13.07.2005, 09:09
Gespräche
Rory saà in der Wohnung und wartete auf einen Anruf von Jess. Sie telefonierten jeden Abend um die selbe Zeit. Das half. Ein Telefongespräch ersetzte den anderen zwar nicht annähernd, aber es war besser als gar nichts. Mehr konnten sie im Moment sowieso nicht verlangen.
Als das Telefon klingelte, sprang sie sofort auf und nahm den Hörer ab.
"Hallo?"
"Rory?", kam es vom anderen Ende der Leitung.
"Jess, was ist los?"
Sie hatte an seiner Stimme erkannt, dass nicht alles in Ordnung war. Jess klang so...anders. Gar nicht typisch für ihn. War etwas mit Liz? Sie wollte gar nicht an sowas denken.
"Es...es ist so schrecklich."
"Jess, was ist passiert?"
Verdammt, was war nur los? Jess war vollkommen niedergeschlagen und sie wusste nicht einmal, warum.
"Sie muss sich ständig übergeben. Sie sieht so hilflos aus. Das ist nicht meine Mum."
Rory atmete erleichtert aus. Es war nicht ganz so schlimm, wie es sich zuerst angehört hatte. Jess war nur mit der Situation überfordert und war endlich bereit, darüber mit ihr zu sprechen.
"Sie macht eine Chemo, da ist mit so etwas zu rechnen."
Am liebsten hätte sie sich die Zunge abgebissen. Wie konnte sie nur so wenig Feingefühl zeigen? Es ging hier immerhin um ihre Schwiegermutter. Aber es war leichter für sie. Sie bekam alles nur aus der Distanz mit. Jess war bei Liz. Er bekam das alles fast am eigenen Leib zu spüren.
"Ich kann ihr nicht helfen."
"Du hilfst ihr schon, indem du nur bei ihr bist."
"Ich bin froh, wenn das alles vorbei ist", sagte er leise.
"Ich weiÃ. Ich auch."
Eine Weile schwiegen beide nur. Sie lauschten den Atemgeräuschen des anderen. Es tat gut, einfach einmal nur so dazusitzen und zu wissen, dass der andere genau das gleiche tat.
"Rory?", fragte Jess plötzlich.
"Ja?"
"Du kannst dir gar nicht vorstellen, was sie durchmachen muss."
Er erzählte ihr alles. Von vorne bis hinten. Was Liz durchmachte, welche Medikamente sie bekam, was sie essen durfte, wie es TJ ging, dass er eigentlich gar nicht so ein schlechter Kerl war. Und er erzählte ihr auch, wie es ihm ging. Wie er sich fühlte, dass ihm jedesmal schlecht wurde, wenn er das Krankenhaus betrat, dass er es nicht wagte, seiner Mutter in die Augen zu sehen. Es tat gut, sich einfach einmal alles von der Seele zu reden. Mit jedem Wort, das er sagte, fühlte er sich befreiter. Als würde eine Last von ihm abfallen. Er hatte alles viel zu lange mit sich herum geschleppt. Es wurde Zeit, dass er seine Sorgen mit jemandem teilte. Mit Rory.
Sie hörte ihm nur zu. Sie wollte ihn nicht unterbrechen. Er sollte alles einfach einmal lsowerden. Sie hätte ihn gar nicht unterbrechen können. Je länger Jess sprach, desto mehr Tränen stiegen ihr in die Augen. Plötzlich fühlte sie sich Liz so nahe. Er schilderte ihr alles so genau, dass sie glaubte, alles selbst erlebt zu haben. Als wäre sie selbst an Liz' Seite.
Als er geendet hatte,schwiegen die beiden wieder. Rory musste alles erst verarbeiten. Dann verabschiedeten sie sich beide mit einem "Ich liebe dich", bevor sie auflegten. Kurz darauf läutete bei Rory erneut das Telefon.
"Hallo?"
"Hey Schätzchen, ich bin's", hörte sie die Stimme ihrer Mum.
"Mum ,was kann ich für dich tun?"
Sie hatte sich erwartet, dass Lorelai das Herz bei ihr ausschütten würde. Rory wusste, dass ihre Mum mit Luke genau das gleiche durchmachte, wie sie bisher bei Jess. Er wollte nicht reden und verdrängte alles so gut wie möglich.
"Könntest du morgen das Diner übernehmen?"
"Ich? Nein Mum, dass kann ich nicht."
"Bitte Rory, tu es für Luke", flehte Lorelai.
"Was ist mit Luke?"
"Wir fahren morgen zu Liz."
Ein Lächeln huschte über Rorys Gesicht.
"Er hat geredet?"
"Naja, sagen wir mal, es ist ein Anfang. Und wie sieht es bei Jess aus?"
Rorys Grinsen wurde breiter.
"Er hat geredet."
"Hey, das ist ja toll."
Lorelai freute sich für ihre Tochter. Sie wusste, wie hart es die letzten Tage für sie gewesen war.
"Geht das also morgen?", fragte Lorelai.
"Ich werde es versuchen. Bestellt Liz liebe GrüÃe von mir."
"Machen wir."
Sie wollte schon auflegen, doch Rory hatte noch ein Anliegen an sie.
"Ãhm...Mum?"
"Ja?"
"Könntest du dich ein bisschen um Jess kümmern. Ihn macht die ganze Sache ziemlich fertig."
"Ich tu mein Bestes."
Rory saà in der Wohnung und wartete auf einen Anruf von Jess. Sie telefonierten jeden Abend um die selbe Zeit. Das half. Ein Telefongespräch ersetzte den anderen zwar nicht annähernd, aber es war besser als gar nichts. Mehr konnten sie im Moment sowieso nicht verlangen.
Als das Telefon klingelte, sprang sie sofort auf und nahm den Hörer ab.
"Hallo?"
"Rory?", kam es vom anderen Ende der Leitung.
"Jess, was ist los?"
Sie hatte an seiner Stimme erkannt, dass nicht alles in Ordnung war. Jess klang so...anders. Gar nicht typisch für ihn. War etwas mit Liz? Sie wollte gar nicht an sowas denken.
"Es...es ist so schrecklich."
"Jess, was ist passiert?"
Verdammt, was war nur los? Jess war vollkommen niedergeschlagen und sie wusste nicht einmal, warum.
"Sie muss sich ständig übergeben. Sie sieht so hilflos aus. Das ist nicht meine Mum."
Rory atmete erleichtert aus. Es war nicht ganz so schlimm, wie es sich zuerst angehört hatte. Jess war nur mit der Situation überfordert und war endlich bereit, darüber mit ihr zu sprechen.
"Sie macht eine Chemo, da ist mit so etwas zu rechnen."
Am liebsten hätte sie sich die Zunge abgebissen. Wie konnte sie nur so wenig Feingefühl zeigen? Es ging hier immerhin um ihre Schwiegermutter. Aber es war leichter für sie. Sie bekam alles nur aus der Distanz mit. Jess war bei Liz. Er bekam das alles fast am eigenen Leib zu spüren.
"Ich kann ihr nicht helfen."
"Du hilfst ihr schon, indem du nur bei ihr bist."
"Ich bin froh, wenn das alles vorbei ist", sagte er leise.
"Ich weiÃ. Ich auch."
Eine Weile schwiegen beide nur. Sie lauschten den Atemgeräuschen des anderen. Es tat gut, einfach einmal nur so dazusitzen und zu wissen, dass der andere genau das gleiche tat.
"Rory?", fragte Jess plötzlich.
"Ja?"
"Du kannst dir gar nicht vorstellen, was sie durchmachen muss."
Er erzählte ihr alles. Von vorne bis hinten. Was Liz durchmachte, welche Medikamente sie bekam, was sie essen durfte, wie es TJ ging, dass er eigentlich gar nicht so ein schlechter Kerl war. Und er erzählte ihr auch, wie es ihm ging. Wie er sich fühlte, dass ihm jedesmal schlecht wurde, wenn er das Krankenhaus betrat, dass er es nicht wagte, seiner Mutter in die Augen zu sehen. Es tat gut, sich einfach einmal alles von der Seele zu reden. Mit jedem Wort, das er sagte, fühlte er sich befreiter. Als würde eine Last von ihm abfallen. Er hatte alles viel zu lange mit sich herum geschleppt. Es wurde Zeit, dass er seine Sorgen mit jemandem teilte. Mit Rory.
Sie hörte ihm nur zu. Sie wollte ihn nicht unterbrechen. Er sollte alles einfach einmal lsowerden. Sie hätte ihn gar nicht unterbrechen können. Je länger Jess sprach, desto mehr Tränen stiegen ihr in die Augen. Plötzlich fühlte sie sich Liz so nahe. Er schilderte ihr alles so genau, dass sie glaubte, alles selbst erlebt zu haben. Als wäre sie selbst an Liz' Seite.
Als er geendet hatte,schwiegen die beiden wieder. Rory musste alles erst verarbeiten. Dann verabschiedeten sie sich beide mit einem "Ich liebe dich", bevor sie auflegten. Kurz darauf läutete bei Rory erneut das Telefon.
"Hallo?"
"Hey Schätzchen, ich bin's", hörte sie die Stimme ihrer Mum.
"Mum ,was kann ich für dich tun?"
Sie hatte sich erwartet, dass Lorelai das Herz bei ihr ausschütten würde. Rory wusste, dass ihre Mum mit Luke genau das gleiche durchmachte, wie sie bisher bei Jess. Er wollte nicht reden und verdrängte alles so gut wie möglich.
"Könntest du morgen das Diner übernehmen?"
"Ich? Nein Mum, dass kann ich nicht."
"Bitte Rory, tu es für Luke", flehte Lorelai.
"Was ist mit Luke?"
"Wir fahren morgen zu Liz."
Ein Lächeln huschte über Rorys Gesicht.
"Er hat geredet?"
"Naja, sagen wir mal, es ist ein Anfang. Und wie sieht es bei Jess aus?"
Rorys Grinsen wurde breiter.
"Er hat geredet."
"Hey, das ist ja toll."
Lorelai freute sich für ihre Tochter. Sie wusste, wie hart es die letzten Tage für sie gewesen war.
"Geht das also morgen?", fragte Lorelai.
"Ich werde es versuchen. Bestellt Liz liebe GrüÃe von mir."
"Machen wir."
Sie wollte schon auflegen, doch Rory hatte noch ein Anliegen an sie.
"Ãhm...Mum?"
"Ja?"
"Könntest du dich ein bisschen um Jess kümmern. Ihn macht die ganze Sache ziemlich fertig."
"Ich tu mein Bestes."