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Normale Version: Virtual Gilmore Girls - Die 8.Staffel
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Hallooooo
also ich habs jetzt endlich geschafft alles durchzulesen und es ist einfach super! und eine erstklassige Übersetzung, kompliment an euch beide!!

Freue mich schon auf den nächsten Teil

Liebe Grüße
Freut uns, dass wir so treue Leser haben Smile

Hier kommt der neue Teil, viel Spaß damit!

Episode 8.05 "It's Always Sunny in Philadelphia"

„Also was sind das für große Pläne?” Lorelais Stimme hallte durch Rorys Handy, das am Waschtisch im Hotelbadezimmer lag.
„Große Pläne wofür?” antwortete Rory und drehte ihr Haar hinauf um es dann mit einer Haarklammer festzustecken.
„Für Samstag!” Lorelai war entrüstet und Rory hatte ihre Mutter vor Augen, wie sie dastand, die Hände in die Hüften gestemmt.
„Was ist am Samstag?” fragte Rory abgelenkt, Wimperntusche auftragend.
„Rory!” kam es ungläubig.
„Oh, ja richtig!” antwortete Rory, sie fühlte sich begriffsstutzig. „Ein Tag wie jeder andere. Ich werde arbeiten. Egal.”
„Du kannst nicht deinen Geburtstag zu einem `egal´ machen.“ Lorelai ermahnte sie spöttisch. „Du musst etwas Besonderes unternehmen.“
„Etwas Besonderes? Was bitte? Soll ich einen Glitzerstift für meine Notizen verwenden?“ schlug Rory halbherzig vor und kämpfte damit, eine gerade Linie mit dem Eyeliner zu ziehen.
Besonderes,“ erwiderte Lorelai nachdrücklich. „Sowas wie …” Rory konnte beinahe die Räder in Lorelais Kopf rattern hören und wartete hoffnungsvoll. „So als würdest du in einem tropischen Paradies stilvoll abfeiern.“
„Ja!“rief Lorelai. „Zum Beispiel Maui. Stell´s dir vor, Rory. Eine Limousine – und nicht nur eine von einem Mietservice – holt dich direkt vorm Hotel ab.“
„Mit einer Mini-Bar?“ fragte Rory, und spielte das Spiel mit.
„Natürlich!“ sagte Lorelai. “Und der Fahrer ist Barry höchstpersönlich-“
„Barry?“ unterbrach Rory sie. „Wer ist Barry?“
„BarackObama.” Lorelais Stimme klang etwas ungläubig.
“Sicher,” Rory willigte ein. „Also Obama fährt die Limo?”
„Nein,“ Lorelai korrigierte sich selbst. „Er sitzt hinten und wartet darauf dich zu begleiten. Der Fahrer ist nur irgendein Typ. Jedenfalls hat Barry deine Artikel über sich gelesen und er wurde ein so großer Fan, dass er dich sehen musste. Und er hörte, dass du Geburtstag hat und wollte etwas Besonderes für dich arrangieren.“
„Ja, jetzt versteh´ich,” sagte Rory und lehnte sich nahe an den Spiegel um ihr Kinn genau zu betrachten.
„Also Barry bringt dich zum Flughafen. Aber nicht nur zum Flughafen. Du bekommst einen Privatjet.“
„Ich benutze den, nicht wahr?” warf Rory ein, während sie ihr Kosmetiktäschchen durchwühlte.
„Klar!“ sagte Lorelai. „Und du fliegst nach Maui und du bekommst alles was du willst an Bord, und es geht alles auf die Kampagne. Barry hat sich zuvor bereits vergewissert, dass seine Leute das auch klarmachen.”
„Wenn du das Flugzeug verlässt,” fuhr sie fort, „warten schon fünf Kerle auf dich. Alle jung, heiß und Polynesier. Sie reichen dir Blumenkränze, Drinks, und küssen dich zur Begrüßung.“
„Kerle werden mich einfach so küssen?“ fragte Rory skeptisch.
„Auf die Wange! Das ist eine traditionelle Begrüßung! Beleidige nicht ihre Kultur, Rory!”
„Tut mir Leid. Das war nicht nett von mir.“ Rory ging mit dem Telefon zurück in das Zimmer. „Also sie küssen mich…“
„Richtig. Sie küssen dich, und…” Lorelai hielt inne, während Rory das Handy ablegte um unter dem Bett etwas zu suchen.” Sie bringen dich zu einem großen Luau!“
„Alles ok, Liebling?” fragte Lorelai als Rory das Handy wieder aufhob.
„Weißt du Mum, ich mache mir nichts aus meinem Geburtstag dieses Jahr.“ Rory setzte sich ans Fußende des Bettes. „Er ist nicht so wichtig.“
„Was?!” sagte Lorelai ungläubig. „Nicht so wichtig?! Es ist dein Geburtstag!”
„Nein, ich mache keine Witze,“ sagte Rory und zuckte kurz mit den Schultern, auch wenn ihre Mutter sie nicht sehen konnte. „Es ist eben nicht so wichtig.“
„Was ist mit Maui?“ fragte Lorelai. „Und hab ich vergessen zu erwähnen, dass es im Flugzeug eine 7-Schichtige-3-Sorten-Schokoladentorte gibt? Und ein riesige Kanne mit Lukes bestem Kaffee?“
„Ich liebe Lukes Kaffee immer,” sagte Rory ihr. “Aber Samstag ist nu rein weiterer Tag. Ich kann mich nicht einmal erinnern in welcher Stadt wir sein werden. Nicht, dass es wichtig wäre. Es ist alles wie immer.“
„Liebling, bist du dir sicher dass alles ok ist?” Lorelai klang beunruhigt.
„Mir geht´s gut Mum,“ versicherte ihr Rory rasch. „Ich muss gehen; Ich bin spät dran. Ich ruf dich später an.“ Sie legte auf, verstaute das Handy in der Außentasche ihrer Jacke und ging rasch durch die Tür, ihre Harre glattstreichend.
Lorelai bemerkte, dass ein Paket von Kinko’s am Tresen lag. „Hey, wann ist das denn angekommen?“ wunderte sie sich, verlagerte ihr Gewicht (ihre beneidenswerten neuen Schuhe waren noch in der Einlauf-Phase) und öffnete es, um einen Stapel Flyer zu finden, die 10 einfache Schritte um einen gemütlichen Nachmittag im Oktober zu verbringen, in grellen, auffälligen Farben verkündeten. In der Ecke stand kleingedruckt „Fragen sie Kirk, wenn sie mehr wissen wollen!“.
„Warte mal, Kirk arbeitet auch für Kinko’s?” murmelte sie in sich hinein, als Michel sich näherte. Sie war nicht bereit sich Michels unzählige Proteste gegen die 10 Veranstaltungen anzuhören, zu denen auch Miss Pattys aktuelle Stadtproduktion gehörte.
Das Universum musste wohl auf die Antwort auf Kirks Frage warten, dachte Lorelai, als ihr Zug mit Gedanken beladen vom Hoteltelefon gestoppt wurde. Lorelai hielt inne und ließ sich auf einen kurzen Starr-Kontest mit Michel ein, während der langsam vom Telefon zu ihr hinschaute und dann wegging. Entnervt streckte sich Lorelai, um den Anruf entgegen zu nehmen.
„Dragonfly Inn! Es ist Oktober, die Blätter sind bunt, wie kann ich ihnen helfen?”
„Lorelai, das ist wirklich unangemessen. Als der Firmeninhaber der-“
„Und auch dir einen schönen guten Morgen!” unterbrach Lorelai. „Es ist immer so erfrischend vom eigenen Vater so warmherzig begrüßt zu werden.“
„Lorelai! Du sollst nicht mit verbalen Übungen um dich werfen,“ bat Richard Gilmore seine Tochter.
„Okay, hat Mum schon wieder eine neue Idee bezüglich des Spas?“ fragte Lorelai nach und sie ließ ihren Körper gegen den Tresen sinken.
„Nein, Lorelai. Eigentlich wollte ich etwas anderes ansprechen. Deine Bibliothek, oder besser gesagt, die Löcher darin.“
Lorelai streckte ihre Zunge nach Michel aus, der sie geringschätzend beobachtete und ein Post-it Zettelchen zu ihr über den Tisch schob, mit den Worten „KEINE PRIVATEN GESPRÄCHE“ darauf.
„Warte eine Sekunde,” sagte sie und ging um den Tisch auf Michels Seite. „Die Stars Hollow Bibliothek hat Löcher? Zahlen wir dafür nicht Steuern? Naja, nicht für die Löcher, aber für das Füllen der Löcher…“
„Die Bibliothek des Dragonfly Inn, Lorelai.“
„Gibt es Löcher in der Inn Bibliothek? Sag mir wo und ich werde Luke sagen er soll es sich ansehen. Er kann das in Ordnung bringen, und wenn sie recht groß sind, wird er Tom engagieren, dass er sich darum kümmert.“
Richard seufzte aus Verzweiflung. „Nicht diese Art von Loch. Lücken. In deiner Bibliothekauswahl. “ als Lorelai nichts erwiderte fuhr er fort. „Also, ich bin wirklich froh, dass du die strukturelle Ganzheit des Inns hinbekommen hast. Ich sollte hoffen, dass du dich nicht auf die Freundlichkeit von … Freunden wie Luke verlässt, wenn es um die Instandhaltung des Inns geht.“
„Ich habe mich immer auf die Freundlichkeit von Fremden verlassen...“ sagte Lorelai schleppend.
Richard fuhr fort ohne sie zu beachten. „Es ist sehr wichtig, Lorelai, dass das Hotel richtig gewartet wird. Wenn dein Versicherungsvertreter kommt um die Immobilie zu überprüfen, werden deine Abgaben steigen, falls der Inspektor feststellt, dass das Instandhaltungsprogramm des Inns mangelhaft ist.“
„Luke kann sich um alle und jedes Hotels kümmern. Noch etwas was du von mir brauchst?“ fragte Lorelai ihren Vater kurzerhand.
„Lorelai. Ich versuche dir zu sagen, dass sich ernst zu nehmende Lücken in deiner Büchersammlung befinden.“
„Warum hast du das nicht gleich gesagt? Schau, ich würde gerne noch plaudern, aber das Inn veranstaltet ein Stadtprogramm und ich muss wirklich-„
Richard unterbrach sie erneut. „Ich empfehle dir nur die Büchersammlung zu prüfen, dann lass mich wissen welche Bücher du von meiner Bibliothek ausborgen willst, um diese besagten Lücken zu füllen. Wegen dem Spa, das Inn wird nun ein Erste-Klasse Etablissement sein, und diese Etablissements beinhalten gewisse Standards, aber ich bin sicher du weißt das …“
Beinahe mehr irritiert durch Richards Herablassung bezüglich des Inn´s als durch seine Einmischung, schnappte Lorelai zurück, „Oh, ja, unsere Erotikabteilung ist natürlich hinter dem Vorhang.“
Richards Stimme wurde leiser. „Deine Mutter und ich, Lorelai, wollen dir nur helfen.”
„Tut mir Leid,“ gestand Lorelai ein, „es ist nur so, dass ich viel zu tun habe, besonders heute. Wir nehmen an dem Stars Hollow Schwesternstadt-Programm teil, und Sookie ist nicht…“
„Ich verstehe das Lorelai, aber du must dir wirklich Zeit dafür nehmen. Es ist wichtig. Auf welche Art sich dein Hotel präsentiert,“ fuhr Richard fort, ohne den stressigen Zeitplan seiner Tochter zu berücksichtigen. „Das ist sehr wichtig.”
„Dem Himmel sei Dank, für die kleinen Mädchen…“ sang Michel leise. „Probleme mit Daddy?“
Lorelai warf einen entnervten Blick in seine Richtung. „Kannst du kurz warten? Manny – umm, Sookies Vertretung kommt gerade aus der Küche.”
„Also gut, aber nicht zu lange,“ betonte Richard, als Lorelai den Hörer auf den Tresen legte.
„Wenn wir schon von Problemen sprechen, Lorelai,“ fuhr Michel fort, „wir müssen noch über meine gigantische Arbeitsbelastung sprechen. Ich bin nicht ein Ablageplatz für die Arbeit die ein eigensinniger Küchenchef liegen lässt.”
Lorelai ignorierte ihn – Michel war wie immer Michel, dachte sie. Sie gab ihm den aufliegenden Flyer.
„Ich hätte gerne, dass jeder Gast einen von diesen bekommt.“ Sie deutete auf die Flyer und wendete sich wieder dem Küchenchef zu.
„Wie immer muss ich die Arbeit der Leute machen, die ihren produktiven Drang nicht kontrollieren können.” redete Michel gewählt ausgedrückt weiter.
„Ma‘am, ich muss ihnen sagen, dass ich nicht mit den Kohlköpfen arbeiten kann.”
„Was ist denn mit ihnen?“ fragte Lorelai. „Wir haben diese Lieferanten schon immer.“
„Sie sind nicht auf dem Standard den ich gewohnt bin,“ meinte Manny.
„Ich werde dir folgendes sagen – mach etwas mit dem was wir heute haben und ich werde später nachsehen was wir dann morgen organisieren können,“ sagte Lorelai und legte eine Hand auf Mannys Schulter um ihn zurück in die Küche zu dirigieren.
„Hmmmpf!“ Ein gewähltes französisch klingendes Räuspern richtete ihre Aufmerksamkeit wieder auf Michel, der das Telefon mit 2 Fingern hochhielt, als wäre es ein verseuchtes Ding.
Ihr Vater – wartend, Lorelai erinnerte sich. Sie griff schnell nach dem Hörer und sprach hinein. „Ich werde dich später anrufen – morgen,“ und sie sagte schnell, „Tschüss“ um dann abrupt aufzulegen.
„Wo war ich gerade?“ fragte sie sich selbst, abwesend, und richtete ihre Aufmerksamkeit zurück zum Tresen. „Ich könnte schwören, dass ich die Flyer hier liegen gelassen habe…” Lorelai wühlte im Papierkram am Tresen.
Plötzlich sprang ihr ein Farbenspiel aus dem Papierkorb ins Auge. Dieser verdammte Michel! Sie griff in den Abfall um den Stapel Papier herauszufischen, als plötzlich ein Papp - Kaffeebecher hineinfiel und die oberen Blätter bespritzte.
„Michel!“ murmelte sie verärgert, „Wir brauchen die. Nicht nur um unsere Gäste zu beschäftigen, sondern auch um den Schwesternstadt-sketch anzukündigen!“ Es waren Momente wie diese, die sie beinahe dazu brachten, nicht nur ihr eigenes, sondern auch Michels Haar auszureißen. Sie griff wieder in den Papierkorb, nahm die Flyer und schmiss die mit Kaffee gesprenkelten zurück. Die anderen platzierte sie wieder am Tresen. „Ich denke ich muss mich um diese hier selbst kümmern,“ sie nahm sie in die Hand und begann zu sortieren und zu falten.
Kaum hatte sie den ersten Stapel fertig, klingelte ihr Handy. Mit noch mehr Frustration prüfte sie den Anrufer. Sie sah dass es ihr Vater war, schaltete das Telefon auf lautlos und steckte es in ihre Tasche zurück.

to be continued....

Sindy85

Na da scheint aber jemand Kummer zu haben, oder?? Jeder feiert seinen Geburtstag doch gerne, oder??

Schreib fix weiter, bin gespannt, wie es weitergeht!!

Liebe Grüße Sindy Big Grin
Aaaah! Ich hoffe immer noch, dass dieses Spa irgendwie verhindert werden kann. Ich finde, das ist eine GANZ blöde Idee.
Und dass Rory so einsam ist, vor allem an ihrem geburtstag, macht mich traurig. ich hoffe, irgendjemand plant da was überraschendes für sie. ich verlass mich da auf euch. Wink
Hallöchen ich warte ganz gespannt auf den neuen Teil Smile wisst ihr schon wann der ungefähr fertig ist?
Heyyyy!
Schon fertig!
Also viel Spaß beim weiterlesen und genießt es -> einige mehr, einige weniger ... lest selbst und sagt uns dann wie ihr die Entwicklungen findet!

Ich bin selbst gespannt wies so weitergeht ...

TEIL 2
Die Nachmittagssonne schien durch die Fenster des Autobusses und Rory kippte ihren Laptopbildschirm als würde sie zum hundertsten Mal versuchen nicht geblendet zu werden. Sie seufzte tief und schaute über ihren Notizblock, dann tippet sie ein paar weitere Sätze in das Word Dokument, überlegte es sich dann anders und löschte alles sofort wieder. Sie schüttelte den Kopf und wandte sich vom Artikel hin zu einer To-do-Liste. Vielleicht war etwas Abwechslung das was sie brauchte. „Wäsche waschen. Großvater anrufen. Zahnpasta kaufen.“ stirnrunzelnd fügte sie hinzu „Souveniers für Sookies Kinder und Lanes Jungs kaufen.”
„Probleme?“ sagte eine zuckersüße Stimme hinter ihr.
Rory schaute auf, erschrocken. Sie hatte fast vergessen, dass sie nicht alleine war. „Oh, Meredith.“
„Du siehst gestresst aus,“ meinte Meredith ernst. „Kann ich mir ansehen was du bis jetzt hast?“ Sie spähte über Rorys Schulter. „Du bist schlimmer dran als ich dachte,” sagte sie und gluckste.
Rory starrte auf ihren Bildschirm hinunter. „Oh, verdammt,“ murmelte sie und fühlte sich wie ein Idiot. Schnell klickte sie weg von der To-do-Liste und zurück zum Artikel. „Schon ok. Ich mach das schon,“ sagte sie und musterte ihre Notizen.
„Bist du sicher?“bedrängte Meredith sie. „Ich weiß, dass alles etwas neu ist für dich. Ich habe viel Erfahrungen in diesem Bereich und ich dachte nur, dass ich etwas von meinem Wissen anbieten könnte um deine Arbeit kritisch zu beleuchten.“ Meredith spielte mit ihrer Perlenkette. „Etwas, um es zu verbessern, nicht?“
„Schon gut,” murmelte Rory und versuchte sie zu ignorieren um sich auf ihre Notizen zu konzentrieren. „Wirklich. Danke.“
„Es macht mir nichts aus,” fuhr Meredith fort.
„Meredith, sie sagte sie braucht deine Hilfe nicht. Lass sie in Ruhe,“ unterbrach sie Patrick.
Rory schaute auf, überrascht, und ihre Augen trafen Patricks. „Danke,” sagte sie, erstaunt und etwas unruhig.
„Patrick, ich versuche nur nett zu sein!” protestierte Meredith.
„Lass sie einfach in Ruhe,“ wiederholte er, während er noch immer zu Rory schaute.
„Also gut, …” Meredith hielt ihre Hände hoch und ging weg.
Rory bemerkte, dass sie noch immer Patrick anstarrte. Sie drehte sich schnell weg und murmelte ein weiteres „Danke.“
„Willkomen in Philadelphia, die Stadt der Bruderliebe,” verkündete die Aufschrift stolz, als der Bus vorbeiruckelte.
„Philly!“ rief jemand vom hinteren Teil des Busses.
„Geburtsort des Twist,“ bemerkte Harlan.
Rory musste laut darüber kichern. „Echt?“ fragte sie.
„Natürlich. Chubby Checker war aus Süd Philly,“ beteuerte Harlan.
„Cool,“ sagte Rory und machte sich eine gedankliche Notiz um das später mit Lorelai zu teilen.
„Sie ist auch der Geburtsort des Bundesstaates,“ fügte Darshana hinzu und einige lachten.
„Hey, schaut, da ist die der Citizens Bank Park,” meinte Patrick ein paar Minuten später. „Heimat der gefallenen Phillies.”
„Sie sind nicht so schlecht!” widersetzte sich Meredith. „Sie haben wirklich genug getan um da zu sein, wo sie jetzt sind.”
„Sicher,“ Patrick stichelte zurück. „Nur weil Colorado sie letzten Abend fertig gemacht hat!”
„Die werden zurückschlagen!“ warf ein anderer Kerl ein. „Rollins wird ihnen einen guten Kampf vorlegen!“
Meredith nickte. „J-Roll ist der Beste.”
„J-Roll.“ nörgelte Patrick. „Das ist fast so schlimm wie A-Rod.”
Rory schaute in die Runde ihrer Kollegen, gänzlich verloren. Phillies, das wusste sie, war ein Basketballteam. Das war alles was sie dachte zu wissen. War gerade play-off Zeit? Sie wollte einfach nur Darshana fragen, ob sie nicht wieder über die Geschichte der USA reden könnten. Sie erinnerte sich an einiges aus dem Geschichteunterricht und es half, dass sie den Film 1776 ein paar Mal gesehen hatte. Das wäre eine Diskussion der sie beiwohnen könnte.
Rory lächelte. Eagles, erinnerte sie sich. Was hatten die mit Philly zu tun, dachte sie, keine Ahnung. „Nimm´s leicht?“ versuchte sie sich selbst zuzuflüstern.
„McNab!” rief eine Stimme.
„Überbewertet!” schrie ein anderer zurück.
„Er ist meine erste Wahl für Fantasy Football,“ steuerte James bei.
Richtig, dachte Rory. Football. Sie hätte es kapieren müssen, dass sie nicht über die Band sprachen. Sie klappte ihren Laptop zu und machte es offiziell, dass sie es aufgegeben hatte irgendeine Arbeit zu erledigen, und sah aus dem Fenster.
„Hey,“ sagte eine Stimme neben ihr. Rory sah auf, überrascht dass Patrick neben ihr saß. „Wir kommen in den historischen Teil der Stadt,“ sagte er ihr. „Ich denke das Feld dort,“ er zeigte aus dem Fenster, „ist das auf dem Ben Franklin seinen Drachen steigen ließ.“
Rory lächelte etwas, dankbar für die Gesellschaft und das Gespräch. „Aufregend,“ kommentierte sie. Sie rutschte ein bisschen in ihrem Sitz herum und wünschte sich sie hätte einen lustigeren Kommentar auf Lager gehabt. Manchmal dachte sie, dass der Name Lorelai Gilmore für nichts gut wäre. Alles, worüber sie nachdachte, warum auch immer, war der Artikel. Untätig, wunderte sie sich ob Ben Franklin je die Probleme hatte, die sie beschäftigten.
Später, befand Rory sich endlich auf ihrem Hotelzimmer und schaltete den Fernseher ein. Sie warf einen Blick auf den Zeitplan für die nächsten Tage und stellte ihren Handywecker auf acht Uhr. Sie hatte den ganzen Abend die Möglichkeit alles zu tun was sie wollte. Abendessen würde auch erst später kommen, also war sie erst mal richtig froh weg vom Bus zu sein, sodass sie gar nicht mehr vom Bett aufstand.
„Ich denke,“ sagte sie laut, „ein Nickerchen wäre genau das Richtige jetzt.“ Sie legte sich hin, lockerte ihre Haare aus dem wirren Knoten (er war morgens noch perfekt gewesen) und drehte sich zusammen, ein Kissen umklammernd.
Fünfzehn Minuten später war Rory noch immer putzmunter. „Das war wirklich eine fantastische Idee,“ sagte sie zu sich selbst. „Ich denke mal ich bin nicht wirklich müde!” Sie griff nach ihrer Laptoptasche am Boden und bugsierte sie auf den Tisch, überlegend ob sie nicht versuchen sollte einen Artikel fertigzustellen.
Warum auch immer, als zwanzig Minuten verstrichen waren und sie erst einen Satz geschrieben hatte, erkannte sie, dass es so nicht gehen konnte. „Soviel zu meiner Produktivität,” sagte sie, während sie ausatmete. Sie sah aus dem Fenster und seufzte angewidert von dem schlechten Wetter. „Ich dachte es ist immer sonnig in Philly,“ murmelte sie sich selbst zu. Sie nahm ihr Handy vom Nachtkästchen, klappte es auf und wählte die Schnelltaste für Lorelai. Sie drückte schnell „beenden“ bevor der Anruf durchging, weil sie einfach nicht jede zehn Minuten ihre Mutter anrufen konnte.
Abwesend nahm Rory die Fernbedienung und zappte durch die Kanäle, sie fand nichts annähernd Interessantes auf keinem der fünfzehn Hotelsender. Sie schaute erneut auf ihr Handy und ging das Adressbuch durch. Da musste doch jemand sein den sie anrufen sollte und mit dem sie nicht vorher schon geredet hatte. Kurz überlegte sie ob sie Leute anrufen sollte, die sie seit Jahren nicht gesehen hatte, aber dann verwarf sie diesen Gedanken.“Gut, dass Trunkenheitsanrufe nicht zu Langeweileaktionen gehören,“ murmelte Rory.
Sie warf das Handy aufs Bett und nahm das Telefonbuch aus der Schublade. Vielleicht fand sie etwas Spaßiges, dass sie abends zum Essen liefern lassen konnte. Sie blätterte durch die Geschäftsseiten und kicherte über einige lustige Namen. „Trinity,“ sagte sie laut. „Hmm … New Age oder Christian? Oder beides?” überlegte sie. „Forelle. Das ist … speziell.” Sie ließ ihren Finger über ein paar weitere Namen gleiten und landete schlussendlich bei einem, der ihr bekannt vorkam. „Truncheon Books, huh?“ Sie streckte sich nach ihrem Handy und wählte bevor sie es sich anders überlegen konnte.
Nachdem es dreimal läutete, hob jemand ab. „Truncheon Books, hier spricht Jess.”
„Wow, du klingst sehr professionell,“ kommentierte Rory und versuchte, dass ihre Stimme nicht vor Nervosität zusammenbrach.
Am anderen Ende des Telefons herrschte kurz Stille, und dann „Hey,“ kam die etwas überraschte Begrüßung.
„Hi,“ erwiderte Rory. „Wie geht´s dir?”
„Mir – mir geht´s gut,” meinte Jess und seine Stimme klang verwirrt.
„Weißt du,“ sagte Rory, „Ich bin wirklich froh, dass du es warst der abgehoben hat. Wenn es jemand anderes gewesen wäre, hätte ich einen Grund gebraucht warum ich dich sprechen wollte. `Um was handelt es sich?` hätten sie gefragt.”
„Was hättest du gesagt?” fragte Jess und seine Stimme klang gereizt und neugierig zugleich.
„Ich hätte gesagt…” Rory verstummte und suchte nach einer guten Antwort. „Dass ich ein verärgerter Leser bin und dich sprechen müsste, um über dein Buch zu reden. Ich hätte darauf bestanden mit dir persönlich zu sprechen und ich hätte es mir einfach nicht ausreden lassen.“ Sie bemerkte, wie ihre anfängliche Nervosität verschwand.
„Sie hätten nicht durchgehalten,” beschwichtigte Jess. „Also was ist los?“
„Ich bin gerade in der Stadt,“ teilte Rory ihm mit. „Ich dachte vielleicht könnten wir uns treffen.“
„Du bist in der Stadt,“ wiederholte Jess. „Hier in Philly?“
„Das ist es was das Telefonbuch sagt,“ sagte sie. „Jedenfalls habe ich morgen Abend zeit. Willst du, dass wir uns treffen? Es sollte wo sein, wohin ich zu Fuß gehen kann, weil ich kein Auto habe.”
„Oder Infos über Züge?” fügte Jess hinzu. „Keine Sorge; wir werden was Gutes finden.“
Rory lächelte als sie auflegte; jetzt hatte sie etwas auf das sie sich freuen konnte. Es schien, als würde immer etwas Großes in ihrem Leben passieren, wenn sich ihre und Jess Wege kreuzten. Manchmal, so wie jetzt, fühlte sie sich voller Tatendrang. Etwas an Jess gab ihr immer einen Anstoß. Kürzlich, war es die richtige Richtung gewesen, aber sie konnte das nicht immer behaupten. Hoffentlich war es nicht nur Zufall, dass sie Truncheon Books im Verzeichnis gefunden hatte.
Luke stand an der Gepäckausgabe und wartete ungeduldig dass seine Tasche ankam. Er brauchte normalerweise nur einen leichten Beutel, den er unter dem Sitz verstauen konnte, aber Lorelai hatte ihm eingeredet verschiedenste Souveniers vom herbstlichen Connecticut – und von Stars Hollow – als Geschenke für April einzupacken, also hatte er zu viel in der Tasche. Er sah sich um und bemerkte, dass die Leute, die sich um das Förderband wälzten, ein müder Haufen von Bürgern aus New England, New Mexico und anderswo waren, alle begierig die über sechs Stunden Flugzeit und den Albuquerque Flughafen hinter sich zu lassen.
Luke war fertig von dem fast ganztägigen Flug durch das Land. Er verwendete viel Zeit während des Fluges damit, darüber nachzudenken, wie schwierig diese Reise für April sein musste. Er fühlte sich unwohl und war nervös; er konnte sich nicht vorstellen wie es für ein 14-jähriges Mädchen sein musste, alleine zu reisen. Als er seinen Flug buchte (online, auf Kirks Computer) hatte April ihm per Schnellbericht Anweisungen gegeben, damit er auch den richtigen Flughafen auswählte. Er nahm schlussendlich Minneapolis über Cincinnati, hauptsächlich wegen Aprils strikter Empfehlung (und auch wegen Lorelais, mit überladenem Grinsen, verkündeter Warnung, vom Herren WC fernzubleiben).
Während er an Lorelai dachte und das Gepäckförderband noch immer nicht in Betrieb war, entschied sich Luke sein Handy herauszuholen und Lorelai anzurufen. Mit der Zeitverschiebung von zwei Stunden würde es fast Feierabend in Stars Hollow sein.
„Hi, Schatz,“ grüßte Lorelai ihn bevor er überhaupt eine Chance hatte ihren Namen zu sagen. „Wie geht´s April?“
„Ich bin noch nicht bei ihr. Ich warte auf all die Taschen, die du mich gezwungen hast zu packen,“ grummelte er.
„Du wirst mir noch dankbar sein, wenn du die Mitbringsel April gibst und sie ihr breites Lächeln aufsetzt,“ versicherte ihm Lorelai. „Sie wird ihr eigenes Stück Stars Hollow in New Mexico haben. Und kaufst du dir auch einen schönen großen Sombrero um deinen Mountiehut Gesellschaft zu leisten?“
„Denk nicht mal dran.“
„Ich denke eine Sombrero hat viele Vorteile, Mister.“
„Du bist verrückt,” sagte Luke zu ihr. „Aber weißt du was noch verrückter ist? Fliegen. Es ist schlimm genug, dass der Flug fast sechs Stunden dauert, damit ich mein Kind sehen kann, aber als erstes gab es eine Verspätung wegen dem Wetter – ich weiß wirklich nicht was das Wetter in Dallas mit dem in Hartford zu tun hat. Und sie ließen uns im Flugzeug warten. Als wir dann endlich nach Minneapolis flogen, musste wirklich jeder verdammte Kerl im Flugzeug auf die Toilette. Dort flogen wir zwar pünktlich weg, aber dann gab es Probleme mit der Mechanik und wir mussten Albuquerque fast eine Stunde lang umkreisen, bis das alles geklärt war. Und jetzt wird mein Gepäck es nie schaffen auf das langsamste Förderband der Welt zu kommen.“
„Aw, armes armes schimpfendes Baby,” beruhigte ihn Lorelai. „Hattest du Probleme durch die Sicherheitskontrolle zu kommen?“
„Mit meiner kleinen Tasche gefüllt mit mädchengroßen Toilletartikeln?“ sagte Luke irritiert.
„Naja, wenn es in meiner Hand läge, würde ich der TSA beitreten und wennigstens dafür sorgen, dass du durchsucht wirst,“ neckte Lorelai. „Hey, wenn du zurück kommst, dann kann ich den Sombrero tragen und dich filzen.“
Luke seufzte und versuchte ruhig zu bleiben. „Ich habe keinen Sombrero. Die Leute hier sehen aus wie überall sonst auch.“
„Dein persönlicher spezieller TSA Agent, Luke, trägt nur einen Sombrero.“ Lorelais Betonung auf „nur“ entlockte Luke ein Grinsen und gerade in diesem Moment fing sich das Förderband an zu drehen.
Auf ihre Uhr schauend, entschied Lorelai eine Pause zu machen. Nach einem etwas steinigen Morgen verstrich der restliche Tag ereignislos. Lorelai ging in die Küche, griff nach einer Tasse Kaffee, und marschierte in Richtung des großen Veranstaltungsraums des Dragonfly.
Das Inn veranstaltete normalerweise keine Stadtfeste. Genauer betrachtet war das letzte dieser Ereignisse das Begräbnis des armen kleinen Chin-Chin. Welches, natürlich, auch das offizielle Ende ihrer Hochzeit gewesen war. Die Erinnerungen ließen Lorelai erschaudern und sie duckte sich schnell in den Raum um ihren Kopf mit fröhlicheren Gedanken zu füllen.
Miss Patty war gerade dabei das traditionelle Herbststück einzustudieren, das das Stars Hollow Schwesternstadtprogramm feiern sollte. Mrs. Kim schlug eine koreanische Stadt als Ebenbild vor, und Miss Patty dirigierte nun einem Haufen kleiner Mädchen und Jungen, die alle versuchten Mungyeong auszusprechen.
„Ich glaube nicht, dass diese Leute im Gleichschritt marschieren, Kirk,“ ermahnte Miss Patty den jungen Mann.
„Es ist in Süd-, nicht Nordkorea,“ unterbrach Mrs. Kim. „Eine schöne touristische Stadt. Viele naturbelassene Plätze und historische Sehenswürdigkeiten.“
„Ich denke immer noch, dass Seoul besser gewesen wäre,“ meinte Kirk und die Kinder zur Abwechslung begannen anmutige koreanische Kriegerbewegungen zu vollführen.
Kirk wollte eine größere Stadt, und warheitsgemäß, auch einen größeren Auftritt bei der Zeremonie, und Lorelai lächelte während sie „Hi“ zu Miss Patty sagte und respektvoll in Mrs. Kims Richtung nickte.
Als Kirk Lorelai sah, ging er schnurstracks auf sie zu. „Sag ihr, dass ich besser bin als das Kind dort drüben, Lorelai,“ klagte er. „Nur weil er klein ist heißt das nicht, dass er auch süßer ist als ich.“
„Davey? Sookies kleiner Davey?“ Lorelai schüttelte den Kopf. „Kirk, warum führst du Lulu heute Abend nicht in ein nettes koreanisches Restaurant aus …“ bestand sie und winkte zu Davey hin, um dann wieder zurück in ihr Büro zu gehen, zufrieden, dass die Aufführung sich gut fügen würde. Die Tanzschule bekam neue Böden, also schlug Lorelai vor den Ballsaal des Dragonfly Inn zu verwenden, bedenkend, dass es auch ein guter Weg wäre um das Geschäft ein bisschen anzukurbeln.
To be continued …

FB - FB - FB - FB - FB - FB - FB XD
Also ich finde die Entwicklung nicht schlecht. Vielleicht kann Jess Rory ja helfen wieder gute Artikel zu schreiben. Hauptsache kein Spa Wink
Zitat:Hauptsache kein Spa Wink

haha, ein Statement ... Big Grin
Jess hat schon immer gewusst wie er Rory auf den richtigen Weg bringt, mal schaun ob ers diesmal auch so handhabt Smile

Sindy85

War das Schicksal oder Zufall, das Jess´ Buchladen im Telefonbuch stand, wir werden sehen! Big Grin

Klasse Teil, tolle Entwicklung, mehr davon!

Liebe Grüße Sindy Smile
Freut euch auf Teil 3 schön nächste Woche!! Big Grin

...meine Finger tippeln noch im Schlaf... XD