

Hallo!
Das ist nun meine zweite Partner-FF und dieses Mal schreibe ich sie mit Daniela05(eine klasse FF-Schreiberin)
Und wir hatten die Idee mal ne FF über Alexis zu schreiben(wie wir alle wissen die Schauspielerin von Rory) und was passieren würde, wenn etwas aus ihrer Vergangenheit wieder auftaucht.
Wir hoffen euch gefällt der erste Teil von "Recall the past"!
Was rot und kursiv ist sind die Gedanken der jeweiligen Personen.



Recall the past



Teil 1-Trip to the past


Langsam drehte sich die junge Frau zur Seite, um einen Blick auf den Nachttisch zu erhaschen. Deutlich blinkten die roten Ziffern 23:05 auf dem Wecker. Friedlich lag sie in ihrem Bett und ein wohliger Seufzer glitt über ihre Lippen. Endlich konnte sie sich vom anstrengenden Drehtag entspannen. Sie liebte ihre Arbeit, doch sie war mit viel Stress und Mühe verbunden. Zum Glück hatte sie die nächsten 2 Tage frei, weil Calvin Szenen drehen wollte, für die sie am Set nicht benötigt wurde. Dadurch hatte sie auch wieder ein bisschen mehr Zeit für ihren Freund. Ihre Beziehung kam im Moment ein wenig kurz, doch so sehr die beiden es auch anders wollten, man konnte nichts daran ändern.

Vorsichtig drehte sie ihren Kopf und blickte auf die andere Betthälfte, wo sie Marc friedlich schlafen sah. Sie waren jetzt schon seit 2 Jahre zusammen. 2 Jahre, in denen ihre Beziehung auf harte Proben gestellt wurde. Trotz allem war sie unendlich froh darüber, einen Menschen wir Marc in ihrem Leben zu haben. Er half ihr, wenn es ihr schlecht ging. Er baute sie auf, wenn mal wieder Zweifel aufkamen. Er war einfach nur da. Da, wenn sie ihn brauchte. Ihnen blieb leider nicht allzu viel Zeit zusammen. Sie war ständig unterwegs um zu drehen und er war ein gefragtes Model. Das machte ihre Beziehung nicht gerade leicht, doch die junge Frau war sich sicher, dass es sie noch mehr zusammen schweißte. Sie nutzen die kostbare Zeit zusammen. Jeden Tag, jede Stunde, jede Minute und jede Sekunde die ihnen blieb. Durch die getrennte Zeit wurde ihnen jedes Mal von neuem bewusst, wie sehr sie doch aneinander hingen. Wie sehr sie sich liebten. Ein Lächeln huschte über ihre Lippen, als sie an den besondern Tag zurückdachte. Der Tag, der vieles verändert hatte. Der Tag, an dem Marc ihr seine Liebe gestanden hatte.

*Flashback*

Marc führte sie zu einem schicken Essen aus. Es gab romantische Musik, Kerzenlicht und Champagner. Beide genossen es wieder Zeit miteinander zu verbringen. Augenblicke wie dieser, waren leider viel zu selten. Momente, in denen beide einfach nur glücklich waren.
Als sie mit dem Essen fertig waren, fuhren sie noch an den Strand. Das junge Paar liebte es am Strand spazieren zu gehen. Es war beruhigend den weichen Sand unter den Füßen zu spüren, dem Rauschen der Wellen zu lauschen.

Hand in Hand gingen sie am Meer spazieren, bis Marc stehen blieb und Ihr tief in die Augen sah. In diese blauen Augen, die er so liebte. In die er sich jedes Mal aufs Neue verlor. Er holte noch einmal tief Luft, bis er die vier Worte über die Lippen brachte, die alles verändern sollten. Es war nur ein Flüstern, dass im Rauschen der Wellen unter zu gehen drohte, doch die junge Frau verstand es.
„Alexis, ich liebe dich.“
Sie wusste nicht, wie sie reagieren sollte. Was sie sagen sollte. Für sie bedeuteten diese Worte sehr viel. Sie war nicht ein Mensch, der es einfach so sagte. Sie musste es auch spüren. Es fühlen. Natürlich freute sie sich darüber es zu hören, doch war sie auch schon so weit? So weit diesen wichtigen Schritt zu wagen? Schließlich waren sie gerade 6 Monate zusammen. Sie spürte, wie ihr Herz schneller schlug. Wie die Gänsehaut ihren gesamten Körper umhüllte. Einmal hörte sie auf ihr Herz. Auf die Stimme ihres Herzens, die ihn verlangte.
„Ich liebe dich auch.“ Flüsterte sie ebenso leise und eine Träne löste sich aus ihrem Augenwinkel. Marc lächelte sie sanft an, wischte die Träne behutsam weg und näherte sich ihr. Seine Lippen näherten sich langsam aber sicher ihren. Alexis schloss die Augen und wartete darauf mit seinen Lippen zu verschmelzen. Als es dann endlich soweit war zog Marc sie näher an sich und die beiden verfielen in einen langen und leidenschaftlichen Kuss.
*Flashback Ende*

Ja sie liebte ihn auch und war froh ihn zu haben. Dieses Gefühl war bis heute nicht verebbt. Im Gegenteil. Es war noch stärker geworden. Das letzte mal, dass sie noch so fühlte, war als sie in Texas gewohnt hatte. Das war das letzte und einzige Mal, dass ihr Herz von solch einem Gefühl erwärmt worden war. Doch daran wollte sie nicht denken. Die Tage, mit denen sie längst abgeschlossen hatte. Es war Vergangenheit und die sollte man ruhen lassen.
Langsam fielen ihre müden Lider zu, bis sie endlich in das Reich der Träume abtauchte.
Aber wieso musste sie gerade jetzt an ihn und das Vergangene denken? Die ganzen Jahre über hatte sie keinen einzigen Gedanken daran verschwendet. Wieso gerade heute? Oder ahnte sie vielleicht, dass bald etwas aus der Vergangenheit zurückkehren würde?



Zwei Teenager saßen auf einer Bank und lasen. Zwischendurch sahen sie auf und schauten sich gegenseitig in die Augen. In diesem Blick war soviel Vertrautheit und Verbundenheit. Dieser Blick sagte mehr als tausend Worte und nur die beiden verstanden ihn. Doch im Blick des Jungen war auch etwas anderes zu sehen. Etwas, dass Alexis sehr selten zu Gesicht bekam. Traurigkeit.
Die beiden lernten sich durch ihre Eltern kennen. Sie war damals 7 und er 11. Alexis war gerade neu mit ihren Eltern hergezogen und kannte noch keinen.
Sie wurde von seinen Eltern, gleichzeitig auch ihre Nachbarn, zum Essen eingeladen. Das Mädchen hatte überhaupt keine Lust jemand neues kennen zu lernen. Sie wollte wieder weg hier. Wieder nach Hause, wo sie schon Freunde hatte.
Am Anfang konnten sich die beiden überhaupt nicht leiden, doch umso länger sich die zwei miteinander beschäftigten, desto besser verstanden sie sich. Mehr und mehr Gemeinsamkeiten traten ans Licht, die sie zusammen schweißten. Beide lasen sehr gerne und jeder interessierte sich für Filme. Vielleicht verstanden sie sich auch so gut, weil sie den gleichen Traum hatten. Den Traum, der damals für beide noch in einer unwirklichen Zukunft lag.
Und nun waren sie schon seit 8 Jahren beste Freunde.
Doch den ganzen Tag über war er schon komisch drauf. Irgendetwas war mit ihm los. So kannte Alexis ihn gar nicht. Das merkte auch seine beste Freundin. Soll ich ihn fragen? Schließlich erzählen wir uns immer unsere Probleme.
„Okay. Was ist mit dir los?“ Sie klappte ihr Buch zusammen und schaute ihn an.
„Ich weiß gar nicht was du meinst.“ Auch er schlug sein Buch zu. Ich kann es ihr einfach nicht erzählen.
„Nun komm schon. Ich merke doch, dass irgendetwas nicht stimmt. Du bist schon die ganze Zeit so komisch drauf. Also, was ist los?“ Warum verheimlicht er mir etwas?
„Na gut. Du hast ja Recht. Aber ich weiß nicht wie ich es dir sagen soll“
„Wir erzählen uns doch immer alles. Wovor hast du denn Angst? So schlimm wird’s schon nicht sein“ Ein Lächeln breitete sich in ihrem Gesicht aus, dass bald wieder verschwinden sollte
„Meine Eltern haben mir heute morgen erzählt, dass wir wegziehen werden“ Er blickte betrübt zu Boden und starrte auf seine Füße. Den ganzen Tag plackte ihn eine Frage. Warum? Warum mussten sie wegziehen? Das Leben war so ungerecht.
Alexis traute ihren Ohren kaum. Was hatte er da gerade gesagt? Das durfte nicht war sein. Nicht er. Bitte nicht. Einige Momente herrschte unerträgliches Schweigen, bis das Mädchen ihre Stimme wieder gefunden hatte und ihn traurig anblickte.
„Ihr zieht weg?! Warum? Und wann?“ Er kann doch nicht einfach wegziehen. Er bedeutet mir doch so viel.
„Mein Vater wird nach New York versetzt…und wir ziehen schon am Samstag um.“ Ich will aber nicht weg. Ich will bei dir bleiben.
Sie wusste nicht was sie sagen sollte. Ihr bester Freund würde wegziehen. Mit wem sollte sie denn jetzt über Bücher reden? Wer würde ihr jetzt zur Seite stehen, wenn sie mal wieder Probleme hatte?
„Am Samstag schon? Wieso musst du denn mitziehen? Kannst du nicht hier bleiben? Mit wem soll ich denn über Bücher reden und mich bei Filmen über die Schauspieler lustig machen? Du darfst nicht wegziehen.“
„Ich…ich will doch auch nicht weg“
Und zum ersten Mal realisierten die beiden, was die ganze Zeit verborgen lag. Zum ersten Mal verstanden sie, dass es mehr als Freundschaft war, die sie verband. Es war ein stärkeres Gefühl. Ein bedeutenderes Gefühl. Es war Liebe…
„Ich liebe dich“ brachte das Mädchen leise über ihre Lippen und kleine Tränen rannen ihre Wangen herunter.
„Alex ich…“
„Sag nichts“ Es waren die letzten Worte, die sie mit ihm geredet hatte. Sie drehte sich um und rannte. Rannte, bis sie nicht mehr konnte und nach Luft schnappen musste.
Was hatte sie da nur getan?

Alexis wachte schweiß gebadet auf. Was hatte sie da gerade geträumt?
Es lag jetzt schon ganze 6 Jahre zurück. Es war das erste Mal, dass sie „Ich liebe dich“ gesagt hatte. Und das auch noch zu ihrem besten Freund.
Aber warum träumte sie ausgerechnet jetzt von dieser Erinnerung? Sie hatten sich geschworen für immer Freunde zu bleiben. Doch auch dieses Versprechen wurde gebrochen. Wie eine Seifenblase, die man zu platzen lies. All die Erinnerungen kamen ihr wie ein Traum vor. Als wäre das niemals wirklich passiert. Der Kontrakt brach ab und sie verloren sich aus den Augen. Alexis fand neue Freunde und begann damit ein neues Leben. Ein Leben ohne ihn. Ohne ihren besten Freund. Ohne den Menschen, für den sie so viel empfand.
Erst jetzt merkte sie, dass sie ihn all die Jahre verdrängt hatte. Die Gedanken an ihn vollkommen ignoriert hatte. Die letzten 5 Jahre in einer Scheinwelt gelebt hatte.
War der Traum nur Zufall? Ein Streich, den ihr Herz ihr spielte? Oder steckte doch mehr dahinter? Eine Frage, die sich Alexis immer und immer wieder stellte, bis sie schließlich erschöpft einschlief…

So wir hoffen euch gefällt der erste Teil und wir freuen uns natürlich über Lob sowie Kritik!
Also schön in die Tasten hauen:biggrin:

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Geschrieben von: fabsge
13.04.2006, 00:28
Forum: Kaffeeklatsch
- Antworten (40)

Sagt mal, Kinders: Hat irgendjemand von euch journalistische ambitionen? Also so wie Rory ;-)

Ich schreib nämlich als freier Mitarbeiter für eine Lokalzeitung und würde sowas glaube ich auch gerne weiterhin machen....

Noch jemand hier?

p.s.: ich hatte keine ahnung wo ich das sonst reindingsen sollte als ins Luke's....

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Geschrieben von: milo=best
12.04.2006, 20:59
Forum: Abgebrochene FanFictions
- Antworten (49)

Hallo erstmal,
Mein Name ist Anne-Sophie Moriano. Aber ich werde Anne (gesprochen Ähn) genannt. Das hier ist meine und Jess Mariano’s Geschichte. Ich weiß gar nicht wieso ich sie erzähle, ich weiß nur das wir, Jess und ich, die besten Freunde waren.
Ja, das stimmt, wir waren wirklich die allerbesten Freunde. Wir haben soviel Scheiße miteinander erlebt und soviel durchgemacht, dass man uns bestimmt als beste Freunde bezeichnen kann. Wir lebten beide seit wir geboren wurden, hier in New York. Dem Big-Apple. Dem Shopping-Monopol. Dem Reiseziel für jung und alt. Dem Gebiet der coolsten und talentiertesten Teenagern des Landes. Dem Zentrum der Welt.
Vielleicht habt ihr grade bemerkt, dass ich ziemlich begeistert von dieser Stadt bin. Ja, es stimmt! Ich liebe New York! Nirgends sonst, kannst du um halb vier Uhr morgens chinesisches Essen bestellen ohne Ärger zu bekommen. Was Jess und ich im Übrigen die ganze Zeit gemacht haben. Wir waren wirklich die aller besten Freunde.
Ich weiß noch wie wir einmal eine Schnapsflasche geklaut haben und der Ladenbesitzer uns erwischt hat, hinter uns her gerannt ist und wie er uns die ganze Zeit wütend angeschrieen hat. Damals haben wir beschlossen uns zu trennen, er läuft in die eine Richtung und ich in die andere. Dann müsste sich der Verkäufer entscheiden und das würde uns Zeit geben. Naja, eigentlich war es klar. Er hat sich für Jess entschieden. Obwohl ich die Flasche hatte. Aber man gab sowieso immer Jess die Schuld für alles. Jess mit seinen schwarz- verstrubbelten Haaren und seiner schwarzen Lederjacke und immer mit einer Kippe im Mund.
Ja, sie gaben immer Jess die Schuld. Und wenn ich versucht habe, die Schuld auf mich zu nehmen, hat Jess immer nur meinen Mund zugehalten und alles gestanden, er wollte nicht, dass ich Ärger bekomme. Ich war für alle immer nur der Sonnenschein, die Süße, die Kleine, die nur von dem bösen, bösen Jess dazu angestiftet worden war. In ihren Augen war ich einfach ein Engel, ich glaube, das lag an meinem Aussehen. Ich hatte lange, blonde, gelockte Haare und große, blaue Augen und ich hatte eine zierliche, kleine Figur, weswegen mich manche auch als Puppe bezeichneten.
Die einzige, die mein wahres Ich wirklich kannte, war Jess’ Mom Liz. Ich verstand mich super mit ihr, sie war immer mein großes Vorbild, weil sie alles allein geschafft hatte. Nachdem Jess’ Dad abgehauen war, musste sie für ein kleines Baby sorgen. Sie hatte niemanden und doch hatte sie es geschafft. In meinen Augen war sie eine echte Superfrau, auch wenn sie oft ziemlichen Mist gebaut hat.
Aber zurück zu der Geschichte mit dem Schnapsklau. Ich rannte wirklich um mein Leben und als ich merkte, dass er Jess gefolgt war, lief ich zu unserem geheimen Treffpunkt, in der 5ten. Von dieser Straße, zweigte sich eine kleine abgelegene Gasse ab, in der wir eine alte, leer stehende Wohnung entdeckt hatten. Dort trafen wir uns immer. Egal, was passiert war. Sobald einer von uns an der Tür des anderen klingelte und dieser nicht da war, wussten wir, dass er im Ritz war. Ihr habt richtig gehört, im Ritz. So nannten wir die Bruchbude, in der Seitenstraße. Wir richteten sie uns wirklich gemütlich ein, mit einem alten Kühlschrank, indem immer etwas zu trinken war und einem alten Sofa und Matratzen, falls wir mal nicht zu Hause schlafen wollten. Einer unsrer schönsten Tage war, als wir von meinem Grandpa ein altes Radio geschenkt bekamen und dieses natürlich sofort ins Ritz brachten.
Ja! Wir waren bestimmt die besten Freunde. Ich weiß sogar noch wie alles angefangen hat…

~Flashback~

Ich war auf den Tag 1 Jahr, 8 Monate und 2Wochen alt. Genauso alt wie Jess. Uns verband nicht nur ein sehr ähnlicher Nachname, nein, wir haben auch an genau denselben Tag das Licht der Welt erblickt.
Aber zurück zu unserer ersten Begegnung. Also, an diesem besagten Tag saß ich im Sandkasten eines öffentlichen Spielplatzes und buddelte mit meiner Schaufel Löcher in den Sand. Da kam Jess auf mich zugetapst und schlug mir mit seiner Schaufel so fest er konnte auf den Kopf. Zuerst schaute ich ihn völlig verwundert an, doch dann fing ich lauthals an zu schreien. Liz, die alles gesehen hatte, kam auf mich zugestürmt und nahm mich in den Arm. Sie schaukelte mich und versuchte mich zu beruhigen. Da sie Angst hatte, meine Mom würde herausfinden, dass ihr Sohn mir das angetan hatte und sie danach beschimpfen würde, was sie für ein schlecht erzogenes Kind hätte, versuchte sie sämtliche Tricks um mich ruhig zu stellen. Als sie das dann endlich geschafft hatte und ich mich wieder einigermaßen beruhigt hatte, bat sie Jess sich bei mir zu entschuldigen und war dann völlig überrascht, als er dies auch wirklich tat. Er kam auf mich zu und strich mir über den Kopf und brabbelte dabei: „Eia-eia mach“ Liz starrte ihren kleinen Sohn an und nahm auch ihn in den Arm. Danach flüsterte sie zu uns: „Hey, ihr Süßen. Das hatte was zu bedeuten. Die Geschichte mit euch ist noch lange nicht vorbei.“ In diesem Moment kam meine Mutter an und riss mich von Liz weg.
Von da an sahen wir uns aber immer öfter und mit den Jahren fingen Jess und ich an richtig miteinander zu spielen.

~Flashbackende~

Natürlich denkt ihr jetzt, so eine Lügengeschichte! Mit eineinhalb Jahren kann man sich doch nicht an so etwas erinnern und da muss ich euch Recht geben. Aber Liz hat uns diese Geschichte ungefähr 200mal erzählt. Sie war einfach so überrascht gewesen, dass Jess sich wirklich entschuldigt hatte, sonst hatte er nämlich nie auf sie gehört. Sie wollte immer das wie heiraten und viele Kinder kriegen. Aber das wird nie so sein. Dazu sind wir viel zu lang befreundet und dazu kennen wir uns viel zu gut. Wir wissen wenn wir zusammen wären, würden wir uns nur auf die Nerven gehen und dann die anderen Sachen, die man so in einer Beziehung macht…Niemals!
Natürlich haben wir uns auch schon geküsst, aber das war immer nur Übung, wir wollten uns darauf vorbereiten, wenn wir wirklich mal feste er Freundinnen und ich Freunde haben würden. Und ich muss sagen, es hat sich gelohnt, wir haben beide nicht abgeloost bei unserem ersten „richtigen“ Kuss.
Oh man. Jess hatte wirklich viele Küsse nach seinem ersten. Er war nämlich nicht nur ein „Badboy“ sondern auch ein hoffnungsloser Frauenschwarm. Er hatte seit wir 14 waren, immer eine Freundin, es hielt meistens nicht länger als zwei Wochen, aber er hatte immer eine Freundin. Bei mir sah das anders aus, ich war so etwas, was man einen Spätzünder nennt. Zwar hatte ich mit ihm mit 12 oder 13 küssen geübt, aber eigentlich hatte ich noch kein Interesse an Jungs. Ich hatte mit 16 meinem ersten Freund und Jess hasste ihn, er versuchte ihn mir die ganze Zeit auszureden. Er sei schlecht für mich und zu unterbelichtet und so weiter.
Ach, wo wir gerade bei unterbelichtet sind, wir beide waren echte Leseratten. Im Ritz lasen wir die ganze zeit und berieten uns über verschiedenste Bücher. Wir liebten es die ganze Nacht zu lesen und am Morgen völlig übermüdet aufzustehen und uns gegenseitig begeistert die Geschichten nachzuerzählen. Unsre Freundschaft war das wichtigste in unsren Leben. Sobald ein Mädchen sich beschwert hatte, das er zu viel Zeit mit mir verbrachte, machte er Schluss. Er hasste Mädchen die klammerten. Er brach vielen Mädchen das Herz. Sie gaben meistens mir die Schuld, aber das wir mir egal. Hauptsache Jess war wieder bei mir. Also nicht das ihr jetzt glaubt ich war in ihn verliebt, aber ich muss zugeben, ich war manchmal wirklich etwas eifersüchtig. Er war mein bester Freund, als Kinder hatten wir uns jeden Tag gesehen und immer alle zusammen gemacht und dann kam auf einmal so eine Tussi daher und wollte alles mit ihm machen und mit ihm soviel Zeit wie möglich verbringen.

~Flashback~

„Man Jess, wir haben uns schon ewig nich mehr getroffen!“, schrie ich ihn sauer an.
„Man Anne, du weißt doch dass das nicht immer so einfach ist. Ich bin jetzt mit Melissa zusammen und sie will mich eben auch öfter sehen.“, schrie er eben so wütend zurück.
Ich muss dazu sagen, dass das Jess’ erste Beziehung war, indem ihm das Mädchen annähernd was bedeutet hat, aber das war auch nichts im Vergleich zu dem Mädchen, mit den wunderschönen meerblauen Augen, von dem ich euch später erzählen werde.
„Aber du hast mir versprochen, dass du immer für mich da bist!“ Ich weiß noch dass ich beinahe losgeheult hätte, aber da Jess solche Gefühlsausbrüche hasst, unterdrückte ich meine Tränen.
„Ja, das weiß ich doch.“, ich merkte leichte Reue in seiner Stimme. „Aber bitte nur noch heute Abend! Morgen machen wir was zusammen, ich versprech’s dir.“
„Nein danke! Ich will dich nicht dazu zwingen!“, kalt sah ich ihm in die Augen und lief aus dem Ritz, wobei ich noch mal heftig die Tür knallte. Draußen angekommen, lief ich die Straße entlang zu meinem Lieblingspark und ließ mich auf die nächst beste Parkbank fallen. Ich war so wütend, ich hätte laut schreien können, aber da ich eine Gruppe vermummter Jugendlichen auf mich zukommen sah, hielt ich lieber meine Klappe.
Ich kannte solche Kerle, die waren immer so aufdringlich und unberechenbar. Ich saß dann auf der Bank, zog mein neues Taschenbuch aus der Jacke und fing an zu lesen, als ich plötzlich einen Schatten auf meinem Buch bemerkte. Ich wollte nicht aufsehen, ich hatte Angst, es war schon dunkel und ich hatte niemanden Bescheid gesagt wo ich war.
„Na Süße, was machst du so?“, eine unangenehme, schleimige Stimme flüsterte in mein Ohr. Der junge Typ hatte sich zu mir runtergebeugt.
„Nach was schaut’s denn aus?“, fauchte ich ihn an.
„Ganz ruhig, brauchst mich nicht gleich so anzuzicken!“, seine Stimme klang nun gereizt.
Langsam griff er nach meiner Brust, ich schlug seine Hand weg und stand auf.
„Lass das!“, böse funkelte ich ihn an.
Doch dann sah ich aus dem Dunkeln noch die drei anderen Kerle treten, bei denen ich gedacht hatte, sie wären weiter gegangen. Alle hatten sie ein fieses Lächeln im Gesicht und kamen langsam auf mich zu.
„Na, bist du noch Jungfrau? Wenn ja, wir sind auch vorsichtig (Gelächter folgten auf seine Worte) wenn nicht, kennst du die Prozedur ja schon.“ Der erste packte mich von hinten. Ich schrie auf und trat nach ihm. Er versuchte auszuweichen, doch in die falsche Richtung und ich traf ihn mitvoller Wucht zwischen den Beinen. Jetzt war er an der Reihe aufzuschreien und ließ mich los. Ich versuchte wegzurennen, doch ein anderer Junge war schneller und griff nach mir. Er schlug mir hart ins Gesicht. Betäubt davon merkte ich kaum, wie ein anderer mich noch mal trat. Genau in den Bauch. Danach packte mich der erste wieder von hinten und hielt mich fest. Als ein Dritter versuchte meine Bluse aufzureißen, spürte ich wie der Typ hinter mir zusammensackte. Ich drehte mich um und sah in braune Augen. Jess! Schnell packte dieser meine Hand und wir rannten davon. Die Typen waren so überrascht, dass sie uns nicht verfolgten und liber versuchten ihren Kumpel wieder zu Bewusstsein zu kriegen.
Erst als wir in die Seitengasse rannten und über dir Feuerleiter ins Ritz kamen, merkte ich das ich blutete. Jess schob das Fenster hoch und half mir in den dunklen Raum. Er stütze mich bis zu einer der beiden Matratzen und ließ mich dann darauf fallen.
„Ist alles okay?“, besorgt schaute mich Jess an.
„Hmhm, passt schon“, ich brachte nur ein Grummeln raus. Meine Augenbraue war auf geplatzt und das Blut lief mir ins Auge.
„Ich merk’s.“, Jess grinste und lief ins „Bad“, wenn man das so überhaupt bezeichnen kann. Er kam mit Verbandszeug zurück, das wir hier auch irgendwann mal gebunkert hatten. Er legte es neben mich und verschwand noch mal kurz in den Nebenraum, der wahrscheinlich als Schlafzimmer gedacht war. Dort hatten wir alles Mögliche liegen. Er hatte eine seiner Trainingsjacke in der Hand und legte sie mir um. Erst jetzt stellte ich fest, dass man die ganze zeit meinen BH hatte sehen können. Doch es war mir nicht peinlich. Jess hatte mich schon oft nackt gesehen und ich ihn auch. Er hatte einen wunderschönen Körper, durch viele Schlägereien, war sein Körper toll durchtrainiert und sein Sixpack war ein Augenschmaus. Jess setzte sich neben mich und tupfte mit einem in Desinfektionsmittel getauchtem Wattestäbchen die Wunde über meinem Auge ab. Ich zuckte bei der ersten Berührung zusammen. Es tat fürchterlich weh! Er lächelte und sagte: „Da musst du jetzt durch. Das du dich auch immer mit so zwielichtigen Typen prügeln musst!“ Er lachte. Sein Lachen tat mir gut und ich lachte mit. Nachdem er mein Auge verarztet hatte und auch meinen Bauch auf äußere Wunden untersucht hatte, schliefen wir zusammen im Ritz ein.

~Flashbackende~

Wir haben niemals mehr über diesen Abend gesprochen.

*******************************************************************

Autor: milo=best
Titel: Best Friends
Serie: Gilmore Girls
Rating: PG-13, oft R-16
Genre: Literati
Spoiler: keine
Inhalt: "Best friends" handelt von Anne und Jess. Anne spielt hier Jess' beste Freundin, die erzählt was die beiden zusammen erlebt haben, bevor Jess nach Stars Hollow gezogen ist und geht weiter, bis er in Stars Hollow lebt.
Disclaimer: Alle Personen die die Palladinos erfunden haben, gehören auch den Palladinos und WB. Die anderen sind meinem kranken Hirn entsprungen und gehören ganz allein mir :-)


so ich hoffe euch hat der erste teil gefallen und ihr gebt mir viel fb!:biggrin:

GglG
Lisa
P.s. ich bin mit dem Titel meiner ff noch nicht zufrieden und ich habe gehofft, ihr könntet mir vielleicht, ein paar Vorschläge bringen:o wär echt liebSmile

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Geschrieben von: Mike2809
12.04.2006, 12:18
Forum: Allgemeines
- Antworten (77)

ja es ist fraglich ob es dann eine 7. staffel geben wird. lest hier mehr

http://www.serienjunkies.de/news/gilmore...12860.html

markus

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Geschrieben von: Natasha3
11.04.2006, 19:10
Forum: GG Cast & Crew
- Antworten (11)

Falls es so einen Thread schon mal gegeben hat dann tud es mir leid und ihr könnt ihn löschen!
aber wenn nicht hätte ich ne frage: wurde schon mal irgendein gg-schauspieler gepunkd? wenn ja habt ihr davon videos oder caps?

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Geschrieben von: Erdbeerglasur
11.04.2006, 18:13
Forum: Abgebrochene FanFictions
- Antworten (62)

Hey Leute!
Meiner einer hatte gestern Nachmittag einen Geistesblitz und dabei ist das heraus gekommen, meine dritte FanFiction. Ich musste sie einfach aufschreiben und hier posten. Ich hoffe, dass sie euch gefällt!



[Bild: BSI.jpg]



Bitter Sweet Illusion



Titel:
Bitter Sweet Illusion
Autor: Erdbeerglasur
Fanmdom:Gilmore Girls
Genre: Romance/Drama

Pairing: kommt später
Disclaimer: Mir gehört keiner der Charaktere und ich verdiene auch kein Geld hiermit. die Rechte liegen alleine bei Amy Sherman-Palladino


Kapitelindex



[SIZE=3]Chapter I: Call from the Ex[/SIZE]


Kleine Schweißperlen rannen der 15-jährigen Amber über die Stirn. Als Kate ihr den Ball zu gepasst hatte, nahm sie ihn an und rannte schnell den Ball dribbelnd rüber zum gegnerischen Korb.
Amber hörte ihre Mannschaftsmitglieder nach ihr rufen, blieb stehen und sah sich nach jemandem um, zu dem sie den Ball passen konnte.
Auf einmal wurde ihre Sicht leicht verschwommen und sie taumelte einen Schritt zurück. Die Rufe klangen mit einem Mal dumpf und hörten sich an, als würde jemand aus weiter Ferne ihren Namen rufen… In ihrer Magengegend wurde es ihr ziemlich flau und sie fühlte sich so schwach. Plötzlich, als hätte ihr jemand den Boden unter den Füßen weggezogen, gaben ihre Knie nach und alles um sie herum wurde schwarz…

„Ma’am, ihr Mann hat vor 20 Minuten angerufen, als sie noch in der Sitzung waren.“
Eine Frau mit längerem braunem Haar und mittleren Alters blickte von ihrem PC auf und sah ihre junge Sekretärin an, die im Eingang zu ihrem Büro stand.
„Mit was lässt er sich diesmal entschuldigen?“, fragte sie leicht angenervt. Es war doch immer dasselbe, er war kaum Zuhause, aber immer irgendwo anders…
„Es tut ihm Leid, aber ihm ist ein wichtiger Geschäftstermin dazwischen gekommen…“
„Okay, danke, Marissa. Sonst noch etwas?“
„Nein, Mrs. Huntzberger. Soll ich Ihnen noch einen Kaffee bringen?“
Einen kurzen Moment überlegte sie, schüttelte aber dann lächelnd den Kopf. „Nein, da ich eh gleich die Redaktion verlassen werde. Meine Tochter hat heute ein Spiel gehabt.“
„Amber spielt doch Basketball, wenn ich mich recht erinnere.“
„Ja, sie ist richtig vernarrt in den Sport…“, erwiderte sie ihrer Sekretärin und blickte auf das Bild, welches sie, ihre Tochter und ihren Ex-Mann zeigte.
Anfangs waren sie als Familie wirklich glücklich gewesen und sie hatte gedacht es würde wohl für immer andauern, aber da hatte sie sich getäuscht, denn sonst wären sie jetzt nicht schon seit gut 10 Jahren geschieden. Aber auch ihre zweite Ehe war nicht mehr das Wahre. Logan war kaum da, hatte nie Zeit für sie und seine Familie.
Amber und Logan konnten sich eh nicht Recht leiden und gingen sich aus dem Weg. Aber da war schließlich noch ihr gemeinsamer sechsjähriger Sohn Ryan, der von seinem Vater nicht viel hatte…

~ Flashback ~

„Mommy! Mommy!“, rief ein kleiner Junge mit blond braunem Haar.
Er lief freudig auf seine Mutter zu, die gerade nach einem langen Arbeitstag nach Hause gekommen war. Lächelnd umarmte sie ihren Sohn und strich ihm sanft übers Haar.
„Du wirst ja immer größer, mein Lieber.“
„Ich will schließlich mal so groß wie Dad sein!“
Die braunhaarige Frau lachte kurz.
„Das wirst du bestimmt, mein Süßer.“
„Wo ist eigentlich Daddy? Er hat doch versprochen heute Abend da zu sein!“, meinte Ryan leicht aufgebracht und mit einem fast durchbohrendem Blick, sah er seine Mutter an.
„Ryan, dein Dad…“
„Der kommt heute nicht mehr, Kleiner. Egal was er dir versprochen hat.“, kam es von einem ca. 15-jährigen Mädchen mit schulterlangem braunem Haar. Es war niemand anderes als ihre Tochter Amber.
„Mommy, ist das wahr, was Am sagt?“, fragte Ryan nun mit traurigen Augen.
Dieser Blick schmerzte sie sehr und es brach ihr fast das Herz ihren Jüngsten so zu sehen…
Was war bloß geschehen, dass auch ihre zweite Ehe am Zerbrechen war?
Eine leise Träne rann ihr über die Wange und sie erhob sich.
„Mommy…?“
Die Worte ihres Sohnes zwar noch vernehmend verließ sie mit schnellen Schritten die Vorhalle des großen Hauses und lief nach oben in den ersten Stock…
„Am, was hat Mommy?“, hakte der kleine Junge verwirrt nach und sah seine Schwester erwartungsvoll an. Seufzend nahm Amber ihn auf den Arm, umarmte ihn und meinte: „Mom fühlt sich im Moment nicht so gut… Lass sie einen Moment in Ruhe, okay?“
„Aber nur, wenn du mit mir spielst!“
Grinsend wuschelte sie ihm durch die Haare und erwiderte darauf: „Okay, aber auch nur, weil du Geburtstag hast…“

~ Flashback End ~

Seufzend strich sie über das Bild, welches ihren kleinen Sohn und Logan zeigte… Eines der wenigen von den beiden zusammen, da Logan so gut wie nie da war. Eigentlich lebten sie schon mehr oder weniger getrennt. Die einzige Zärtlichkeit, die sie noch austauschten, war ein kurzer und unbedeutender Kuss, falls sie ihn Mal zu Gesicht bekam…
Sie stellte das Bild zurück an seinen Platz, fuhr dann den PC herunter und stand auf.
Gerade, als sie im Inbegriff war, ihr Büro zu verlassen, klingelte ihr Handy. Die Journalistin musste kurz in ihrer Handtasche wühlen, bis sie es endlich fand. Auf dem Display wurde ihr eine unbekannte Nummer angezeigt…
„Ja?“
„Rory?“
Sie schluckte… Das konnte nicht sein… Nicht er!
„Was willst du? Und wie kommst du überhaupt an meine Nummer?!“, schrie sie aufgebracht, gleichzeitig jedoch mit einem fragenden Ton in ihr Handy.
„Hör zu, es geht um unsere Tochter…“
„Was ist mit ihr…?“
Bei diesen Worten wurde ihr ein bisschen flau im Magen. Was ist mit ihrer Tochter passiert, wenn sogar er anruft?
„Amber liegt im Krankenhaus… Komm schnell…“
„Welches?“
„Roosevelt.“
„Okay.. Ich bin sofort da!“

So schnell wie Lorelai Leigh Huntzberger konnte lief sie zu ihrem Auto und fuhr in Richtung Roosevelt Krankenhaus…
Was auch immer mit Amber war, es musste etwas Schlimmes sein. Das hatte ihr der Unterton ihres Ex-Ehemanns genau gesagt…

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Geschrieben von: Repugnant
11.04.2006, 16:34
Forum: Abgebrochene FanFictions
- Antworten (25)

Hier ist es, mein erstes FF. Ich hoffe es gefällt euch und ich möchte unbedingt viel Kritik dazu hören, da ich meine Fehler bei zukünftigen FF's nicht noch einmal durchleben möchte. Das ist nur einmal der erste Teil des ersten Kapitels, da der zweite noch in Arbeit ist. Der zweite kommt aber noch garantiert diese Woche. Also dann, viel Spaß beim lesen:

Kapitel 1: Nächtlicher Besucher


Das hatte Lorelai Gilmore nun davon, da sie die Glühbirne selber wechselte. Der Lampenschirm flog samt Lorelai hinunter, obwohl Lorelai, wie von Luke angeordnet, die niedrige Leiter benutzte. Die 38-jährige Frau rappelte sich schweren Mühens wieder auf und griff zum Telefon. Sie wählte die Nummer ihres Ex-Ehemannes und presste sich den Hörer fest an ihr aufgescheuertes Ohr. Er hob ab.
„Von wegen, die Leiter sei sicher! Ich hätte mir beinahe den Rücken gebrochen! Es war ein Teil der Abmachung nach der Scheidung, dass du mein Haus in Schuss hältst“, schreit sie schon beinahe ins Telefon.
„He, he, ich komme, wenn ich Zeit habe vorbei, okay?“ , sagte ihr Ex ruhig.
„Will ich hoffen, Mike D.“, etwas beruhigter sagte sie es.
„Wer ist Mike?“ , fragte er.
„Unwichtig, komm einfach vorbei.“, befahl sie und legte auf.

Beim Warten auf ihren Ex-Ehemann schlief sie auf dem unbequemen Sofa ein. Plötzlich wachte sie auf. Ein Klopfen. Dann wieder Stille. Sie tastete in dem dunklen Wohnzimmer nach der zusammengeklappten Minileiter und stand auf. Eine schwarze Gestalt mit einer Art Bergarbeiterhelm, mit Lampe auf dem Kopf, bewegte sich langsam im Dunkel des Raumes umher. Sie wollte schon zuschlagen, da sagte die Gestalt etwas.
„Ich bin es nur, dein Ex!“ , sagte er.
„Spinnst du! Glaubst du etwa, du musst hier auf Sam Fisher spielen, oder was?“, schrie Lorelai beinahe hysterisch.
„Tut mir leid, ich wollte nur den Lampenschirm reparieren.“, entschuldigte sich der Mann.
Lorelai spazierte mit ihrem Ex-Ehemann in die Küche.

Sie heiratete ihn vor einem Jahr, jedoch stellten die beiden fest, dass es auf Dauer nichts werden konnte, deshalb trennten sie sich freundschaftlich. Er war eine wichtige Person in ihrem Leben und ihre Eltern lernten ihn zu lieben. Nicht nur, dass er ein erfolgreicher Geschäftsmann war, er machte seine Ex-Frau auch noch sehr glücklich. Zwei Wochen nach der Hochzeit trennten sie sich. Er merkte immer mehr, dass Lorelai in einen Mann verliebt war, der viele Menschen mit Burgern und Ketchup glücklich machen konnte, deshalb wurde es auf die Dauer nichts.

„Wie laufen die Geschäfte, Charlie?“, fragte Lorelai während sie Kaffee in den Filter schüttete.
„Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie klasse sich deine Idee ‚Zartbitter – Vollmilch’ verkauft. Wann haben die Leute die Zeit, soviel Schokolade zu essen. Ich glaube ich bin schuld, dass die Leute alle fett werden.“ , lächelt und Lorelai erwiderte es freundlich.
„Respekt, aber ich wette, dass ich 50 Tafeln hintereinander verspeisen kann, ohne dass mir schlecht wird!“, entgegnet sie ihm.
„Selbst für deine Verhältnisse zuviel, das schaffst du nie!“, sagte er grinsend.
„He, aber...“, Lorelai, gerade beim erwähnen seines Spitznamens, den er so hasste , jedoch klopfte es an der Türe.

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Geschrieben von: Fullmoon
11.04.2006, 14:09
Forum: Abgebrochene FanFictions
- Antworten (79)

So ...
Ähm, bitte, bitte, bitte, seid gnädig! Sad
Das ist meine allererste FF und ich habe soooo große Angst davor, sie zu veröffentlichen. (Warum ich es trotzdem mache, weiß ich selbst nicht...)
Eine faire Vorwarnung ist, dass die Personen mal mehr und mal weniger OOC sind. Diese FF ist nicht sonderlich humorvoll oder aufheiternd, sondern eher düster. Urteilt bitte nicht sofort nach dem ersten Teil, sondern wartet doch noch ein wenig, bitte, bevor ihr mich zum Teufel schickt ...
Ich habe die ersten vier Teile schon geschrieben und bin gerade dabei, den fünften zu beenden. Daher kann ich sagen, dass es anfangs hauptsächlich um Rory (und auch um Logan) geht, später aber auch andere hinzukommen werden. Falls zumindest ein wenig Interesse besteht, werde ich versuchen, die Teile in regelmäßigen Abständen zu posten. (Höchstwahrscheinlich in zwei-Tages-Schritten)
Bitte, bitte, bitte seid lieb :heul:

Alles Liebe,
H.E.A.G.G.G.G.G.D.L.
Fullmoon

Edit: Hier eine Zusammenfassung
Hauptsächlich geht es um Rory, die versucht ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Vor einigen Jahren bekam sie Depressionen und Panikstörungen und hat sie bekämpft und unterdrückt, ohne dabei fremde Hilfe anzunehmen. Die FF setzt ein, als sie wieder einen Rückfall bekommt. Anfangs tritt außer ihr nur noch Logan auf, doch später werden auch noch Lorelai und gewisse männliche Personen eine Rolle spielen. Die Geschichte nimmt bei einem unerwarteten Punkt eine Wendung, von da ab steht etwas anderes im Vordergrund.

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Geschrieben von: HelloKitty91
11.04.2006, 09:59
Forum: Abgebrochene FanFictions
- Antworten (68)

Das ist meine erste Fanfiction. Sie wird hauptsaächlich über Luke und Lorelai handeln. Luke hat sich von Nicole getrennt und was mit Lorelai und Jason ist, werder ihr gleich erfahren.
Ich weiß wirklich nicht, ob ich das kann. Aber vom vielen JJ Fanfictions lesen, ist mir mal dieser Einfall gekommen. Bitte bitte, schreibt ganz viele Feedbacks!!!


TEIL 1

Lorelai saß zu Hause auf dem Sofa und dachte nach, wie sie es schon den ganzen Nachmittag lang getan hatte. Sie konnte nicht verstehen wie das, was ihr in den letzten Stunden so deutlich klar geworden war, solang an ihr vorbeigegangen war.
Dann hörte sie das leise Klicken des Schlüssels, wenn die Tür geöffnet wird. Rory war heimgekommen. „Mom?“, ertönte es schon aus dem Vorzimmer. „Sofa!“

Da kam Rory schon ins Zimmer und stöhnte: „Oh! Eines Tages bringt mich Paris noch um den Verstand! Weißt du, was……Mom? Was ist los mit dir? Du siehst komisch aus?“, unterbrach sie aber dann, den Ausdruck auf dem Gesicht ihre Mutter und besten Freundin sehend. Lorelai seufzte und begann zu erzählen: „Jason will mich heiraten!“ – „Was?! Oh, Mom, ich freu mich für euch beide?“, jauchzte Rory, auch wenn sie sich nicht 100%ig freuen konnte. Jason ….. sie hatte ihn noch nie so wirklich gemocht. Sie hatte ja auch nie viel mit ihm zu tun gehabt. Mit Max damals war es etwas völlig Anderes gwesen.

„Süße, ich hab nein gesagt!“, brach Lorelai nach dem Freudentaumel ihrer Tochter schließlich heraus. „Aber warum?“ – „Ich weiß es nicht, Rory. Ich war schon wieder an diesem Punkt. Dieses Gefühl, das ich auch bei Max hatte war wieder da. Einfach das er nicht der Richtige ist.“ „Aber Mom, du warst lange mit Jason, und auch mit Max, zusammen. In dieser Zeit war er doch auch der Richtige! Kann es sein, dass du einfach Angst hast vor Veränderungen?“, sagte Rory und Lorelai war wieder mal bewusst, welches Glück sie mit so einer Tochter und besten Freundin wie Rory hatte. „Nein, das ist es nicht, wirklich!“

Der restliche Abend verlief eher ruhig. Doch Lorelai war kein bisschen traurig. Sie wusste, das Richtige getan zu haben.

Tage später ging sie wie jeden Morgen zu Luke, um sich ihrer tägliche Dosis Kaffee zu holen.
„Kaffee!“, brüllte sie in Richtung Tresen, zu dem Mann, dem gerade ganz andere Dinge durch den Kopf gingen. „Oh Mann, sie ist wunderschön! Ja, ich liebe diese Frau!“, doch das behielt er lieber für sich. Er würde es auf ewig für sich behalten.
Seit er sich endgültig von Nicole getrennt hatte, wusste er, dass Lorelai die Frau war, die er wirklich liebte, immer geliebt hatte, und immer lieben würde. Und dass Nicole nur ein kläglich gescheiterter Versuch gewesen war, seine Gefühle für das Gilmore Girl zu vergessen. Doch er hatte einen Entschluss gefasst, um sich das Leben mit unerwiderter Liebe nicht noch mehr zu erschweren.

Er goss seiner Lorelai Kaffee ein und sagte leise: „Komm mit nach oben, wir müssen reden!“ Zögernd ging Lorelai mit. „Das ist der letzte Kaffee, den du von mir bekommst!“, sagte Luke. „Oh ja! Diskutieren wir mal wieder über meinen geliebten, aber doch so bösen Kaffee, ja? Nur mit Szenewechsel, cool!“, sagte Lorelai lachend.
„Ich geh weg! Morgen zieh ich um. Ich gehe nach New Jersey.“, berichtete Luke, knapp wie gewöhnlich von seinem Entschluss. Was? Was redete Luke da? Lorelai war bewusst, dass sie manchmal einen seltsamen Humor hatte, aber Luke war normalerweise nicht so. Er wollte das doch nicht wirklich durchziehen. Nicht jetzt, nicht gerade jetzt, wo sie nicht wusste, was sie wirklich für Luke empfand. Luke war doch immer für sie da. Immer! Das war so, seit sie mit Rory nach Stars Hollow gekommen war. ER war der Mensch dem sie alles anvertrauen konnte. Lorelai schalt sich selbst für diese Gedanken. Sie hörten sich an, wie diese „Der Mann fürs Leben!“ Klatschblatt – Artikel. Der Mann fürs Leben……
„Lass das, Luke. Ich weiß doch, dass du hierher gehörst……zu mir….!“ Letzteres wollte Lorelai gar nicht sagen. Sie war sich nicht sicher, sie wusste es nicht genau. War Luke im Grunde der Mann, den sie wirklich liebte? Der „Mann fürs Leben“? Aber … hatte sie ihre vorgehenden Beziehungen deshalb nicht geheiratet? Wegen IHM? Wegen LUKE?
Luke war leicht verwirrt über diese Äußerung. Das hatte Lorelai doch nicht so gemeint. So… im Sinne von … Liebe. Nein, sie hatte das sicher nur freundschaftlich gemeint. Oder vielleicht doch nicht? Aber Lorelais Beziehungen … sie konnte ihn gar nicht lieben. Warum auch so plötzlich?!
„Ich weiß, aber Lorelai, seien wir doch mal ehrlich. Du findest irgendwann den Richtigen, heiratest, bekommst Kinder und so … aber ich … ich brauch …“, stotterte er. Luke wusste es zu 100% „Ich brauche dich!“, hätte er sagen wollen … sagen sollen.
In diesem Moment war Lorelai sehr, sehr sicher. So sicher, wie sie noch nie zuvor gewesen war. Nicht bei Christopher, nicht bei Max und nicht bei Jason. ER war es, der Richtige. Doch Luke würde nach New Jersey ziehen. Wer weiß, warum? Ihm lag scheinbar gar nichts an ihr, dass er die Sache mit dem Umzug ihr so locker erzählt hatte. Eine Welt brach für sie zusammen. Es fiel ihr schwer, nicht sofort zu weinen zu beginnen. Luke durfte nicht weggehen. Wenn er sie schon nicht liebte, er war doch ihr bester Freund!
„Ich habe den Richtigen schon gefunden … oder verliere ihn so eben.“, flüsterte Lorelai und blickte Luke tief in seine wunderschönen Augen. Dann wandte sie sich ab und lief weinend aus dem Laden.


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Geschrieben von: SilverAlecis
11.04.2006, 09:14
Forum: Abgebrochene FanFictions
- Antworten (50)

Titel: The Void in Myself
Autor: SilverAlecis
E-Mail: SilverAlecis@aol.com
Genre: Romance/Drama
Summary: Rory hat nach einem schweren Schicksalsschlag ein neues Leben in New York begonnen und lebt noch immer unter Schock stehend in den Tag hinein. Die Menschen um sie herum sind hilflos und wissen nicht so recht, was sie mit ihr machen sollen. Plötzlich begegnet sie aber Jess wieder. Kann er sie vielleicht wieder in die Wirklichkeit zurückholen?
Disclaimer:Natürlich gehört nichts mir und ich verdiene auch kein Geld damit. Die Rechte der Serie liegen bei der jeweiligen Produktionsfirma, den Drehbuchautoren usw.
A/N: So... hier bin ich! Tada! Stille. Okay, okay… einen großen Menschenauflauf kann ich nicht erwarten. Wie gesagt, bin ja nur ich XP. Eigentlich widerstrebt es mir ja, das jetzt zu sagen, aber ich muss es tun. Das... ist meine erste GG-Fanfic und somit heißt das auch... das es (wie immer bei mir) ein bisschen (wenn nicht sogar, sehr, sehr, sehr) dramatisch werden kann... Na ja, ich hoffe ihr verzeiht mir das dann Wink. Für richtige eingefleischte Gilmore Girls-Fans wird es wahrscheinlich ein Schock sein, wie ich mit meiner Fanfiction beginne, doch es geht nun mal nicht anders. Sorry!


The Void in Myself – Destiny

Klatschnass und mit schwerbepackten Einkauftüten betrat die 20-jährige Lorelai Leigh Gilmore ihre Wohnung in der New Yorker Innenstadt. Seufzend stellte sie ihre Einkäufer auf dem Tisch in der Küche ab und machte sich dann daran ihre nassen Kleider vom Leibe zu bekommen. Lorelai genannt Rory, hasste den Regen und ganz besonders hasste sie Regen mitten im Winter. Winter war dazu da die Welt in ein wunderschönes glitzerndes Weihnachtsbild aus Schnee zu tauchen und nicht um die Menschen mit düsteren Gedanken zu konfrontieren. Sie hatte den Schnee geliebt...
Seufzend wollte Rory zurück in die Küche um ihre Einkäufe einzuräumen, als ihr Blick auf ihrem Anrufbeantworter hängen bleib, der mit großen, rotleuchtenden Ziffern zwei vorhanden Nachrichten anzeigte.

Schon wieder, schoss es ihr müde durch den Kopf, aber sie schaffte es, auf den Abhörknopf zu drücken und sogleich erfüllte die Stimme ihrer Großmutter die stille Leere der Wohnung.
„Rory Schätzchen, ich bin’s deine Grandma. Ich dachte vielleicht könnten wir uns mal wieder treffen. Zum Freitagsessen, wie damals. Das wäre doch nett, oder? Dein Grandpa würde auch gerne wieder dein Gesicht zu sehen bekommen und wissen, welch wunderschöne Frau aus dir geworden ist.“ Rory seufzte wieder, als sie die Worte ihrer Großmutter vernahm. Stille trat im AB ein. Traurige Stille und die Stimme ihre Großmutter folgte nach ein paar Sekunden sogleich in der gleichen Tonlage. „Rory... wir müssen reden. Du darfst dich nicht so isolieren Kind, hast du gehört? Es ist für uns alle eine schwere Zeit. Bitte, komm. Wir warten auf dich, bis dann.“ Ihre Grandma legte auf.

Du darfst dich noch so isolieren..., waren ihre Worte. Isolierte sie sich wirklich? Ja, ihre Großmutter hatte Recht. Aber war das denn ein Wunder? Machte man ihr etwa Vorwürfe nur weil sie nicht mit einem strahlenden Lächeln durchs Leben ging, nachdem was geschehen ist? Sie hatte ihre Mutter verloren! Das war keine Kleinigkeit! Ihre Mutter und beste Freundin zugleich!

„Rory?“, unterbrach Lanes Stimme, plötzlich ihre Gedanken und riss sie in die Wirklichkeit zurück. Neben ihrer Mutter, war Lane ihre einzige richtige Freundin in Stars Hollow gewesen. Doch die beiden hatten sich schon seit Monaten nicht mehr gesehen. Eigentlich zuletzt auf ihrer Beerdigung. „Hi... ich wollte nur mal so fragen wie es dir geht. Hast du die Einladung bekommen? Ich würde mich unheimlich freuen, wenn du erscheinen würdest. Der Gig im SecoundOne von dem ich schon immer geträumt habe. Weißt du noch? Ich dachte nie das ich es schaffen würde, aber du hast immer gesagt, Lane, das einzige was wirklich unmöglich gewesen ist, ist das deine Mutter dich dein Leben leben lässt und jetzt schau was daraus geworden ist. Du lebst in einer Wohnung mit zwei Typen und bist Drummerin in einer Band. Also schaffst du das andere auch... na ja...“ Lanes Stimme konnte man vernehmen, das sie matt lächelte. „Es war eine schöne Zeit und du musst uns doch spielen hören. Ich habe mich unheimlich verbessert, weißt du. Bitte komm... Ich und die anderen... wir vermissen dich.“

Mit bitter Miene wandte Rory sich vom AB ab und schlenderte zurück in die Küche. Diese Worte von ihr damals waren unheimlich dumme Worte gewesen. Lane konnte froh sein, dass sie noch ihre Mutter hatte, die ihr bei allem zur Seite stand. Sie hingegen war ganz alleine und nur weil das Schicksal beschlossen hatte ihr das Liebste zu nehmen. Eigentlich war es damals ein genauso verregneter Tag wie heute gewesen. Damals vor zwei Monaten, an dem sich alles vor sie geändert hatte...


***(Flashback Anfang)***
Die letzte Party mit Logan hatte sie wirklich ziemlich an Kraft gekostet. Obwohl es bereits zwölf Uhr mittags war und sie schon eine Mütze voll sieben Stunden Schlaf bekommen hatte, schaffte sie es doch kaum die Augen offen zu halten. Schließlich schaffte es Rory aber doch aus ihrem Bett zu kriechen, schnell in ihre kurzen Hotpants und in ein Top zu schlüpfen und den, für sie heute viel zu langen, Weg zur Tür durch die Wohnung in ihrem Studentenwohnheim aufzunehmen, weil diese wie verrückt klingelte und das alles nur, weil sie dann auf der anderen Seite das, für ihren Geschmack heute viel zu frische Gesicht ihrer Mutter, erblicken zu müssen.

„Morgen, Süße!“, grinste Lorelai Gilmore ihre Tochter an und drückte dieser einen Kuss auf die Wange.
Rory erwiderte deren Grinsen nicht, verzog nicht mal die Mundwinkel zu einem Lächeln. „Morgen...“, gähnte sie stattdessen, wandte sich um und schlürfte zur Kaffeemaschine um sich die ernüchternde schwarze Flüssigkeit gleich ins Blut zu indizieren.
„Mann... solche überschwängliche Freunde, erlebt man wirklich selten...“, stellte Lorelai kopfschüttelnd fest. Sie war Rory in die Wohnung gefolgt und hatte es sich auf dem Sofa bequem gemacht. „Wohl zu lange gelernt, was Schatz?“

„Nee Mum, was denkst du von mir? Ich habe bis fünf Uhr morgens zusammen mit Logan die Bars aufgemischt und eigentlich gehofft heute meinen Kater ausschlafen zu können. Dieser Wunsch aber ist in Form meiner klingelfreudigen Mutter an der Tür wie eine Seifenblase zerplatzt, ebenso wie die wonnigen Träume durch die ich geglitten bin.“, meinte Rory mürrisch und gönnte sich einen großen Schluck von Kaffee, den sie sich während dieser Worte in die Tasse gegossen hatte.

„Deine Laune ist ja echt grandios. Muss ja eine coole Party gewesen sein.“
„Mhm“, brummte Rory, „Wieso bist du hier?“
„Na ja, eigentlich dachte ich, dass ich dich vielleicht zum Mittagessen einladen könnte und wir danach auf Shoppingtour gehen, damit ich mal wieder die Chance dazu bekommen mit meiner hübschen Tochter anzugeben.“, grinste ihre Mutter erwartungsvoll.
Rory zog die Brauen zusammen. „Das ist jetzt nicht dein Ernst, oder?“, fragte sie verärgert.

„Wieso denn nicht?“, erwiderte sie munter.
Rory schüttelte den Kopf. „Nein, tut mir Leid, heute nicht. Ich will wieder schlafen und am besten nichts von deiner wahnsinnig guten Laune mitbekommen.“
„Auch komm schon Süße. Wir haben schon so lange nichts mehr zusammen unternommen. So lange, das ich schon fast vergessen habe wie du heißt und aussiehst, Kleine.“
„Na ja, dann geh am besten nach Hause und blättere den ganzen Tag in Fotoalben und deinen Tagebüchern, damit du deine Erinnerungen wieder auffrischen kannst. Ich allerdings werde jetzt gleich erleichtert die Türe hinter dir schließen und wieder zurück zu meinem Bett wandern, indem ich dann wieder den Schlaf der Gerechten schlafe. Also, bis dann!“

Lorelai hatte keine Chance mehr zu protestieren. Rory hatte ihre Mutter am Ärmel gepackt, hochgezogen und kommentarlos vor die Tür geschoben, die sie sogleich unter einem lauten Krachen ins Schloss fallen ließ.
„Okay Schätzchen, aber beschwer dich nicht, wenn ich eines Tages an dir vorbeigehe und vielleicht irgendein schlechtes Double in die Arme schließe.“, rief ihre Mutter noch von der anderen Seite aus, doch Rory hatte sich schon wieder auf den Weg zurück in ihr Bett gemacht.

Nur um jedoch eine Stunde später wieder aus dem Schlaf gerissen zu werden und dieses Mal aber nicht von ihrer Mutter, wie sie zuerst angenommen hatte, als sie gereizt den Hörer nahm und „Mum, ich will schlafen!“ hineingerufen hatte.
Die Stimme die sich aber meldete war nicht die ihrer Mutter. Sie war viel tiefer und ihr zudem auch noch unbekannt.
„Sind sie Lorelai Leigh Gilmore?“, hatte sie gefragt.
„Ja.“, hatte Rory darauf etwas irritiert erwidert.
„Ich habe eine schlechte Nachricht für Sie, Miss Gilmore. Ihre Mutter hatte einen schweren Autounfall...“
***(Flashback Ende)***


Der Polizist hatte ihr erklärt, das sich ihre Mum im Krankenhaus befand und Rory so schnell wie möglich kommen sollte. Aber Rory kam zu spät. Noch während sie sich auf dem Weg zu ihr befand, starb Lorelai Gilmore an ihren schweren Kopfverletzungen. Der Autounfall war nicht die Schuld ihrer Mutter gewesen, aber auch nicht die, des ebenfalls beteiligten Pkws. Untersuchungen der Polizei hatten herausgefunden, dass die schlechten Wetterverhältnisse und Straßenschäden dazu geführt haben, dass beide die Kontrolle über ihre Fahrzeuge verloren hatten und es so zu dieser Kollision kam.

Dieser Tag war für Rory der schlimmste ihres Lebens gewesen. Wenn sie sich damals dazu aufgerafft hätte und zusammen mit ihrer Mutter weggegangen wäre, dann wäre dieser Unfall sicher nicht geschehen. Stattdessen aber war sie zu Hause geblieben und hatte lieber ihren Kater von der letzten Party ausgeschlafen. An diesem Tag hatte sie nicht mal ein liebes Wort geschweige denn ein Lächeln für ihre Mutter übrig gehabt.

Nach dem Verlust ihrer Mutter war ihr Leben für sie nicht mehr das, was es einmal war. Sie vergaß vollkommen den Rest der Welt um sie herum. Ihre Freunde und Familie gab es nicht mehr länger. Mit dem Tod ihrer Mum schien alles mitgestorben. Rory hatte die Uni verlassen, war nach New York gezogen, und bald darauf verließ sie auch Logan. Sie hatte es ihm nicht übel genommen, denn nachdem Unfall hatte sie sich wirklich nicht mehr viel aus ihm gemacht, sondern ihm einfach nur noch die kalte Schulter gezeigt. Logan hatte ihr helfen wollen, das wusste sie, aber sie hatte es nicht zugelassen.

Mit Tränen in den Augen starrte Rory zum Fenster hinaus. Noch immer regnete es. Ja, an genau so einem Tag ist ihre Mutter damals gestorben. Kurz schloss sie Lider und versuchte den aufkeimenden Schmerz, der sie mit den Tränen übermannte, zu lindern. Plötzlich aber öffnete sie sie wieder. Entschlossen.
Sie ging wieder zurück in die Garderobe und packte ihren, noch immer nassen, Mantel mitsamt dem Schal, die sie sich schnell überzog. Schließlich öffnete sie die Wohnungstür, ging hinaus, sperrte ab und verließ schnell das Wohnhaus indem sie wohne.

Wie sehr sie den Regen hasste und das sie ihn eigentlich so gut wie möglich mied, war ihr egal, als sie auf die kalten Straßen New Yorks trat, auf denen die Autofahrer munter dahinbrausten und das Nass in Richtung der Fußgänger spritzen.
Rory ging entschlossen die Straßen entlang, denn sie hatte ein Ziel. Ein Ziel, dass sie nicht aus den Augen verlieren durfte.

Die Welt um sie herum schien düster. Die Bäume waren kahl. Der Himmel grau. Die Luft nass. Die Menschen hektisch mit traurigen Mienen. Rorys Meinung nach war es eine schreckliche Welt. Komisch, eigentlich war es ihr bis jetzt noch nie aufgefallen, wie hässlich sie doch war.
Immer hatte sie das nette kleine Bild von Stars Hollow vor den Augen, indem die Menschen der kleinen Gemeinde die ungewöhnlichsten Feste feierten und einfach nur Freunde am Leben zu haben schienen.

Aber machten sie sich damit nicht etwas vor? Wollten sie von dem Elend in der Welt einfach so ablenken? Es selbst nicht wahrhaben und stattdessen einfach ihr tristes Dasein mit bunten Farben bemalen?
Vielleicht...
Wenn dem aber so wäre, könnte es ihr auch egal sein. Sollten sie sich doch länger war vormachen. Sie hatte die Wahrheit nun erkannt und wusste auch, wie sie ihr entkommen konnte und was zu tun war. Sie würde nicht länger tatenlos rum sitzen. Rory würde handeln.

Am Ziel. Rory betrachtete nachdenklich die Höhe Brücke und den darrunterliegenden Fluss, dessen Wasser heute ganz besonders wild zu sein schien. Wie immer war diese Gegend menschenleer. Nicht viele Seelen verirrten sich hierher. Es war Rory schleierhaft wieso, doch so war es eben mal und in diesem Augenblick konnte es ihr auch nur recht sein.

Langsam streckte sie die Hand nach dem Brückegeländer aus und klemmte sich mit beiden Händen daran fest. Schließlich, mit einem kleinen Kraftaufwand ihres Körpers, schaffte sie es, ihn hoch zuhieven, so das nun ihre Beine halt auf dem Brückengelände gefunden hatten und richtete sich vorsichtig auf. Bewusst in welch gefährlicher Position sie sich befand, wollte sie keine unüberlegte Bewegung machen.

Wenn sie sich nach mit den Händen an der Brückemauer hätte abstützen können, wäre es ihr schwer gefallen das Gleichgewicht zu halten. Das Geländer war ziemlich schmal und sie zitterte am ganzen Körper, war ihr nich unbedingt einen sicheren Stand garantierte. Sicher, sie wollte allem ein Ende setzten, doch letztendlich selbst entschieden, wann dieses Ende kommen würde.

Der Fluss unter ihren Füßen sah aus dieser Position noch Reißender aus, als er zuvor gewirkt hatte. Wie mochte es wohl sein in seinen Wellen zu sterben? Würde es schmerzen? Hatte ihre Mutter vor ihrem Tod auch Schmerzen? Schlimme, lange Schmerzen oder ging es ganz schnell? Wie würde es wohl sein zu ertrinken? Keine Luft mehr zu bekommen?

Jetzt wo Rory so darüber nachdachte, packte sie doch etwas die Angst. Bis jetzt hatte sie es nur in Filmen erlebt, wenn Leute aus den Wellen gerettet wurden und schließlich verzweifelt nach Luft rangen. Zu ersticken musste doch wirklich unheimlich wehtun, oder?
Und dann erst die Schmerzen des kalten Wassers auf ihrer Haut. Wie Nadelstiche...
Fast bereute sie es schon nicht einfach die Schlaftabletten in ihrem Badezimmerschrank genommen zu haben, die neben den Kopfschmerztabletten einen sicheren Platz in ihrem Bad hatten.

Rory zwang sich dann aber dazu diese Gedanken über den Tod aus ihrem Kopf zu bannen. Es brachte ihr nichts, sich jetzt Sorgen darüber zu machen, wie es wohl sein würde. Diese Fragen hatte sie sich davor stellen können, jetzt war es bereits zu spät dafür. Langsam schloss sie die Augen und schaffte es ihre Hand dazu zu bringen die Brückenwand loszulassen.

Die Bilder des Wasser verschwanden. Jetzt blieb alleine noch das Geräusch seiner mächtigen, anmutigen Wellen übrig. Wie tief mochte es eigentlich sein? Rory schaffte es nur noch einmal einen Blick nach unten zu werfen, sondern malte sich die Zahl in Gedanken aus. Vielleicht sieben Meter bis sie im Wasser landen würde... Und wie tief war der Fluss? Zehn Meter? Zwanzig? Dreißig?
Egal! Springen!, schrie die Stimme in ihrem Kopf.

Rory nickte. Sie schluckte und wollte sich schon in die Wellen stürzen, als sie plötzlich eine Hand spürte, die nach ihrer gegriffen hatte und sie – schnell als sie reagieren hätte können – zurück auf den Boden, und somit vom Geländer, gezogen hatte.
Der Ruck war jedoch so kraftvoll, dass sie es nicht schaffte das Gleichgewicht auf der sicheren Erde zu halten. So stolperte sie gegen die Person, die sie eben hatte Retten wollen. Ob sie es wirklich getan hatte, wusste Rory nicht genau.

Nach ein paar Sekunden der Stille, in der sie in den Armen der Person lag, schaffte sie es, sich langsam dazu zu zwingen ihren Kopf zu heben. Erschrocken sah Rory in zwei madelfarbene, fast schwarze warme Augen...


~*~


TBC

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